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Taucher finden Säge in der Nähe von Kim Walls Leiche

DIE WELT-Logo DIE WELT vor 6 Tagen

Im Rätsel um den Mord an der Reporterin Kim Wall fügen sich die Puzzlestücke langsam zusammen. Taucher haben unweit des Fundorts der Leichenteile eine Säge entdeckt. Der Tatverdächtige verweigert die Aussage.

Vor sechs Tagen wurden Kopf und Arme der ermordeten Kim Wall gefunden. Nun haben die Ermittler offenbar das Tatinstrument entdeckt: Taucher haben in derselben Bucht eine Säge aufgespürt.

Die Polizei teilte am Donnerstag mit, dass das Werkzeug nahe der Route lag, die der Erfinder Peter Madsen nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem selbstgebauten U-Boot fuhr. Die Säge werde nun von Kriminaltechnikern untersucht.

Die Familie von Kim Wall will eine Stiftung ins Leben rufen, um junge Journalisten zu unterstützen © AFP Die Familie von Kim Wall will eine Stiftung ins Leben rufen, um junge Journalisten zu unterstützen

Madsen wird vorgeworfen, die 30-Jährige ermordet und dann über Bord geworfen zu haben. Wall war am 10. August verschwunden. Zwei Wochen später wurde ihr Torso entdeckt; am vergangenen Freitag fanden die Ermittler schließlich weitere Teile der Leiche und einen Beutel mit den Kleidungsstücken der Journalistin. Alle Säcke waren mit Metallteilen beschwert worden.

Todesursache steht noch nicht fest

Die Staatsanwaltschaft wirft Madsen vor, Wall unter Auslebung sexueller Gewaltfantasien ermordet zu haben. In dem U-Boot waren Blutspuren gefunden worden.

Madsen verweigert die Aussage. Zu Anfang der Ermittlungen hatte er behauptet, die Journalistin wohlbehalten an Land gebracht zu haben. Später sprach er dann von einem Unfall. Der Schwedin sei die 70 Kilogramm schwere Ladeluke des U-Boots auf den Kopf gefallen. Sie sei sofort tot gewesen. Er habe die Leiche in Panik über Bord geworfen, sie sei aber intakt gewesen.

Dies deckt sich aber nicht mit den Verletzungen an der Leiche: An dem gefundenen Schädel entdeckte die Polizei keine Spuren eines Schlages. Die Todesursache der Frau steht bislang aber noch nicht fest.

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