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Brustkrebs: Frühaufsteherinnen erkranken seltener

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de 21.05.2019 Christiane Fux

Frauen, die morgens zur Höchstform auflaufen, erkranken seltener an Brustkrebs als spätaktive Damen. Dabei könnten die Gene eine zentrale Rolle spielen.

© contrastwerkstatt - Fotolia

Ob ein Mensch ein nachtaktiver „Eulentyp“ ist oder zu den früh erwachenden „Lerchen“ gehört, ist keine Charakterfrage, sondern wird vor allem von seinen Genen bestimmt. Schon vor einiger Zeit haben Wissenschaftler herausgefunden, welche Varianten des Erbguts dabei eine Rolle spielen. Auf dieser Basis haben Forscher um Rebecca Richmond vom National Cancer Research Institut die Daten von mehr als 400.000 Frauen ausgewertet.

Vorteil für „Lerchen“

Dabei konzentrierten sie sich auf einen Zusammenhang zwischen Aktivitätstyp und Brustkrebs. Demnach sind Frühaufsteherinnen, sogenannte „Lerchen“, im Vorteil: Sie haben im Vergleich zu „Eulen“ ein um 40 Prozent niedrigeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Auch wer mehr als die empfohlenen sieben Stunden pro Nacht schlummert, ist offenbar gefährdeter: Mit jeder weiteren Stunde Schlafes erhöht sich das Risiko für bösartige Tumoren in der Brust um 20 Prozent.

Einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Brustkrebs konnten die Forscher in dieser Untersuchung nicht finden. Die Ergebnisse ergänzen jedoch vorangegangene Studien, die ein erhöhtes Krankheitsrisiko bei Schichtarbeitern nachweisen – darunter auch für Krebs.

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Genetische Daten im Fokus

Für ihre Untersuchung hatten sich die Forscher auf zwei große britische Studienprogramme gestützt, für die das genetische Profil der Teilnehmerinnen untersucht worden war. Die Möglichkeit, sich auf genetische Faktoren zu konzentrieren, bot einen entscheidenden Vorteil: Anders als bei bloßen Befragungen zum Lebensstil entstehen dabei keine Unschärfen durch Umwelteinflüsse. Auch, ob eine schlummernde Krebserkrankung den Tagesrhythmus beeinflussen könnte, kann hier keine Rolle spielen.

Leben gegen die innere Uhr?

Wie Aktivitätstyp und Brutkrebs genau zusammenspielen, wollen die Forscher in weiteren Untersuchungen klären. Denn noch ist unklar, ob der genetisch festgelegte Tagesrhythmus und damit einhergehenden Umweltfaktoren wie Licht oder aber die entsprechenden Gene direkt das Krebsrisiko beeinflussen.

Ebenso denkbar wäre es, dass Eulen in der auf Morgenmenschen ausgerichteten Lebenswelt dauernd dagegen ihre innere Uhr leben müssen und daher chronisch unter physiologischem Stress stehen. „Einfach seine Gewohnheiten zu ändern, hat möglicherweise keinen Einfluss auf das Krebsrisiko“, sagt Richmond. Wer eigentlich eine Eule ist, und sich zwingt früh aufzustehen, profitiert somit womöglich nicht, sondern könnte seine Gesundheit sogar belasten.

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