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Finanzen aktuell

"Staatseinfluss": OMV-Aufsichtsratschef Löscher kündigt Rücktritt an

KURIER-Logo KURIER 14.09.2018 andrea.hodoschek

In einem Brief an Finanzminister Löger kritisiert der Spitzenmanager den Plan der Regierung, den Staatseinfluss zu stärken.

Noch-Aufsichtsratschef Peter Löscher © APA/HERBERT PFARRHOFER Noch-Aufsichtsratschef Peter Löscher

Knalleffekt bei der teilstaatlichen OMV: Der ehemalige Siemens-Konzernchef Peter Löscher kündigte am Freitag in einem Brief an Finanzminister Hartwig Löger seinen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender des Öl- und Gaskonzerns mit der Hauptversammlung 2019 an. 

Dieser Brief liegt inzwischen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor.

Löscher protestiert in seinem Schreiben sehr deutlich gegen den Einfluss des Staates und das Ziel der Regierung, die Beteiligungen "wieder stärker unter direkte staatliche Kontrolle zu bringen".

Er respektiere den Willen der Bundesregierung auch dann, "wenn ich zu der ordnungspolitischen und marktwirtschaftlichen Strategie, die hinter Ihrem Vorstoß liegt, nicht durchgehend Ihrer Auffassung bin". Die Stärke des bisherigen österreichischen Modell beruhe auf der richtigen Balance von einem mittelbaren staatlichen Einfluss einerseits und der Einbindung "unabhängiger, wirtschaftserfahrener Persönlichkeiten an der Spitze von Aufsichtsgremien andererseits".

So sehr er den politischen Anspruch einer ökonomisch stärkeren Interessenswahrnehmung und und staatlichen Beeinflussung der Bundesregierung nachvollziehen könne, „so sehr bin ich auch unternehmerisch geprägt“. Der Österreicher Löscher wurde im Juni 2016 an die Spitze des OMV-Aufsichtsrates gewählt.

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