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Afghanistan verschärft nach Attentat Sicherheitsvorkehrungen

شعار Reuters Reuters 08/06/2014 Reuters

Kabul - Die afghanische Regierung hat nach dem Attentatsversuch auf den Präsidentschaftskandidaten Abdullah Abdullah die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte am Sonntag, es würden ab sofort mehr Sicherheitskräfte bei Wahlkampfveranstaltungen vor Ort sein. Zudem würden Abdullah und sein Konkurrent Aschraf Ghani mehr Leibwächter zugeteilt bekommen. Damit solle sichergestellt werden, dass der Wahlkampf ungestört fortgesetzt werden und die Stichwahl wie geplant am Samstag stattfinden könne.

Der als Favorit geltende Abdullah war am Freitag knapp einem Bombenanschlag entgangen. Nach jüngsten Behördenangaben starben bei dem Attentat auf den früheren Außenminister in Kabul zwölf Menschen, mindestens 40 weitere wurden verletzt. Unter den Toten befand sich auch ein Leibwächter Abdullahs. Ein Auto seines Konvois wurde komplett zerstört.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Allerdings hatten die radikal-islamischen Taliban angekündigt, sie würden die letzte Runde der Präsidentenwahl stören. Bei der ersten Runde Anfang April hatte kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Am nächsten Samstag findet daher eine Stichwahl zwischen Abdullah und dem früheren Weltbank-Mitarbeiter Ghani statt. In der ersten Runde errang Abdullah 45 Prozent der Stimmen, der ehemalige Finanzminister Ghani kam auf 31,6 Prozent.

Abdullah hatte bereits im Februar einen Angriff auf seine Fahrzeugkolonne unverletzt überstanden. Dem Gesetz zufolge müsste komplett neu gewählt werden, sollte einer der Kandidaten getötet werden. Die erste Wahlrunde war überraschend friedlich verlaufen. Den im Jahr 2001 durch die US-geführte Invasion von der Macht verdrängten Taliban gelang es nicht, Millionen Wähler in den großen Städten von der Stimmabgabe abzuhalten.

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