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William Shatner flog mit Blue Origin ins All: "Die Dunkelheit da draußen – ist das der Tod?"

derStandard-Logo derStandard 13.10.2021
© Foto: AFP/JOSE ROMERO

Als Captain Kirk reiste er zumindest in der fiktiven Hollywoodwelt durch die Weiten des Weltalls – nun wurde dieser Traum für William Shatner Realität: In einer Rakete von Blue Origin, dem Weltraumunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, reiste er am 13. Oktober ins All. Mit seinen mittlerweile 90 Jahren ist er nach seiner Rückkehr nun der älteste Mensch, der je im Weltraum gewesen ist. Das Abenteuer wurde im nachstehenden Livestream übertragen.

Die Reise ins All hätte eigentlich bereits am Vortag stattfinden sollen, wurde jedoch auf Mittwoch verschoben. Auch am Mittwoch wurde der Countdown mehrmals angehalten, es kam zu Verzögerungen. Um 16:50 Uhr hob die Rakete schließlich ab, um 17 Uhr war die Kapsel wieder gelandet.

Die Kapsel mit den Passagieren überschritt die sogenannte Karman-Linie in 100 Kilometer Höhe, die nach internationaler Definition als Grenze zum Weltraum gilt. Die Reisenden verbrachten während des Flugs drei bis vier Minuten in der Schwerelosigkeit.

"Die Dunkelheit... ist das, wo der Tod ist?"

Jeff Bezos öffnete persönlich die Luke, um die zurückgekehrten Reisenden auf der Erde zu begrüßen. Nach dem Ausstieg aus der Kapsel war Shatner sichtlich gerührt und den Tränen nah, verlor sich in einem längeren Monolog – unterbrochen anfangs nur von Bezos, der lautstark um Sekt für alle bat.

Shatner beschrieb das Blaue des fragilen Planenten Erde, welches in starkem Gegensatz zum unendlichen Schwarz des Weltalls stehe. Das Blau der Erde, das sei das Leben – und dort draußen in der Dunkelheit sei nichts als Tod. Shatner verlor sich dabei mehrmals in Wiederholungen, die Worte wirkten alles andere als einstudiert.

Die Crew

Neben Shatner nahmen zwei weitere zahlende Gäste an dem heutigen Flug teil: der aus Australien stammende ehemalige Nasa-Ingenieur Chris Boshuizen und Glen de Vries, Co-Founder der Forschungsfirma Medidata. Die vierte Passagierin ist Audrey Powers, Vizepräsidentin von Blue Origin.

Dies ist der zweite bemannte Flug der Kapsel "New Shepard". Beim ersten im Juli war Bezos selbst mit an Bord, zusammen mit seinem Bruder Mark, einer 82 Jahre alten früheren US-Pilotin und einem 18-jährigen Niederländer.

Anreise in Rivians

Betont wurde gleich zum Beginn des Streams, dass die Weltraumtouristen in Elektroautos der Marke Rivian – ein direktes Konkurrenzprodukt zu Elon Musks Teslas – anreisen. Die beiden Milliardäre Elon Musk und Jeff Bezos verbindet seit geraumer Zeit ein Konkurrenzdenken rund um das Wettrennen ins All. Musks Unternehmen Space X hatte Mitte September vier Menschen ins All geschickt, die dort für drei Tage verweilten. (stm, 13.10.2021)

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