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Warum haben Frauen gleichzeitig ihre Periode?

Freundin-Logo Freundin vor 1 Tag freundin Redaktion

Es ist ein weitverbreitetes und doch umstrittenes Phänomen: der synchrone Zyklus bei besten Freundinnen. Alles nur Zufall oder gibt es eine Erklärung?

Beste Freundinnen und synchrone Monatsblutung © istockphoto Beste Freundinnen und synchrone Monatsblutung

Kommt Ihnen das bekannt vor? Ihre beste Freundin bekommt genau am gleichen Tag ihre Periode wie Sie. Hatte man ursprünglich zu unterschiedlichen Zeitpunkten seine Tage, so gleicht sich der Menstruationszyklus mit der Zeit immer mehr aneinander an, bis man im selben Takt menstruiert und die Bauchkrämpfe und Stimmungsschwankungen teilen kann. Das passiert bei besten Freundinnen, Mitbewohnerinnen oder bei Mutter und Tochter – also Frauen, die sich nahestehen und viel Zeit miteinander verbringen. Alles nur Zufall? Oder synchronisieren wir Frauen wirklich unsere Fruchtbarkeit?

Jede Frau hat ihren eigenen Menstruationszyklus. Und jeder Zyklus ist unterschiedlich lang. Bei manchen Frauen dauert er nur drei, bei manchen fünf Wochen. Diese Zeitspanne kann sich durch bestimmte Einflüsse verändern, wie Stress, psychische Belastung und Umstellungen im Alltag. Und nicht selten passiert es, dass sich der Zyklus einer Frau an den einer anderen Frau anpasst. Man hört so oft davon, dass es schwer zu glauben ist, dass alles nur Zufall ist. Doch gibt es eine Erklärung, warum Frauen, die eine enge Bindung haben, synchron menstruieren?

Menstruelle Synchronisation durch soziale Hormone: Pheromone

Ja, die gibt es. Es gibt sogar einen Namen dafür: Das Phänomen der menstruellen Synchronisation, erforscht 1971 von der Psychologin Martha McClintock. Schuld an der Angleichung des Zyklus an den Ihrer engsten Vertrauten sind demnach Pheromone, spezielle chemische Boten- und Lockstoffe, die vorwiegend in der Tierwelt existieren und die Physiologie eines Artgenossen beeinflussen können. Pheromone werden über den Achselschweiß abgesondert, bewegen sich über die Luft fort und nehmen so Einfluss auf den Zyklus unserer Liebsten. Sie werden daher auch als „soziale Hormone“ bezeichnet.

Obwohl diese Theorie immer wieder mit dem Argument, es könnte auch alles Zufall sein, kritisiert wird, wurde sie auch noch nicht widerlegt. Man könnte also wohl sagen: Wenn Frauen tatsächlich ihre Fruchtbarkeit synchronisieren können, dann funktioniert es mithilfe von Pheromonen.

So können Sie Ihre Periode übrigens ganz natürlich verschieben.

Synchroner Eisprung

Weitere wissenschaftliche Ergebnisse zeigen, dass die Synchronisation nicht die Menstruation betrifft, sondern den Eisprung. Beides ist zwar voneinander abhängig, aber der Eisprung ist das, was tatsächlich synchronisiert wird. Die Synchronisation funktioniert natürlich nicht immer und bei jedem. Ob das Phänomen überhaupt etwas mit Sympathien zu tun hat, ist nicht erschlossen. Es bezieht sich eher auf die örtliche Nähe und den häufigen Kontakt zwischen Personen. Bei Freundinnen, die in engem Kontakt stehen, jedoch örtlich voneinander entfernt sind, trifft die Theorie also nicht zu, hier handelt es sich schlicht um Zufall. Wenn es funktioniert, nennt man es pheromonale Kommunikation – oder mit anderen Worten: Die Kommunikation zwischen sozialen Hormonen im Achselschweiß und den Menstruationszyklen anderen Frauen. Die Redewendung „sich riechen können“ erhält dadurch eine neue und erstaunlich passende Bedeutung.

Es wird sogar eine evolutionäre Erklärung für die Synchronisation erwägt: der Plan, gemeinsam fruchtbar zu werden und dann die Kinder gemeinsam großzuziehen. Andererseits ist das Phänomen evolutionär nicht begründbar, wenn man bedenkt, dass es für Jäger und Sammler nicht günstig war, wenn alle Frauen gleichzeitig Unterleibskrämpfe gehabt hätten... 

Übrigens: Diese 5 Dinge sollten Sie während Ihrer Periode nicht tun.

Man kann sich hingegen auch auf die etwas einfachere Erklärung stützen, die den Mond als Anhaltspunkt nimmt. Dieser hat nämlich großen Einfluss auf den weiblichen Körper, und zwei Frauen, die sich gemeinsam am selben Ort aufhalten, erleben nun mal auch die gleichen Mondphasen.

(Autorin: Kristina Kobl)

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