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Wie Blaubeeren den Blutdruck senken

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de 13.03.2019 Lisa Vogel
© Brian Jackson - Fotolia

Ob im Joghurt oder als Snack für Zwischendurch: Die auch Heidelbeeren genannten Früchte werden immer beliebter. Sie schmecken nicht nur aromatisch, wegen ihrer vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe gelten sie inzwischen als heimische „Superfruits“. Sie enthalten große Mengen an Provitamin A, Vitamin E und C sowie sogenannte Bioflavonoide.

Unter andrem soll der Verzehr von Blaubeeren Alterungsprozessen entgegenwirken, vor Zellschäden schützen und so vor Demenz, Krebs und Herzinfarkt schützen. Dr. Ana Rodriguez-Mateos vom Department of Nutritional Sciences des King’s College London hat nun in einer Studie die Wirkung der Beeren auf einen weiteren wichtigen Gesundheitsfaktor untersucht: den Blutdruck.

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200 Gramm Blaubeeren täglich

Einen Monat lang servierten die Forscher 40 Studienteilnehmer täglich ein Getränk. In der Wirkstoffgruppe enthielt der Drink 200 Gramm Blaubeeren. Die Kontrollgruppe bekam ein ähnliches Getränk ohne die Früchte. Die Wissenschaftler untersuchten Blut- und Urinwerte der Teilnehmer ebenso wie den Blutdruck und die Elastizität der Oberarmarterie – ein Indikator für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Beeren-Drink senkt Blutdruck

Ein erster Effekt auf die Blutgefäße zeigte sich bereits zwei Stunden nach dem Konsum des Blaubeer-Drinks. Die Inhaltsstoffe der Beeren verbessern die Funktion der Endothelzellen. Diese Zellschicht kleidet die Innenseite der Blutgefäße aus und reguliert die Gefäßfunktion. Beispielsweise passten sich die Oberarmarterien der Blaubeertrinker dem Blutstrom besser an als bei der Kontrollgruppe.

Das verbessert langfristig den Blutdruck: Nach einem Monat sank der systolische Druck der Blaubeer-Gruppe um 5 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). „Wer ein Leben lang täglich Blaubeeren isst und der Effekt tatsächlich anhält, könnte sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 20 Prozent senken“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Rodriguez-Mateos.

Wirkung durch Heidelbeerblau

Auch der Frage, auf welche Inhaltsstoffe der Beeren diese Wirkung zurückzuführen ist, sind die Wissenschaftler nachgegangen. Bei Versuchen verglichen sie die Wirkung der einzelner Inhaltsstoffe mit der Wirkung des gesamten Getränks.

Vor allem ein Bestandteil tat sich hervor: Die enthaltenen Anthocyanine, der Pflanzenfarbstoff, der den Beeren das kräftige Blau verleiht. „Auch wenn es am besten ist, die ganze Beere zu essen, hat unsere Studie gezeigt, dass die stärksten Effekte auf den enthaltenen Anthocyanine beruhen“, sagt Rodriguez-Mateos.

Jeder Dritte ist betroffen

Liegt der Blutdruck über einem Wert von 140 zu 90 mmHg, sprechen Mediziner von Bluthochdruck (Hypertonie). In Deutschland sind etwa 20 bis 30 Millionen Menschen davon betroffen – das ist fast jeder Dritte. Unbehandelt schädigt das die Gefäße und führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen. Das Problem: Bluthochdruck bleibt oft lange unbemerkt, da er meist keine Beschwerden verursacht. Regelmäßige Blutdruckmessungen sind daher wichtig, um rechtzeitig gegenzustuern.

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