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Bakterien-Gefahr: Duschen kann krank machen

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 07.11.2018 Judith Kerstgens
© iStockphoto

Eigentlich duschen wir, weil wir uns danach sauber und hygienisch fühlen. Offenbar kann jedoch genau das Gegenteil die Folge sein: Wissenschaftler fanden heraus, dass dadurch Bakterien vom Duschkopf übertragen werden können.

Krank durchs Duschen? Was Forscher der Universität von Colorado in einer Studie herausgefunden haben, ist wirklich erschreckend: In Duschköpfen können gefährliche und sogar lebensbedrohliche Bakterien schlummern, die durch das Wasser auf den Körper übertragen werden.

"Es ist wichtig, zu verstehen, wie sich die Mykobakterien verbreiten, insbesondere im Haushalt", erklärt Studienautor Matt Gebert den Hintergrund der Untersuchung.

Die meisten Proben waren harmlos

Die gute Nachricht zuerst: Der Großteil der in der Studie untersuchten Proben enthielt nur harmlose Mikroben.

Wie Studienautor Noah Fierer erklärt, gab es jedoch auch alarmierende Einzelfälle. Ein Beispiel sind Bakterien der Gattung Mycobacterium, die unter anderem für Tuberkulose und Lepra verantwortlich sein können.

Insgesamt fanden die Forscher bei der Analyse der DNA von 656 Biofilmproben aus Haushaltsduschen in den USA und Europa fast 200 Bakterienarten.

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Bakterien vor allem in den USA zu finden

Auffällig war, dass Mykobakterien in US-amerikanischen Duschen verhältnismäßig häufiger vorkamen als in europäischen.

Der Grund dahinter könnten verschiedene chemische Zusammensetzungen bei der Reinigung des Wassers sein, so die Vermutung der Experten.

So werde in den USA vor allem Chlor verwendet – ein Mittel, gegen das die Bakterien leicht Resistenzen bilden können.

Es lagen jedoch auch deutlich mehr Stichproben aus den USA (606) als aus Europa (50) vor.

 

Kunststoffbrausen weniger verunreinigt

Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass Metallduschköpfe stärker mit Mikroben belastet waren als Modelle aus Plastik.

Wie die Forscher vermuten, sorgen eventuell Chemikalien im Plastik dafür, dass die Bakterien sich weniger stark vermehren können.

In weiteren Untersuchungen wollen die Wissenschaftler die genauen Gründe für ihre Ergebnisse erforschen.

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