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Nach Ausschreitungen – Auto rast in Menschengruppe in Charlottesville

DIE WELT-Logo DIE WELT vor 6 Tagen

Dramatische Szenen im US-Staat Virginia: Nach Zusammenstößen zwischen Rechten und Gegendemonstranten ist ein Auto in die Menge gerast. Der Ausnahmezustand wurde verhängt. Präsident Trump meldete sich auf Twitter.

Eine Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis in der Stadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia ist dramatisch eskaliert: Schon Stunden, bevor die Veranstaltung am Samstag überhaupt begann, lieferten sich Teilnehmer beider Seiten teils heftige Schlägereien. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie der Sender CNN meldete.

Außerdem berichten US-Medien, dass ein Auto in eine Menschengruppe gerast sei. Augenzeugen sprachen am Samstag in Charlottesville von mehreren Verletzten. 

Bei der Kundgebung in Charlottesville kam es zu Ausschreitungen zwischen Rechten und Gegendemonstranten © AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA Bei der Kundgebung in Charlottesville kam es zu Ausschreitungen zwischen Rechten und Gegendemonstranten

Zu der Gewalt kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto "Vereint die Rechte". Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der Sklaven haltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg.

Streit um Denkmal eines Bürgerkriegs-Generals

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich Hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku-Klux-Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Mit dabei war auch der frühere Ku-Klux-Klan-Führer David Duke.

Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegsgenerals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

Trump verurteilte die Ausschreitungen scharf. Er schrieb auf Twitter: "Wir müssen ALLE zusammenstehen & alles verurteilen, wofür der Hass steht. Es gibt keinen Platz für diese Art von Gewalt in Amerika."

Kritiker lasten Trump an, sich nicht genügend von den Rechten distanziert zu haben.

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