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Amazon: Roboter greifen Mitarbeitern unter die Arme

KURIER-Logo KURIER 23.06.2022 Redaktion kurier.at

Hohe Fluktuation und Arbeitskräftemangel: Amazon sucht in der Technik die Lösung beider Probleme.

© REUTERS / MIKE SEGAR

Laut dem US-Wirtschafts-Onlineportal Quartz müsse sich Amazon Sorgen um seine Belegschaft machen. Dem zweitgrößten privaten Arbeitgeber in den USA könnten in seinen amerikanischen Lagern innerhalb von zwei Jahren die Mitarbeiter ausgehen, weil diese immer wieder in Scharen davonlaufen würden.

Hohe Fluktuation

Eine Analyse ergab, dass die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von Amazon-Lagermitarbeitern nur acht Monate beträgt. Die Drop-out-Quote eines Versandzentrums liege damit jährlich bei 150 Prozent, doppelt so viel wie im Einzelhandel.

Ein Amazon-Sprecher sagte gegenüber Quartz, dass diese Sicht nicht die tatsächliche Situation widerspiegeln würde. Aber wenn tatsächlich ein Arbeitskräftemangel eintreten würde, habe das Unternehmen neuerdings Roboter, die aushelfen könnten.

Amazon hat vor Kurzem „Proteus“ vorgestellt, der als erster vollständig autonomer mobiler Roboter bezeichnet wird. Der Roboter könne wie ein Gabelstapler unter großen Containern voller Pakete hindurchfahren, die Waren anheben und sie wie ein menschlicher Arbeiter an ihren Bestimmungsort tragen, so der Versandriese.

Schwerarbeit abnehmen

Amazon betont, dass es nicht um einen Ersatz der Mitarbeiter gehe, sondern „um die sichere und harmonische Zusammenarbeit von Mensch und Technik“.

Roboter wie Proteus könnten notwendig sein, um einen drohenden Arbeitskräftemangel zu bewältigen und die Arbeit sicherer und weniger anstrengend zu machen. Anstatt schwere Gegenstände zu heben, so Amazon, sollen die Roboter es den Menschen ermöglichen, sich „auf lohnendere Arbeit zu konzentrieren“.

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