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Vorsicht bei Druckmitteln: Reifenpannensets im Test

AutoNEWS-Logo AutoNEWS 08.05.2017
Platter Pneu? Die GTÜ hat acht Reifenpannensets getestet Vorsicht bei Druckmitteln: Reifenpannensets im Test

Stuttgart, 8. Mai 2017 - Die Luft ist raus, der Reifen platt. Ein ärgerliches Szenario. Vor allem deshalb, weil viele Wagen kein Notlaufrad mehr an Bord haben (von einem vollwertigen Ersatzrad ganz zu schweigen). Erst beim Zwangsstopp machen viele Autofahrer dann Bekanntschaft mit dem Pannenset, das den platten Reifen von innen abdichtet und wieder mit Druck versorgt. Aber kann man sich im Ernstfall auf die schnelle Rettung verlassen? Die GTÜ hat nun acht Reparatur-Kits zur Behebung einer Reifenpanne geprüft.

Wie und was wurde geprüft?
Für die Testkandidaten galt es, einen platten 17-Zoll-Reifen mit einem sechs Millimeter großen Durchstich am Rande der Lauffläche abzudichten. Anschließend sollte der Pneu auf 2,5 bar aufgepumpt werden. So sollte auch nach mehr als zehn Kilometern eine weitgehend risikolose Fahrt bei Tempo 80 möglich sein. Weitere Druckmessungen nach einer Stunde und nach 24 Stunden gaben ebenfalls Aufschluss darüber, wie gut die Sets dichtgehalten haben. In weiteren Tests ging es um Fragen der Qualität, der Handhabung, der Sicherheit und der Kosten. Zusatzpunkte konnten die Testkandidaten auch mit Extras erzielen, wenn zum Lieferumfang etwa Warnweste, Handschuhe oder zusätzliche Beleuchtung für Einsätze bei Dunkelheit gehörten oder Adapter für den Kompressor zur Verwendung im Freizeitbereich, um Bälle, Luftmatratzen oder Fahrradreifen aufzupumpen.

Die Testergebnisse im Detail
Die Ergebnisse? Keines der Sets hat den Reifendurchstich perfekt abgedichtet. Nach einem Tag lag der Druck bei den Systemen von airMAN und Elastofit aber immer noch nahe am Ausgangswert um 2,4 bar. Bei Terra-S zeigte das Manometer nach einer Stunde noch fahrfähige 2,0 bar an, nach 24 Stunden aber nur noch 0,8 bar. Pannex hielt nach der zehn Kilometer langen Testfahrt noch 1,7 bar. Eine Stunde später fiel der Wert allerdings auf 1,0 bar und nach 24 Stunden auf Null ab. Slime lieferte bereits nach der Teststrecke nur noch bedenkliche 1,2 bar und schon nach einer Stunde mit 0,1 bar fast keinen Reifendruck mehr. Bei Holts Reifen Pilot reicht der Druck in der Füllflasche von Haus aus nur für bestenfalls knapp 1,5 bar.

Sieger, Mittelfeld und die Verlierer
Testsieger mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" wurde das ResQ Tire Mobility Kit von airMAN. Für knapp 50 Euro bietet es den leistungsstärksten Kompressor (180 Watt) und eine 450-ml-Druckflasche mit Naturkautschuk als Dichtmittel. Dahinter folgen drei "empfehlenswerte" Sets von Elastofit, Terra-S und Pannex. Alle drei setzen ebenfalls auf Dichtmittel-Kompressor-Kombination. Die als "bedingt empfehlenswert" eingestuften Systeme kommen von Slime und Holts. AIO Comfort Plus von Premium-Seal und das Set von Dunlop erfüllten die Testkriterien nicht. Bei Premium-Seal blockierte nach wenigen Sekunden stets die Dichtmittelzufuhr, sodass sich der Reifen überhaupt nicht befüllen ließ. Bei Dunlop reichte der maximale Druckaufbau von 0,6 bar schlicht nicht aus, um die Testfahrt antreten zu können. Das Resultat? "Nicht empfehlenswert".

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