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Licht und süßes Blut: Mythen rund um Mücken

Das Haus vor 4 Tagen Sabrina Deckert
Wenn eine solche Armada Mücken aufs Fliegengitter anfliegt, liegt das sicher am Licht oder süßen Blut – oder doch nicht?! © Bereitgestellt von Das Haus Wenn eine solche Armada Mücken aufs Fliegengitter anfliegt, liegt das sicher am Licht oder süßen Blut – oder doch nicht?!

Mücken sind geschickte Angreifer und stechen im Bruchteil einer Sekunde zu. Manche Menschen sind häufiger von den Attacken betroffen, manche leiden weniger unter den Mücken. Klar, werden Sie jetzt sagen. Die Pechvögel haben halt süßes Blut. Oder das Licht im Schlafzimmer bei offenem Fenster eingeschaltet. Weiß doch jeder, dass man das nicht soll. Ist das so? Wir haben uns drei der Mythen rund um die fiesen Stechmücken mal genauer angeschaut. 

1. Mythos: Licht im Schlafzimmer lockt Mücken an

Nein, es ist nicht das Licht, das die Mücken bei offenem Fenster in Ihr Schlafzimmer lockt. Sie selbst sind der Grund, warum sich der tierische Besuch auch durch die kleinste Ritze im Fliegengitter den Weg in Ihre Wohnung sucht. Oder besser gesagt: Das Kohlendioxid, das Sie ausatmen, und der Geruch Ihrer Haut. Mücken stehen nämlich auf starke Gerüche, in diesem Fall ausgeatmetes CO2 oder einen für sie betörenden Körpergeruch. Beidem folgen Sie unbeirrt bis zur Quelle – also direkt zu Ihnen. Und zwar auch im Dunkeln.

2. Mythos: Mücken bevorzugen süßes Blut

Der Geschmack des Bluts und ob es Dank der täglichen schokoladigen Nervennahrung süß oder weniger süß ist, spielt für Mücken keine Rolle. Weibliche Stechmücken brauchen das Bluteiweiß, um nach ihrer Befruchtung Eier produzieren zu können. Sie müssen uns folglich stechen, um Nachwuchs haben zu können. Angelockt werden Mücken jedoch von Ammoniak-, Milchsäure- und Harngeruch, den Menschen durch zersetzten Schweiß über ihre Haut abgeben. Dazu gehört auch ein für die Tiere attraktiver Geruch, den Frauen in einem bestimmten Moment ihres Zyklus abgeben. Ein weiterer Faktor, der Sie persönlich zu einem Leckerbissen für Mücken werden lässt, ist Ihre Nahrung. Was Sie essen und trinken wird nämlich auch über die Haut riechbar. Ganz vorne mit dabei: Alkohol. Den finden auch die fiesen Plagegeister lecker und fliegen Sie dann besonders gerne an. Aber auch Duftstoffe aus Parfüms oder anderen kosmetischen Artikeln locken Mücken an das menschliche Buffet. Raucher hingegen sind tendenziell für Stechmücken eher unappetitlicher.

3. Mythos: Brennendes Kaffeepulver vertreibt Mücken

Ob brennendes Kaffeepulver wirklich Stechmücken vertreiben oder von potenziellen Opfern fernhalten kann, ist noch nicht seriös wissenschaftlich untersucht worden. Experten vermuten jedoch, dass der brennende Kaffee mit seinem starken Geruch die Mücken von den Menschen ablenken beziehungsweise als eine Art Störsender funktionieren könnte und den Mücken so die Suche nach einem gut riechenden Opfer erschwert. Nach demselben Prinzip funktioniert auch die Mückenabwehr mit anderen Hausmitteln wie Duftkerzen, Lavendelpflanzen, Katzenminze, Tomatenpflanzen, Basilikum, Thymian oder erwärmtem Rosmarin. Wer sich verlässlich schützen möchte, sollte jedoch seinen Körpergeruch überdecken und auf handelsübliche Insektensprays mit Icaridin oder Diethyltoluamid zurückgreifen. Leider stehen diese beiden Stoffe gegen Mücken, Zecken und Co. im Verdacht, die Umwelt zu belasten. 

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