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38,7 Grad: Hitzerekord 2022 wurde heute erreicht

KURIER-Logo KURIER 05.08.2022 elisabeth.holzer

In Seibersdorf war es am heutigen Freitag am heißesten. Doch Tief "Imke" stoppt die Hitzewelle.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Seibersdorf war am Freitag der Hotspot Österreichs, wörtlich genommen: In der niederösterreichischen Gemeinde schwitzte man bei bis zu 38,7 Grad – das ist diesjähriger Temperaturrekord.

Allzeit-Rekord über 40 Grad 

Somit löste der 5. August den 21. Juli als bisher heißesten Tag dieses Sommers ab: Im Juli wurden 37,7 Grad gemessen, ebenfalls in Seibersdorf. Der Allzeit-Rekord war aber dennoch auch am Freitag nicht in Gefahr: 40,5 Grad war die höchste jemals in Österreich gemessene Temperatur, und zwar am 8. August 2013 in Bad Deutsch Altenburg.

Auf den Stockerlplätzen landeten am Freitag:

  • Wolkersdorf (Niederösterreich) mit 37,4 Grad
  • St. Andrä im Lungau (Salzburg) mit 37,2 Grad.

In der Bundeshauptstadt und den Landeshauptstädten ging es ähnlich heiß her:

  • Die Messstation Innere Stadt in Wien meldete einen Spitzenwert von 36,4 Grad.
  • In Eisenstadt hatte es 36,3 Grad.
  • Am kühlsten war es in Bregenz und Innsbruck mit maximal 31,7 Grad.

Kaltfront stoppt die Hitzewelle 

In Vorarlberg und Tirol machte sich ab Freitagnachmittag Tief „Imke“ bemerkbar: Starkregen und Sturmböen mit bis zu 80 km/h setzten ein. Die Kaltfront stoppt die Hitzewelle aber österreichweit: Heute, Samstag, bleibt es generell unbeständig und regnerisch mit Tageshöchsthöchstwerten nur noch zwischen 22 Grad im Westen und 27, maximal 28 Grad Osten – verglichen mit den Werten vom Freitag doch ein beachtlicher Temperatursturz.

Es drohen Unwetter

„Imke“ hat zwar nur einen kurzen Auftritt, doch im Westen und Süden kann das Tief am Samstag für Probleme sorgen: „Die Gewitter ziehen derzeit sehr langsam“, erläutert Andreas Demel vom Wetterdienst Ubimet. „Das bedeutet, es regnet sich vor Ort aus.“ Solche ortsfesten Unwetter können zu Muren oder Überflutungen führen. Im Osten Österreichs erreicht das Tief jedoch nicht mehr die gleiche Intensität wie etwa in Tirol.

Hoch „Oskar“ ist zudem schon unterwegs: Bereits für Sonntag prognostizieren Meteorologen von Oberösterreich bis zum Burgenland „relativ sonniges Wetter“. Kommende Woche pendeln sich die Höchstwerte bei 28 Grad ein, regional sind bis zu 30 Grad möglich. „Also typisch sommerliche Temperaturen“, merkt Demel an.

Erneute extreme Werte sind vorerst nicht zu erwarten. Die Anzahl der Hitzetage hat sich aber in den vergangenen Jahrzehnten verdoppelt bzw. verdreifacht: Gab es im Zeitraum 1961 bis 1990 pro Jahr durchschnittlich drei bis zwölf, waren es 1991 bis 2020 bereits acht bis 23 Hitzetage. Heuer wurden 15 (Salzburg) bis 29 (Eisenstadt und Innsbruck) Hitzetage registriert.

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