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Von Android 13 bis Google Watch: Das war die Google I/O

Die Presse-Logo Die Presse 12.05.2022 Barbara Steinbrenner
Bild: VIA REUTERS © Bild: VIA REUTERS Bild: VIA REUTERS

Die diesjährige Google I/O war gespickt mit Hardware-Ankündigungen, der Vorschau auf das neue Betriebssystem Android 13 und Neuerungen bei Google-Diensten. Fest steht: Google hat sich viel vorgenommen.

Den Wandel vom reinen Software-Unternehmen zu All-in-One-Konzernen hat Microsoft schon längst vollzogen. Google ging das Thema immer wieder halbherzig an. Zu Beginn gab es die sehr erfolgreichen Nexus-Smartphones und -Tablets, die dann wieder in der Versenkung verschwanden. Bei den Smartphones hat man sich jetzt völlig auf die Pixel-Serie fokussiert und vor drei Jahren auch die ersten Mittelklasse-Geräte vorgestellt.

Dann kam Corona und deswegen alles anders. Nun scheint der Suchmaschinen-Riese aber wieder auf Schiene zu sein und präsentierte am Mittwochabend das Pixel 6a - mit einer interessanten Strategie.

Sind High-End-Prozessoren meist auch nur den High-End-Geräten vorbehalten, will Google seinen eigenen Prozessor Tensor SoC (GS101) auch im Mittelklasse-Handy Pixel 6a verbauen, wodurch es auch 5G-fähig ist. Hinsichtlich der Leistung wird sich das 6,1 Zoll (15,49 cm) große Gerät nicht vor dem Pixel 6 und Pixel 6 Pro verstecken müssen. Der verkleinerte Arbeitsspeicher von sechs GB RAM wird dabei nur wenig Auswirkungen haben. Der interne Speicher wird mit 128 Gigabyte angegeben. Dual-SIM-Support, eine IP67-Zertifizierung und ein Akku mit 4400 mAh zählen ebenfalls zur Ausstattung.

Insgesamt bleibt sich Google beim Design treu. Das ungewöhnliche Kamera-Setup (12,2 MP Haupt-, 12 MP Ultraweitwinkelkamera) ist ikonisch für die Google-Handys. Hier fällt gleich auf, dass der Fingerprint-Sensor nicht an seinem angestammten Platz ist. Der ist nun unter das Display gewandert, wie das bereits bei zahlreichen Herstellern der Fall ist. Insgesamt fällt es mit 152,2 x 71,8 x 8,9 Millimeter handlich aus. Mit dem Pixel 6a verabschiedet sich Google inzwischen aber auch vom Klinkenstecker-Anschluss.

Verfügbar werden die Geräte ab 21. Juli für 459 Euro in den Farben Graugrün, Grau und Schwarz sein.

Kleine Vorschau auf den Herbst

Das Google-Team ließ es sich nicht nehmen, ein bisschen etwas über das neue Topmodell zu verraten. Das Pixel 7 soll im Herbst auf den Markt kommen. Ungewöhnlich ist, dass das Aussehen auch schon mit Renderings ein wenig verraten wurde. Somit steht schon jetzt fest: Äußerlich sind kaum Überraschungen zu erwarten.

Apropos Teaser: Google arbeitet an einer Computer-Brille, die automatisch Übersetzungen ins Blickfeld des Trägers einblenden kann. Der Internet-Riese zeigte einen Prototyp des Geräts in einem Video in Aktion.

Ob auf die Brille oder gar auf die Tablets länger gewartet werden muss, bleibt unklar. Fest steht: Google will diesem Segment wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. 2023 sollen die Google-Tablets zurückkommen.

Google erweitert sein Sortiment: Pixel Buds und eine Apple-Watch

Gemeinsam mit dem Pixel 6a werden auch die Pixel Buds auf den Markt kommen. Für 219 Euro gibt es aktive Geräuschunterdrückung und zahlreiche KI-Optimierungen, die den Klang deutlich verbessern sollen. Bei der Ausdauer gibt Google elf Stunden an, bei aktiver Geräuschunterdrückung reduziert sich diese auf sieben Stunden. Mit dem Ladegehäuse kann man die Laufzeit auf insgesamt 31 Stunden verlängern.

Apple ist spät ins Smartwatch-Geschäft eingestiegen, konnte den Mitbewerb aber schnell überholen und führt mittlerweile in diesem Segment. Google unternimmt einen neuen Anlauf und mit der Pixel Watch soll dies gelingen.

Unklar blieb im Rahmen der Google I/O der Preis sowie auch der Verkaufsstart.

Die Pixel Watch sei erste Computer-Uhr, die innen und außen von

Google entwickelt wurde, betonte Gerätechef Rick Osterloh auf der

Entwicklerkonferenz. Wie bei der Apple Watch soll Fitness eine zentrale Anwendung der Pixel-Uhr sein. Durch die Fitbit-Übernahme konnte Google auch auf Know-how in diesem Bereich zurückgreifen, wobei die Marke weiterhin separat weitergeführt werden soll. Als Besonderheit hob Osterloh hervor, dass die Pixel Watch auch ohne ein gekoppeltes Smartphone navigieren kann, etwa bei einer Tour mit dem Fahrrad.

Außerdem kann man mit ihr wie bei der Apple Watch kontaktlos bezahlen. Dafür baut sich Google auch wieder ein wenig um. Google Pay wird wieder zur Google Wallet und soll ähnlich dem Apple-Pendant auch eine sichere digitale Börse für Karten werden.

Android 13 - das neue Betriebssystem

Es ist die zweite Betaversion von Android 13 freigeschaltet worden und bietet erste Einblicke in das neue Betriebssystem. Vor allem die Möglichkeit, Apps unterschiedliche Sprachen zuweisen zu können, wurde dabei hervorgehoben. Für mehrsprachige Nutzer, die Apps unterschiedlich nutzen, mit Sicherheit ein großer Vorteil.

Der größte Fokus liegt auf Privatsphäre und Sicherheit. Darüber erhalten Nutzer und Nutzerinnen auf einen Blick alle relevanten Informationen über den Sicherheitszustand ihres Geräts, inklusive den verwendeten Diensten. Insgesamt präsentiert sich Android 13 in einer sehr übersichtlichen, aufgeräumten Designsprache.

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