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Finanzen aktuell

Wiener Startup pleite: Selbstfüllende Wasserflasche bleibt leer

KURIER-Logo KURIER 10.09.2018 Redaktion kurier.at

1.500 Crowdfunding-Investoren bekommen das erhoffte Produkt nicht. Kritiker waren von Anfang an skeptisch.

Symboldbild. Eine Flasche die fast leer/etwas voll ist. © APA/AFP/EDUARDO MUNOZ ALVAREZ / EDUARDO MUNOZ ALVAREZ Symboldbild. Eine Flasche die fast leer/etwas voll ist.

Das Wiener Start-up Fontus ist mit seiner Idee einer Trinkflasche, die sichüber die Luftfeuchtigkeit selbst befüllt, baden gegangen. Im April sammeltedie Fontus Water Technology GmbH über die Crowdfunding-Plattform Indiegogovon rund 1.500 Unterstützern insgesamt rund 325.000 Euro als Anzahlung fürdie noch zu entwickelnde Flasche ein, die nun aber doch nicht produziertwird.

Mit dem eingesammelten Geld wollte Fontus die Entwicklung der Trinkflaschefinanzieren, die vor allem für Outdoor-Sportarten gedacht war. Allerdingshabe die Entwicklung weit mehr gekostet als geplant und für dieSerienproduktion sei nun kein Geld vorhanden, erklärte das Unternehmen.

Den Gläubigern wird nach Angaben des KSV1870 eine 20-prozentige Quote aufihre Forderungen angeboten, zahlbar innerhalb von 24 Monaten ab Annahme desSanierungsplans. Die Anmeldefrist läuft bis 29. Oktober 2018, dieSanierungsplantagsatzung ist am 12. November.

Kritiker hatten schon frühzeitig massive Zweifel an der technischenUmsetzbarkeit der selbstfüllenden Wasserflasche geäußert. Die Idee war, dieWasserflasche durch den Fahrtwind beim Radfahren oder mit Hilfe vonSolarmodulen zu kühlen und das dabei entstehende Kondenswasser aufzufangen.Den Skeptikern zufolge hätte das nur bei tropischem Wetter oder mit einemsehr großen Solarpaneel funktioniert.

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