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Liebling, ich habe den T-Rock geschrumpft

Die Presse-Logo Die Presse 14.03.2019 Von Norbert Rief

Die Zukunft mag Volkswagen in der Elektromobilität sehen. Erst diese Woche hat der Konzern bei der Bilanzpressekonferenz wieder Milliardeninvestitionen angekündigt und erklärt, man werde in den kommenden zehn Jahren 70 neue Elektromodelle auf den Markt bringen.

Die Gegenwart aber gehört den SUV. Die Kunden können gar nicht genug bekommen von den hochgestellten Autos – und dem trägt VW Rechnung, indem jedes Segment sein SUV bekommt.

Ganz oben steht der Touareg, der in der aktuellen Version noch größer und breiter geworden ist. Darunter gibt es den Tiguan Allspace mit sieben Sitzen, der normale Tiguan ist eine Spur kleiner, seit 2017 reiht sich unter ihm der T-Roc ein, der den Kunden so gut gefällt, dass darunter sogar die Verkäufe des Golf leiden. Und jetzt gibt es ganz unten auch ein SUV-Zwutschgerl, womit VW eine Handvoll SUV im Angebot hat.

Der neue VW T-Cross baut auf dem Polo auf, ist aber um 5,4 Zentimeter länger (4,11 Meter) und mit 1,58 Metern fast 14 Zentimeter höher. Das ist auch der Grund, warum selbst groß gewachsene Menschen trotz gleichen Radstands (2,55 Meter) im T-Cross deutlich entspannter und geräumiger sitzen als im Polo. Selbst hinten, weil man die Sitzbank flexibel um 14 Zentimeter verschieben und somit den Fußraum vergrößern kann und VW zudem auf ein Sonnendach verzichtet, das Kopffreiheit weggenommen hätte.

Surfbrett an Bord

Das Konzept garantiert auch sonst viel Platz – im Kofferraum (je nach Stand der Rückbank) zwischen 385 und 455 Liter, bei umgelegten Hintersitzen sogar 1281 Liter. Wer auf einen Beifahrer verzichtet, kann den Sitz flach umlegen und so problemlos sein Surfbrett nach Italien transportieren (2,36 Meter stehen zur Verfügung).

Innen setzt VW ganz auf das junge, urbane Zielpublikum, dem man unter anderem zweifarbige Sitze, bunte Lenkradspangen, ein farbiges 3-D-Dekor für das Armaturenbrett und jede Menge USB-Anschlüsse zum Laden des Handys anbietet. Apropos: Mit einer entsprechenden App ist man mit seinem T-Cross verbunden wie noch mit keinem VW. Sie informiert über den Fahrzeugstand, führt ein Fahrtenbuch, wertet das Fahrverhalten aus (Drehzahl, Bremsverhalten, Beschleunigung, Kühlmitteltemperatur) und gibt Tipps zur optimalen Fahrweise. Einparken kann das Auto auch selbst.

Fahren muss man noch, ein adaptiver Tempomat (ACC) ist optional erhältlich. Serie sind mehrere Assistenzsysteme, für die man im Konzern sonst ordentlich zahlen muss: eine Fußgängererkennung mit Notbremsfunktion, eine Ausparkhilfe, ein Blind-Spot- und Spurhalteassistent.

Von vorn erkennt man den T-Cross sofort als Mitglied der SUV-Familie von VW, hinten hebt er sich mit dem über das ganze Heck reichenden Reflektorband, von einer schwarzen Blende eingerahmt, deutlich ab. Damit sollte man ihn auch nicht mit anderen Konzernbrüdern verwechseln.

Motorisch startet der T-Cross im April in Österreich mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 95 und 115 PS. Ab Mai gibt es auch einen 1,6-Liter-Diesel mit 95 PS. In diesem Segment ist der 115-PS-Benziner aber stimmiger und die bessere Wahl, der sich auf ersten Testfahrten auch angenehm straffer anfühlte als der Diesel. Anfang 2020 kommt noch eine 150-PS-Spaßversion. Angeboten wird der T-Cross mit einer Fünf- bzw. Sechsgang-Handschaltung oder im Topmodell einem Siebengang-DSG.

Der Startpreis in Österreich liegt beim Einstiegsmodell bei 18.690 Euro, die Topversion kommt auf 24.590 Euro.

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