Durch Nutzung dieses Dienstes und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Auto raste bei Rechtsextremen-Demo in USA in Menschengruppe

KURIER-Logo KURIER 12.08.2017 yw

Behörden von Charlottesville riefen den Ausnahmezustand aus. Vorerst war unklar, ob der Fahrer vorsätzlich gehandelt hat.

Nach Ausschreitungen bei einer Versammlung von Rechtsextremisten und Neonazis im US-Staat Virginia ist ein Auto in eine Menschengruppe gerast. Augenzeugen sprachen am Samstag in Charlottesville von mehreren Verletzten. Im Internet verbreitete sich ein Amateur-Video, auf dem der Zwischenfall zu sehen ist.

. © AP/Steve Helber .

Unklar war, ob der Fahrer vorsätzlich gehandelt hat. Anlass für die Kundgebung "Vereinigt die Rechte", zu der unter anderem der Ku Klux Klan und die sogenannte Alt-Right-Bewegung aufgerufen haben, war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Erwartet wurden bis zu 6.000 Teilnehmer.

US-Präsident Donald Trump hat die Ausschreitungen scharf verurteilt. Trump schrieb am Samstag auf Twitter, in den USA sei kein Platz für solchen "Hass" und solche Gewalt. Nach Polizeiangaben wurden bei den Zusammenstößen - noch bevor das Auto in die Menschen raste - mehrere Menschen verletzt. Die Polizei verhängte daraufhin ein Versammlungsverbot. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus.

Bereits am Freitag waren mehrere Rechte in einem Fackelzug durch die Stadt marschiert. Dabei riefen sie laut Medienberichten neonazistische Parolen wie "blood and soil", ein Verweis auf die "Blut-und-Boden"-Ideologie aus der Zeit des Nationalsozialismus. Die Rechten kämpfen aus ihrer Sicht gegen eine Entsorgung "weißer Geschichte".

Charlottesville hat rund  50.000 Einwohner und liegt etwa 100 Kilometer von Washington entfernt. Den Fackelzug vom Freitagabend nannte der demokratische Bürgermeister Mike Signer in einem Facebook-Beitrag eine "feige Parade von Hass, Fanatismus, Rassismus und Intoleranz".

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von KURIER

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon