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So zieht man Ananas, Mango und Vanille im Topf

KLEINE ZEITUNG-Logo KLEINE ZEITUNG 14.01.2020 Kleine Zeitung

Vom Teller in den Blumentopf: Wenn es aus ökologischer Sicht nicht unbedingt sinnvoll ist, nach Avocado & Co. zu greifen: Hat man sie einmal gekauft, lohnt sich das Experimentieren mit diesen acht exotischen Früchten.

Kaffeepflanze im Topf / Bild: (c) sharafmaksumov - stock.adobe.com (Sharaf Maksumov) © Kaffeepflanze im Topf / Bild: (c) sharafmaksumov - stock.adobe.com (Sharaf Maksumov) Kaffeepflanze im Topf / Bild: (c) sharafmaksumov - stock.adobe.com (Sharaf Maksumov)

Die Vielfalt an Obst ist gerade in den frühen Wintertagen besonders groß. In den Gemüseregalen türmt sich nun eine Vielzahl tropischer Früchte, die dem heimischen Obst Konkurrenz machen. Wenn Sie zu Exoten greifen, schaffen Sie mit der Aufzucht einer Pflanze ein wenig Nachhaltigkeit. Es kommt auf den Versuch an.

1. Avocado

Der Kern, der vom saftigen Fruchtfleisch umschlossen ist, lässt sich ganz leicht zu einem stattlichen Blumenstock ziehen. Man reinigt den Kern, legt ihn für einige Tage ins Wasser und pflanzt den Samen dann sofort in eine sandige, durchlässige Blumentopferde. Die Pflanze wächst kräftig, vorausgesetzt, sie bekommt genug Licht, Wärme und vor allem auch Dünger. Das Gewächs ab und zu einkürzen, damit es sich verzweigt. Früchte wird es allerdings nicht geben - dafür fehlt die tropische Sonne.

2. Ananas

Der grüne Blattschopf der Früchte ist der Ausgangspunkt für eine neue Pflanze. Knapp unter dem ersten Blatt wird mit einem scharfen Schnitt das Fruchtfleisch abgeschnitten, dann werden einige Blätter entfernt und die Schnittstelle muss einige Stunden trocknen. Wer noch Grillkohle hat, der sollte ein Stück mit einem Hammer zerbröseln und mit dem Staub die Schnittstelle einreiben. Dann wird in leicht feuchte, sehr sandige Erde gesetzt (nur sanft in die Erde drücken und mit Holzstäbchen fixieren). Am besten die Ananas gleich mit einem großen Plastiksackerl abdecken, so bleibt die Luft „gespannt“, also feucht. Ganz warm aufstellen.

3. Mango

Sie haben ähnliche Ansprüche wie die Litschis (Nr. 8). Es ist besonders wichtig, dass der große, flache Kern möglichst exakt vom Fruchtfleisch gesäubert wird, damit es bei der Kultur im Topf zu keiner Fäulnis kommt. Dann in frische Aussaaterde setzen und auf dem Heizkörper zum Keimen bringen. Hell und sehr warm aufstellen, dann wächst die Pflanze problemlos.

4. Kaffee

Die Bohnen, die als das Genussmittel schlechthin gelten, lassen sich einfach ziehen. Freilich gelingt das nur mit frischen, ungerösteten Bohnen. Oft werden die Kaffeepflanzen als kleines Mitbringsel in Kaffeetassen in den Gärtnereien angeboten. Sofort in Töpfe setzen. Warm aufstellen und immer wieder übersprühen. Bei vielen Gartenfreunden haben die Pflanzen im Wintergarten sogar die kirschenähnlichen Früchte angesetzt.

5. Kakao

Der Baum der Tropen ist im Zimmer kaum zu ziehen, aber er ist oft in den Tropenhäusern der botanischen Gärten zu finden. Hohe Luftfeuchtigkeit und 30 Grad sind die wichtigsten Zutaten, damit sich direkt am Stamm die Blüten und später die großen Früchte bilden.

6. Tee

Camellia sinensis heißt die Teepflanze, die in den höheren Lagen vieler tropischer Inseln kultiviert wird. Nur die obersten zwei bis drei Blätter werden geerntet, getrocknet, fermentiert und ergeben dann das köstliche Heißgetränk. Die Pflanze ist wie die blühende Kamelie zu behandeln: Stellen Sie sie kühl und hell auf und gießen Sie sie mit Regenwasser. Mit etwas Glück gibt es dann sogar die kleinen weißen, leicht duftenden Blüten.

7. Vanille

Es ist eine auf Baumstämme kletternde Orchidee, die die Schoten ansetzt, aus denen nach einer langwierigen Fermentierung die köstliche Vanille gewonnen wird. Man kann sie nicht aus Samen ziehen, doch in manchen Gärtnereien findet man die Pflanzen. Früchte wird es kaum geben - nur Kolibris können diese Blüten befruchten, oder eben die geübte Hand eines Vanillezüchters.

8. Litschi

Das Fruchtfleisch der Litschi ist eine Köstlichkeit, zurück bleiben dann glänzend braune Kerne, die unter „tropischen“ Bedingungen auch ganz gut keimen. Dann allerdings wird es meist schwierig, wenn die Kultur nicht auf dem idealen Platz steht: Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen jenseits von 23 Grad sind notwendig, damit die Litschi einige Monate überlebt.

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