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Herzinfarkt: Schmerzen in den Beinen ernst nehmen!

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de vor 5 Tagen Christiane Fux

© jomkwan7-Fotolia

Zuerst spürt man es beim Gehen: Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind die Arterien im Becken und den Beinen verengt. Die Unterversorgung der Muskeln verursacht dann Schmerzen, meist in den Waden. Sie zwingen die Betroffene immer wieder, stehen zu bleiben. Darum wird das Phänomen auch „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Engpässe im Blutstrom

Meist sind das jedoch nicht die einzigen Engpässe im Gefäßnetz des Körpers: Eine Arteriosklerose, bei der sich Plaques an den Innenwänden der Arterien ablagern, kann überall im Körper auftreten. Besonders gefährlich wird es, wenn die Herzkranzgefäße betroffen sind, die das Herz mit Sauersoff und Nährstoffen versorgen. Verschließen sie sich ganz, erleidet der Patient ein Herzinfarkt. Sitzt die Engstelle in der Versorgung des Gehirns, droht ein Schlaganfall.

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Beim Liegen Schmerzen in den Zehen

„Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Prof. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt, sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Frühzeitig abklären lassen sollte man auch Schmerzen, die beim Liegen in der Zehenregion auftreten. Besonders wahrscheinlich ist eine pAVK, wenn sich die Beschwerden bessern, sobald man aufsteht.

Einfache Abklärung

Eine pAVK lässt sich gut mithilfe eines einfachen Tests feststellen: Der Arzt tastet dazu den Puls in den Leisten sowie am Fuß und misst den Blutdruck der Knöchel- und Zehenarterien. Ist der Puls abgeschwächt oder fehlt er sogar ganz, liegt eine „pAVK“ vor. Per Ultraschall lässt sich anschließend das Ausmaß der Gefäßerkrankung ermitteln.

Lebensstiländerung und Medikamente schützen vor

Dann können Gegenmaßnahmen ergriffen werden: Lebensstiländerungen, wie beispielsweise eine herzgesündere Ernährung und mehr Bewegung, aber auch die Einnahme von Blutfettsenkern und Blutdrucksenkern. So lässt sich verhindern, dass die Arteriosklerose schnell voranschreitet. Bessern sich die Beschwerden in den Beinen nicht, kann der normale Blutfluss mit einem Katheter wiederhergestellt werden.

Unbehandelt verschlechtert sich der Zustand der Patienten mit pAVK. Erst treten die Schmerzen auch in Ruhe auf. Im späten Stadium bilden sich offene Geschwüre an den Beinen. Rechtzeitig therapiert, lässt sich solch ein dramatischer Verlauf aber oft verhindern. Und auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sinkt.

Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit ist keine Seltenheit: In einer US-Studie konnte sie bei fast sechs Prozent der über 40-Jährigen festgestellt werden. Bei Menschen über 60 Jahren oder über 50-Jährigen, mit bekannten Risikofaktoren für Arteriosklerose (z.B. Raucher, Diabetiker, Bluthochdruckpatienten) sind sogar 40 Prozent betroffen. Allerdings spüren 50 bis 60 Prozent der Betroffenen nichts davon.

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