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Zero Waste Einkaufen – wie du Müll vermeidest

SevenCooks-Logo SevenCooks 05.05.2019 SevenCooks Redaktion: SarahCooks
© Bereitgestellt von SmartFood GmbH & Co. KG

Plastik ist biologisch schlecht abbaubar und vermüllt zusehend unsere Meere und den Planeten. Wie du es beim Einkaufen ganz vermeiden kannst und welche nachhaltigen Alternativen es zur Aufbewahrung gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Zero Waste – Was ist das?

Bei Zero Waste geht es darum, nachhaltiger zu konsumieren und Müll zu vermeiden. Dabei gibt es 5 einfache Schritte zu beachten:

1. Refuse: Lehne Unnötiges ab um Müll zu vermeiden. Du kannst im Restaurant auf Plastikstrohhalme verzichten oder beim Einkaufen deine eigenen Stoffbeutel mitbringen.

2. Reduce: Versuche übermäßigen Konsum zu reduzieren und die Verschwendung von Ressourcen zu minimieren.

3. Reuse: Verlängere die Nutzungsdauer deiner Güter. Hierbei kannst du auf Mehrweg achten, statt Einweg zu kaufen.

4. Recycle: Achte auf eine ordentliche Mülltrennung und kaufe Verpackungen, die du recyceln kannst wie Glas oder Papier – anstelle von Einmal-Plastik.

5. Rethink: Hinterfrage das Gelernte und baue neue Anregungen mit in deinen Alltag ein.

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Zero Waste beim Lebensmitteleinkauf

Um beim Einkaufen Müll zu vermeiden, kommt es vor allem auf eines an: Vorbereitung. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks sparst du schon bei deinen Besorgungen eine Menge an Müll ein. Damit du perfekt vorbereitet bist, schaffst du dir am besten eine kleine Zero Waste Grundausstattung an, mit der du Plastikverpackungen aus dem Weg gehen kannst.

Zero Waste Grundausstattung

Die folgenden Gegenstände helfen dir beim reduzieren deines Mülls. Egal ob du deine eigenen Boxen mit in einen Unverpackt-Laden nimmst (Das ist ein ein verpackungsfreier Laden, in dem das gesamte Sortiment lose angeboten wird.), um Nudeln oder Reis abzufüllen oder deinen eigenen Stoffbeutel mit zum Bäcker bringst – wenn du diese Dinge immer bei dir hast, bist du super auf einen Zero Waste Einkauf vorbereitet.

Boxen aus Edelstahl oder Glas

Vor allem tierische Lebensmittel wie Käse oder Wurst, aber auch immer mehr Gemüse werden in Einmalplastik verpackt im Supermarkt angeboten. Das muss jedoch nicht sein! Lunchboxen aus Edelstahl oder aus Glas, mit einem Bambusdeckel, in verschiedenen Größen eignen sich beim Einkaufen für „nasse“ Lebensmittel wie Käse, Antipasti, Tofu oder Fleischprodukte vom Metzger und ersetzen leicht das Plastik.

Flaschen aus Glas oder Edelstahl

Zwar wurde der Deutsche durch unser Pfandsystem inzwischen dazu erzogen, seine Plastikflaschen zu recyceln und damit weniger Müll zu produzieren – das geht aber noch besser. Probiere doch mal Flaschen aus Glas oder Edelstahl aus. Diese sind ewig wiederverwendbar und halten unterwegs dein Wasser oder deinen Saft, im Gegensatz zu Plastik, schön kühl.

Getränke in PET-Flaschen, die oftmals sehr viel Zucker und künstliche Zusatzstoffe enthalten, kannst du damit von deiner Einkaufsliste streichen. Für ein wenig Geschmack kannst du Zitronensaft, Kräuter oder Beeren zu deinem Wasser geben. Solltest du das Glück haben, auf dem Land zu wohnen, kannst du auch Milch oder Joghurt frisch vom Bauer abfüllen und toll in den Flaschen transportieren und aufbewahren.

Nachhaltige To-go-Becher

Wusstest du, dass allein in Deutschland jede Stunde 320.000 Kaffeebecher im Müll landen? Auch mich hat diese Zahl überrascht. Wo doch jeder einzelne dazu beitragen kann, diese Zahl zu reduzieren. Denn wiederverwendbare Thermobecher aus Bambus, Glas oder Edelstahl eignen sich hervorragend für den morgendlichen Kaffee oder Tee. Du kannst sie – ganz nach dem Motto "Zero Waste" – problemlos ausspülen und beliebig oft wiederverwenden.

