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Finanzen aktuell

Tesla wird tausende Mitarbeiter entlassen

WIRED-Logo WIRED 13.06.2018

Bei Tesla läuft es derzeit besser als im vergangenen Jahr. Aber offenbar nicht gut genug: Elon Musk hat angekündigt, dass 9 Prozent der fast 40.000 Mitarbeiter gehen müssen.

© Elon Musk / Tesla

Die vielen Kritiker von Tesla lagen nicht wirklich richtig aber offenbar auch nicht vollkommen falsch. Erst Anfang des Jahres hatte der ehemalige Ford-, Chrysler- und jetzige General-Motors-Manager Bob Lutz vorausgesagt, dass Tesla sich zielsicher Richtung eines Bankrott manage. Der Analyst John Thompson hatte im März eine Pleite für den jetzigen Juni prophezeit. Das waren Aussagen, die Elon Musk am 1. April mit einer scherzhaften Pleitemeldung auf Twitter hochnahm – und dann mit Positivmeldungen konterte. Aber dennoch: Wie Bloomberg erst kürzlich kalkulierte, gibt Tesla pro Minute über 7.430 US-Dollar aus. Ein Wert, der nicht im Verhältnis zu den Einnahmen und Rücklagen steht. Das musste offenbar jetzt auch Elon Musk einsehen.

Wie der US-Milliardär in einer Rundmail an seine Mitarbeiter schrieb, „müssen wir eine schwierige Entscheidung treffen und etwa neun Prozent unserer Kollegen über das gesamte Unternehmen hinweg gehen lassen.“ Die Mail war bereits kurz nach dem Versand geleaked und deren Inhalt von Musk auf Twitter bestätigt worden. Es seien „harte aber notwendige“ Reorganisationsschritte, die bei Tesla durchgeführt würden. Insgesamt beschäftigt der E-Auto- und Batteriebauer derzeit zwischen 37.000 und 40.000 Vollzeitkräfte.

„Da Tesla in den fast 15 Jahren seines Bestehens noch keinen Jahresgewinn gemacht hat, ist unsere Motivation wohl eindeutig", schreibt Musk. Durch die Entlassungen von rund 3.500 Mitarbeitern und gezielten Umstrukturierungen sollen zuvorderst die monatlichen Kosten gesenkt und das Unternehmen näher an die Profitabilität gerückt werden. Die Einschnitte sollen keine Mitarbeiter in der Fahrzeugproduktion treffen – die Fertigungsziele für das Model 3 wären weiterhin die gleichen. Stattdessen wären viele Stellen im Unternehmen betroffen, die mal sinnig schienen aber aus heutiger Sicht nicht mehr zu rechtfertigen seien. Andere Positionen wären doppelt besetzt. Das heißt: Es dürfte auch einige hochrangigere Angestellte treffen.

Dem SpaceX-Gründer und Tesla-Chef zufolge wären die Schritte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ideologisch begründet. Denn sein und das Ziel von Tesla wäre es, die Verbreitung und Nutzung sauberer und nachhaltiger Energien voranzutreiben. Aber das lasse sich nicht erreichen, wenn Tesla nicht zeige, dass dies ein profitables Geschäftsmodell darstelle. Das sei rückblickend, wie Musk zugibt, wohl „eine berechtigte und faire Kritik“ an Tesla gewesen.

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