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Finanzen aktuell

Heizkostenvergleich: Gas weiter am billigsten

KURIER-Logo KURIER 08.11.2019 andreas.anzenberger

Finanzielle Hilfen beim Ölausstieg machen den Wechsel interessant. Ohne Förderungen kein Klimaschutz.

© APA/dpa-Zentralbild/unbekannt

Ohne Förderungen wird es mit der Umstellung auf klimafreundliche Heizungen nichts werden. Die künftige Bundesregierung ist gut beraten die „Raus aus Öl-Förderung“ mit einem einmaligen Förderbetrag von 5.000 Euro weiterzuführen. Das würde laut Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, dazu führen, „dass sich im Bestand etwas ändert“. Derzeit ist der Fördertopf für das heurige Jahr bereits leer.

Ausstiegshilfe

Warum Förderungen für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern notwendig sind, zeigt der aktuelle Heizkostenvergleich der Energieagentur. Sowohl im Neubau, als auch bei thermisch sanierten und auch bei thermisch unsanierten Gebäuden ist die Erdgas-Brennwertherme die billigste Methode fürs Heizen. Wer aufs Geld schaut, entscheidet sich für eine Gas-Therme. Der Gaspreis ist zuletzt gesunken. Deutlich teurer sind Fernwärme, Ölbrennwert-Thermen und und Pellets-Heizungen.

Die Energieagentur hat auch ein Szenario mit der „Raus aus Öl-Förderung“ gerechnet. Mit dem 5.000-Euro-Zuschuss ist die Wärmepumpe Luft-Wasser am billigsten. Es folgen auf den Plätzen Stückholz und dann erst die Brennwert-Therme. Mit der Förderung rentiert sich also der Umstieg auf nichtfossile Energieträger auch finanziell. Derzeit gibt es noch über 600.000 Ölheizungen in Österreich. Da lässt sich was für den Klimaschutz tun.

Vollkostenvergleich

Die Energieagentur hat die Ausgaben nach Investitionskosten mit Wartungskosten und Energiekosten für ein Einfamilienhaus mit 118 Quadratmetern aufgeschlüsselt. Man ist dabei von einer Nutzungsdauer der Anlagen von 20 Jahren ausgegangen. Preissteigerungen von jährlich drei Prozent wurden berücksichtigt. Verglichen wurden nur Heizungen mit einem relevanten Marktanteil. Je höher der Energie-Verbrauch, desto interessanter werden Systeme mit niedrigen Energiekosten.

Es wurde auch ein Vergleich der unterschiedlichen Heizungssysteme in sanierten und unsanierten Gebäuden gerechnet. Laut dem wissenschaftlichen Experten der Energieagentur, Georg Trnka, beträgt die Differenz bei den -Emissionen von saniert und unsaniert rund 53 Prozent.

Den Vergleich der Anlagen mit den geringsten -Emissionen gewinnen Stückholz und Pellets. Der Grund dafür ist die Berechnungsmethode. Natürlich wird beim Verbrennen von Holz frei. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Die -Reduktion durch Bäume wird in der Klima-Rechnung berücksichtigt.

Auf Platz 3 wurde die Fernwärme gereiht. Danach kommen Systeme mit Wärmepumpen gefolgt von Erdgas und Öl.

Bei einem Neubau ist der -Ausstoß einer Ölheizung um 35 Prozent höher als bei einer Gasheizung. Verglichen mit Fernwärme sind die Emissionen von Öl sogar um das elffache höher.

Von den rund 3,89 Millionen Heizungsanlagen in Österreich werden immerhin fast 29 Prozent mit Fernwärme versorgt. Etwa 24 Prozent oder rund 900.000 Anlagen sind Gasheizungen. Die Biomasse ist mit 19 Prozent der Spitzenreiter bei den Alternativen. Wärmepumpen und Solar kommen auf knapp acht Prozent.

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