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So bitte nicht: 5 veraltete Methoden, mit denen du dein Kind nicht zum Gemüse-Essen erziehst

BUNTE.de-Logo BUNTE.de vor 5 Tagen BUNTE.de Redaktion
Kind will kein Gemüse © iStock / gpointstudio Kind will kein Gemüse

Welches Essen liegt auf deinem eigenen Teller? Wenn da mehr Nudeln, Fleisch, Soße, Wurst oder Käse landet als Gemüse, dann wäre es durchaus naheliegend, dass auch die Sprösslinge sich nicht allzu viel aus dem "Grünzeug" machen, das angeblich so gesund sein soll. "Warum isst du es dann nicht selbst?", lautet irgendwann die berechtigte Frage des Juniors. Eine schnippische Antwort wie "Ich habe als Kind schon genug davon gegessen", wird den jungen Gemüseskeptiker nicht wirklich überzeugen. Die zertifizierte Ernährungsberaterin Sarah Almond Bushell sagt sie in einem Interview auf "theguardian.com": "Wer dasselbe Essen teilt, mit einer sparsamen, kindgerechten Portion Gemüse für die Kleinen, wird sicher mehr Erfolg haben."

Frühlingsgemüse, das jetzt auf deinen Teller kommen sollte!

Verstecke das Gemüse nicht – dein Kind wird es merken

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Bushell betreibt ein in den USA sehr populäres Portal zum Thema Ernährung für Kinder, The Children Nutritionist. Sie warnt: Auch wenn es dir als Mutter verlockend erscheint, Gemüse-Nuggets als überbackenes Hähnchen oder Blumenkohlbrei als Kartoffelbrei auszugeben, weil dein Kind das mag: Tue es nicht. Wahrscheinlich geht es schon beim ersten Mal schief, spätestens beim zweiten Mal wird dein Kind die Nuggets nur noch bei McDonald's essen, weil es dir nicht mehr vertraut. Wenn du willst, dass dein Kind Gemüse isst, dann gib ihm ein Mitspracherecht. Das führt zu einem gesunden Umgang mit Gemüse im Alltag. Und wenn es eine ganze Weile nichts anderes als die erprobten und für gut befundenen Möhrchen gibt – sei's drum. Die kann man dann ja auch irgendwann mit etwas Neuem kombinieren, dann ist das Kind eher offen, auch mal Erbsen, Bohnen oder Kürbis dazuzunehmen.

So ernährst du dich ausgewogen

Halte deinen Kindern keine Vorträge über gesundes Essen

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Dan Parker, der Marketingleiter von Veg Power, einer Crowdfunding-Organisation, die gesunde, kindgerechte Rezepte von berühmten Köchen wie Jamie Oliver anbietet, ist überzeugt, dass Vorträge über gesunde Ernährung Kinder im besten Fall nur abschrecken. "Meistens werden sie dich ignorieren", warnt Parker. Stattdessen kannst du das Gemüse aber auch mit ihnen gemeinsam zubereiten. Lass sie das, was auf den Teller kommen soll, während des Kochens mit allen Sinnen erfassen und erkunden: mit den Fingern, der Nase und der Zunge, und wenn es nur winzige Kostproben sind. Wie ist es, ein Stück vom Lauch abzureißen oder ihn zu schälen? Wie ist es, bei der Fenchelknolle das weiche Grün in den Finger zu zerreiben und daran zu riechen? Das funktioniert auch sehr gut mit Küchenkräutern.

Mache es spielerisch, rät auch das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): So kann man mit Stangensellerie fechten oder mit Rote-Bete-Saft ein Blatt oder ein altes T-Shirt bemalen. Dadurch verlieren Kinder die Scheu vor dem Unbekannten. Erst recht, wenn man das Gemüse im eigenen Garten miteinander anbaut und erntet. Gemeinsam im Laden aussuchen, zubereiten und essen, das sei ratsam, meint auch Dan Parker. Und Bushell ergänzt: "Serviere die Mahlzeit am besten in einer großen Schüssel, in der Mitte des Esstischs, aus der sich jeder bedienen kann." Das sei zugleich ein toller Weg, dem Kind mehr Eigenverantwortung zu übertragen.

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Kennt das Kind, was auf dem Teller liegt?

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Was für viele Erwachsene zutrifft, gilt auch genauso für Kinder: Was sie nicht kennen oder auch nicht erwartet haben, macht sie erst einmal misstrauisch. Insbesondere, wenn es so eine komische, abschreckende Farbe hat wie Spinat. Welche Süßigkeit ist schon grün, außer vielleicht Waldmeistereis?

Wenn es aber weiß, dass es bei jedem Essen, weil das die Regel ist, immer auch etwas Obst und/oder Gemüse dazu gibt, dann wird es sich langsam daran gewöhnen. Natürlich sollte es nicht jedes Mal ein anderes Gemüse sein, sondern etwas, was bereits öfter mal positiv getestet wurde.

Geduld, Geduld, Geduld

Veraltet: die Flinte zu früh ins Korn werfen

Eine weitere Regel: nicht gleich beim ersten Fehlversuch aufgeben. Es hilft, das abgelehnte Gemüse in gewissen Abständen immer wieder mal anzubieten. Die Geschmacksvorlieben der Kinder ändern sich und an manche Geschmacksrichtungen müssen sie sich langsam gewöhnen. Viele kleine Kinder mögen zum Beispiel keine Bananen, nicht mal als Brei. Und später lieben sie sie! Ähnlich ist es auch mit Tomaten oder Spargel. Das BZfE empfiehlt, das abgelehnte Gemüse beim nächsten Mal auf eine andere Weise zuzubereiten, zum Beispiel als Happen mit einem Dipp oder püriert als Soße.

Veraltet: Mit süßen Belohnungen locken

Und Vorsicht bei der Belohnung! Wenn schon, dann keine essbare, warnt Dan Parker von Veg Power. "Wer predigt: Erst das Gemüse, dann der Pudding, der glorifiziert den Pudding und dämonisiert das Gemüse."

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