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Zinkmangel begünstigt Bluthochdruck

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de 18.06.2019 Christiane Fux

Zink beeinflusst die Arbeit der Nieren

Zink beeinflusst die Funktion der Nieren. Und diese ist einer der großen Mitspieler bei der Regulierung des Blutdrucks. Unter anderem können die Nieren über die Ausscheidung von Natrium das Blutvolumen und damit den Blutdruck anpassen.

Scheiden sie viel Natrium aus, werden dem Blut entsprechende Mengen Wasser entzogen, damit die Natriumkonzentration im Serum im normalen Bereich bleibt. Weniger Flüssigkeit in den Gefäßen lässt dann naturgemäß den Blutdruck sinken. Typisch für einen hohen Blutdruck ist umgekehrt eine geringe Natriumkonzentration im Urin.

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Vorangegangene Untersuchungen haben gezeigt, dass Zink eine Mittlerrolle bei diesem Geschehen spielt. In Tests mit Mäusen haben Forscher um Clintoria Williams von der Emroy University in Atlanta nun den dahinterstehenden Mechanismus entschlüsselt.

Zink normalisiert den Blutdruck

Ein Arzt kontrolliert den Blutdruck seines Patienten © stokkete@Fotolia Ein Arzt kontrolliert den Blutdruck seines Patienten

Die Wissenschaftler beobachteten, dass Mäuse mit Zinkmangel tatsächlich Bluthochdruck entwickelten. Entsprechend ging damit ein Abfall der Ausscheidung von Natrium mit dem Urin einher. Erhielten die Tiere zinkreiches Futter, stiegen die Natriumspiegel im Urin an und der Blutdruck normalisierte sich.

In Test mit Nierenzellen konnten die Forscher zeigen, dass Zink den sogenannten Thiazid-sensitiven Cotransporter (Natrium-Chlorid-Cotransporter) reguliert. Dieses Protein pumpt Natrium, Kalium und Chlorid aus der Niere in das Blut. Steht zu wenig Zink zur Verfügung, scheidet die Niere weniger Natrium mit dem Urin aus. Dementsprechend bleiben das Blutvolumen und damit auch der Blutdruck erhöht.

Zinkmangel tritt bei Diabetes häufig auf

Von besonderer Bedeutung könnte diese Erkenntnis unter anderem für Diabetiker sein. Sie leiden häufig unter Zinkmangel, aber auch Bluthochdruck. Bei erhöhten Werten sollten sie ihren Zinkstatus prüfen lassen und gegebenenfalls durch Nahrungsergänzungsmittel oder eine zinkreiche Ernährung einem Mangel gegensteuern. Auch Vegetarier, vor allem aber vegan lebende Menschen nehmen oft nicht genügend Zink zu sich, da Zink vor allem über tierische Lebensmittel aufgenommen wird.

So äußert sich Zinkmangel

Zinkmangel ist nicht selten. Mögliche Beschwerden sind Appetitverlust, trockene Haut, brüchige Haare und Nägel sowie Wundheilungsstörungen. Außerdem steigt bei Zinkmangel die Anfälligkeit für Erkältungen und andere Infektionen.

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