Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

US-Notenbank: Wirtschaftsexpertin Cook soll als erste schwarze Frau in Fed-Vorstand einziehen

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL vor 2 Tagen Michael Brächer

Joe Biden hat die Wirtschaftsexpertin Lisa Cook für den Gouverneursrat der Federal Reserve nominiert. Wenn sie vom US-Senat bestätigt wird, wäre sie die erste schwarze Frau in der Führungsriege der Notenbank.

© - / AFP

Mit der Wirtschaftsprofessorin Lisa Cook soll erstmals eine schwarze Frau in den Vorstand der US-Notenbank Fed einziehen. US-Präsident Joe Biden nominierte Cook am Freitag für den sogenannten Gouverneursrat der Federal Reserve.

Cook gilt als eine der wenigen prominenten schwarzen Ökonominnen in den USA. (Hier können Sie ein SPIEGEL-Interview mit Cook aus dem Jahr 2020 lesen, in dem sie über den Rassismus in ihrer Branche berichtete.)

Der Präsident nominierte außerdem den Wirtschaftsprofessor Philip Jefferson als Fed-Gouverneur. Jefferson würde bei einer Bestätigung durch den Senat der vierte schwarze Mann in diesem Amt in der Geschichte der Notenbank.

Zudem nominierte Biden die Finanzexpertin Sarah Bloom Raskin für das siebenköpfige Führungsgremium der Federal Reserve. Sie soll für die Aufsicht über die Banken des Landes zuständig sein. Sollten alle Kandidaten vom Senat bestätigt werden, säßen im Fed-Vorstand mehr Frauen als Männer. Das Weiße Haus erklärte, die Nominierten würden eine »seit Langem überfällige Diversität in die Führung der Federal Reserve bringen«.

Biden hatte Ende vergangenen Jahres Fed-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit nominiert. Fed-Gouverneurin Lael Brainard soll neue Vizechefin der Notenbank werden.

»Wir befinden uns in einem Moment des historischen wirtschaftlichen Fortschritts und zugleich einmaliger wirtschaftlicher Herausforderungen«, erklärte Biden am Freitag mit Blick auf die wirtschaftliche Erholung von den Folgen der Coronapandemie, die zur höchsten Inflation seit knapp 40 Jahren geführt hat. Deswegen sei eine »solide und unabhängige« Führung der Notenbank wichtig.

Die designierten Fed-Vorstandsmitglieder würden die USA auf einem »Pfad der starken, nachhaltigen Erholung« halten und zugleich sicherstellen, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise nicht dauerhaft festsetze, erklärte Biden weiter. Die Inflationsrate war im Dezember auf sieben Prozent angestiegen und damit den höchsten Wert seit knapp 40 Jahren. Die hohe Inflation schadet Biden politisch.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von DER SPIEGEL

image beaconimage beaconimage beacon