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Wirtschaft in Deutschland und Eurozone büßte Tempo ein

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Ökonomen: Corona-Nachholeffekt fast wieder verpufft © APA/dpa Ökonomen: Corona-Nachholeffekt fast wieder verpufft

Das Wachstum der Wirtschaft in Deutschland und der Eurozone hat sich überraschend kräftig abgekühlt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank im Juni um 2,4 auf 51,3 Punkte und damit auf ein Sechs-Monats-Tief, wie S&P Global zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 800 Firmen in Deutschland mitteilte. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 53,1 Zähler erwartet.

Damit hält sich das an den Finanzmärkten stark beobachtete Barometer nur noch leicht über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Die Daten zeigten, "dass die deutsche Wirtschaft praktisch den gesamten Schwung verloren hat, den sie durch die Lockerung der Corona-Beschränkungen gewonnen hatte", sagte S&P Global-Ökonom Phil Smith.

Im Service-Sektor schwächte sich das Wachstum bereits das zweite Mal in Folge stark ab. Während das Barometer allein für die Dienstleister unerwartet deutlich von 55,0 auf 52,4 Punkte zurückging, fiel der Index für die Industrie um 2,8 auf 52,0 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren. "Als Bremsklotz erwiesen sich die rückläufigen Auslandsbestellungen", erklärte S&P. Zudem gerate auch die Inlandsnachfrage infolge der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheit unter Druck.

Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Eurozone sank unerwartet kräftig um 2,9 auf 51,9 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten. "Dem Wirtschaftswachstum der Eurozone geht allmählich die Puste aus", sagte Chris Williamson von S&P Global Markt Intelligence. Intelligence.

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