Schon gewusst? In vielen Läden gibt es einen Preisnachlass, für alle, die ihren Becher selbst mitbringen. Somit sparst du dir Geld und tust gleichzeitig noch etwas Gutes für die Umwelt.

Zero Waste-21 © Bereitgestellt von SmartFood GmbH & Co. KG Zero Waste-21 Zero Waste Einkaufen: Sag den Einwegbechern den Kampf an – mit einem wiederverwendbaren Thermobecher kannst du nachhaltig Kaffee und Tee genießen. Foto: Florian Ankner (SevenCooks)

Einmachgläser

Schraub- oder Einmachgläser sind total praktisch, um lose Trockenwaren (diese bekommst du in einem Unverpackt Laden) zu verstauen. Trockenwaren, die sich gut in Gläsern aufbewahren lassen, sind:

  • Nudeln
  • Reis
  • Hülsenfrüchte
  • Mehl
  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Getrocknete Früchte

Zero Waste-20 © Bereitgestellt von SmartFood GmbH & Co. KG Zero Waste-20 Zero Waste Einkaufen: Perfekt um trockene Lebensmittel aufzubewahren: Schraub- und Einmachgläser. Foto: Florian Ankner (SevenCooks)

Stoffbeutel und Gemüsenetze

Um Obst und Gemüse plastikfrei einkaufen zu können, kannst du Netze und Beutel aus Baumwolle verwenden. Diese sind luftdurchlässig und gut zu transportieren, da sie kaum Gewicht haben. Aber auch Brot und Brötchen lassen sich gut in einem Beutel verstauen und ersetzen dabei die Plastik- oder Papiertüte. Ein weiterer Vorteil der Beutel ist, dass du sie lange wiederverwenden und von Zeit zu Zeit einfach mit in die Waschmaschine werfen kannst.

Zero Waste-22 © Bereitgestellt von SmartFood GmbH & Co. KG Zero Waste-22 Zero Waste Einkaufen: Luftige Baumwollbeutel eignen sich super, um loses Gemüse einzukaufen. Foto: Florian Ankner (SevenCooks)

Zero Waste Tipps: Wo kann ich unverpackte Lebensmittel einkaufen?

In immer mehr Städten werden sogenannte Unverpackt-Läden eröffnet. Hier bekommst du plastik- und verpackungsfreie Lebensmittel. Lose und trockene Waren kannst du dir meist aus Glasspendern abfüllen. Hier ist es wichtig, dass du deine eigenen Boxen, Flaschen und Beutel mitbringst, um deinen Einkauf transportieren zu können.

Solltest du keinen dieser Läden in deiner Nähe haben, kommen hier ein paar Tipps, wie du trotzdem Verpackungs- und Plastikmüll sparen kannst:

  • In Bio- oder Hofläden kannst du oftmals regionale, frische und unverpackte Ware einkaufen.

  • Auch auf dem Wochenmarkt kannst du mit einer selbstmitgebrachten Stofftasche Obst und Gemüse einkaufen und dabei auf in Plastik eingewickelte Gurken, Äpfel und Co. verzichten.

  • Beim Bäcker kannst du dir deine Backwaren in einem luftdurchlässigen Stoffbeutel verpacken lassen und musst keine Papiertüten verwenden.

  • Solltest du zu tierischen Produkten greifen, kannst du deinen Metzger fragen, ob er dir Fleisch oder Aufschnitt in selbstmitgebrachte Boxen verpackt.

  • Im Supermarkt kannst du bei der Obst- und Gemüseauswahl zu losen Produkten greifen, anstatt die in Folie verpackten Lebensmittel auszuwählen. Die meisten Supermärkte haben Tomaten, Paprika, Gurken, Karotten, Salat sowie Äpfel, Birnen, Bananen, Trauben, Avocados und noch viele weitere Produkte lose im Angebot. Du kannst diese ganz einfach in einem Gemüsenetz verstauen und abwiegen.

Zero Waste-15 © Bereitgestellt von SmartFood GmbH & Co. KG Zero Waste-15 Zero Waste Einkaufen: Auch beim Bäcker kannst du Papiermüll vermeiden – mit einem herkömmlichen Brotbeutel. Foto: Florian Ankner (SevenCooks)

Lust auf mehr?

Du hast nun viele Tipps zum Zero Waste Einkauf bekommen – aber was du heute kochen sollst, das weißt du noch nicht? Kein Problem! In unserer Rezeptsammlung – Was koche ich heute? – haben wir dir gesunde Rezepte für dein Mittag- und Abendessen zusammengestellt. Probier's aus.

Titelbild: Florian Ankner (SevenCooks)

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