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Ifo-Chef empfiehlt "Superabschreibungen" nicht nur für bestimmte Investitionen

Reuters-Logo Reuters 25.11.2021
ARCHIV: Ifo-Präsident Clemens Fuest in einem Interview mit Reuters in Frankfurt am Main, Deutschland, 10. Februar 2014. REUTERS/Ralph Orlowski © Reuters ARCHIV: Ifo-Präsident Clemens Fuest in einem Interview mit Reuters in Frankfurt am Main, Deutschland, 10. Februar 2014. REUTERS/Ralph Orlowski

Berlin (Reuters) - Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert die Ampel-Parteien auf, die geplanten "Superabschreibungen" noch deutlich auszuweiten.

Sie sollten nicht nur auf Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung beschränkt werden, sagte der Ökonom am Donnerstag. Es wäre von Vorteil, stärker in die Fläche zu gehen, also eine geringere Förderung für mehr Firmen. Beschleunigte Abschreibungen seien ein wirksames Mittel, um für mehr Wachstum zu sorgen.

Der designierte Bundesfinanzminister Christian Lindner von der FDP will vor allem private Investitionen anschieben. Dazu soll es in den Jahren 2022 und 2023 "Superabschreibungen" geben - bei Investitionen in den Klimaschutz und die Digitalisierung. Details zur genauen Abschreibungshöhe blieben im Koalitionsvertrag aber offen.

Fuest sagte, eine Eingrenzung auf zwei Förderpunkte sei nicht zweckmäßig. Es gebe schon andere umweltpolitische Instrumente, die Investitionen in diese Richtung lenkten. Innovationen könnten zudem gehemmt und das Steuerrecht noch komplizierter werden.

Würde die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP mehr Unternehmensinvestitionen durch eine Verkürzung der Abschreibungsdauer auf 40 Prozent des bisherigen Zeitraums fördern, würde dies anfänglich Steuerausfälle von rund 17 Milliarden Euro verursachen. Nach einer Übergangszeit stiegen jedoch Investitionen, Beschäftigung und Löhne deutlich, so Fuest. Langfristig seien sogar Steuermehreinnahmen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro pro Jahr zu erwarten. Außerdem wäre die Wirtschaftsleistung um drei Prozent höher als ohne die Reform.

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