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Bitterschokolade: Stiftung Warentest: Ausgerechnet "faire" Schokolade schneidet schlecht ab – Discounter können's besser

stern-Logo stern 18.11.2020 tpo
Milchschokolade ist beliebt,  dunkle Schoki gilt aber als gesünder. © Getty Images/Eva-Katalin Milchschokolade ist beliebt,  dunkle Schoki gilt aber als gesünder.

Weniger Zucker, kein Heißhunger: Dunkle Schokolade gilt als gesund, ist aber weniger beliebt. Stiftung Warentest hat 24 Produkte verkostet - in sechs wurden Schadstoffe gefunden. Auch eine "faire" Schoki fällt negativ auf.

Zum Abend ein Stück Schokolade oder zwei zu naschen, kann schlechte Tage in gute verwandeln. Schokolade gilt als Seelenschmeichler. 9,2 Kilogramm Schoki essen Deutsche im Schnitt pro Jahr. Die meisten greifen zur Milchschokolade. Nur ein Viertel der Käufer lässt sich die dunkle Variante, die gern mit feinherb, edel oder zartbitter beschrieben wird, schmecken. Stiftung Warentest hat 24 Bitterschokoladen auf Geschmack und Qualität geprüft.

Dunkle Schokolade ist weniger süß und verspricht gesünder zu sein als Milchschokolade. Auch Ernährungsmediziner Johannes Georg Wechsler spricht sich für das bittersüße Vergnügen aus. Bitterschokolade lasse den Blutzuckerspiegel langsamer steigen und stille das Appetitgefühl schneller. "So führt sie weder zum Kontrollverlust, noch zu Heißhungerattacken", erklärt er gegenüber "Warentest". Ausschlaggebend vor allem ist aber der geringere Zuckeranteil, der sich positiv auf die Gesundheit auswirke. Ist Bitterschokolade also die bessere Wahl?

Discounter-Schoki hält mit

Stiftung Warentest hat sich dunkle Schokoladen mit Kakaogehalten von 60 bis 75 Prozent genauer angesehen. 13 von 24 Schokoladen sind gut. Darunter sind sowohl Markenschokoladen, aber auch Discounter-Produkte. Testsieger ist "Edle Bitter" aus dem Hause Hachez ( Note 1,7). Sie gehört mit einem Preis von 1,99 Euro auf 100 Gramm zu den teureren im Test, überzeugte aber durch eine "komplexe, sehr starke aromatische Kakaonote".

Ebenfalls top ist die Schokolade von Lindt (1,8), die schlägt allerdings mit 2,29 Euro zu Buche und ist sogar noch einen Ticken teurer als der Testsieger. Das muss nicht sein, auch die Discounter-Produkte können mithalten. Die Aldi-Schokolade von "Moser Roth" schmeckte den Warentestern ebenfalls sehr gut und kostet nicht einmal die Hälfte im Vergleich zum Testsieger.

Nachhaltige Kakaowirtschaft, faire Preise und Schutz des Regenwaldes werden immer wichtiger. Jede dritte Bitterschokolade im Test verspricht mit einem Nachhaltigkeitssiegel genau auf solche Faktoren zu achten. Warentest hat sich angesehen, ob die Versprechen auch eingehalten werden. Besonders überzeugte das Konzept von "Fairafric". "Die Firma produziert in Ghana, schafft Arbeitsplätze und zahlt Farmen hohe Prämien", heißt es in der Bewertung.

Trotzdem schneidet die Bitterschokolade im Test schlecht ab. Sie landet gemeinsam mit dem Produkt von "Rotstern" am Ende des Vergleichs, beide Schokoladen sind insgesamt laut Stiftung Warentest nicht besser als ausreichend. In den beiden Produkten sowie in vier weiteren Schokoladen wurden aromatische Mineralölkohlenstoffe nachgewiesen. Warentest schreibt, diese könnten sich "in Organen anreichern und sie schädigen". Zwar seien die Rückstände nicht akut schädlich, besser wäre es allerdings, "die Schokoladen nicht täglich aufzutafeln". 

Den kompletten Test finden Sie kostenpflichtig auf test.de.

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