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Bankräuber schießt in Wiener Innenstadt Wachmann nieder

Die Presse-Logo Die Presse 06.12.2018
© Bereitgestellt von Styria Digital One GmbH

Ein Security-Mitarbeiter ist bei einem Banküberfall in der Wiener Innenstadt am Donnerstag in der angeschossen und schwer verletzt worden. Der Täter ist auf der Flucht. Polizei und Rettung waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Tatort beim Hotel Imperial.

Der Überfall wurde laut Polizei um 7:50 Uhr auf eine Filiale der DenizBank am Kärntner Ring verübt. Ein Mann die Filiale und verlangte von den drei anwesenden Mitarbeitern Bargeld. Er trug einen schwarzen Mantel, Wollmütze und eine Latexmaske. Nachdem die die bankangestellten ihm Geld übergeben hatten, stieg er vor der Bank auf ein Fahrrad, mit dem er auch zum Tatort gekommen war. Er bog um die Ecke in die Dumbastraße ab, wo ihn der Wachmann der Bank stoppen wollte.

"Der Täter ist stehen geblieben und mit einem Fuß vom Rad gestiegen. Dann hat er dem Security mindestens ein Mal in den Oberschenkel geschossen", berichtet ein Polizeisprecher. Zuvor hatte es ein Handgemenge zwischen den beiden Männern gegeben. Schließlich fuhr der Räuber geradeaus zwischen Musikverein und Künstlerhaus davon.

Bankangestellte unverletzt

Der Gesuchte ist etwa 1,80 groß und trug einen schwarzen Mantel. Ob und wie er maskiert war, sollte die Auswertung von Kamerabildern zeigen. Auch ob er das Geld mit vorgehaltener Waffe gefordert, oder diese erst auf der Flucht gezogen hatte, ist noch unklar - ebenso, wo sich der Security zunächst aufgehalten hatte. Die Bankangestellten blieben jedenfalls unverletzt, erlitten aber einen Schock. Der 30-Jährige Security-Mitarbeiter wurde von der Wiener Berufsrettung erstversorgt und kam mit schweren Verletzungen in ein Spital. Er ist nicht in Lebensgefahr, wie die Polizei am Nachmittag meldete.

Nach dem Räuber wurde auch per Hubschrauber gesucht. Zwei Polizeihelikopter kreisten über der Stadt. Auch am Boden wird großräumig gefahndet, sagte Maierhofer. Die Maßnahmen betrafen demnach das ganze Stadtgebiet und das Wiener Umland. Am Nachmittag veröffentlichte die Polizei Fahndungsbilder des Verdächtigen und lobte eine Belohnung von 2000 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

Blutiges Tuch am Gehsteig

Am Kärntner Ring und am Ort der Schussabgabe in der kleinen Straße zwischen der Bank und dem Hotel Imperial standen zahlreiche Polizisten mit Schutzweste und Helm sowie einige Kriminalisten und die Spurensicherung in Zivil. Passanten und Autofahrer wurden mit Absperrbändern am Durchqueren der Dumbastraße gehindert. An der Kreuzung mit der Bösendorferstaße blieb nach dem Abtransport des verletzten Wachmanns ein blutiges Tuch am Gehsteig zurück.

Neben zahlreichen Medienvertretern verfolgten auch Schaulustige und Touristen das Geschehen. Zwei Männer, die von einem Chauffeur in einer schwarzen Limousine mit Diplomaten-Kennzeichen zu der Filiale der türkischen DenizBank gebracht wurden, mussten vor der Absperrung umdrehen und wieder in ihr Fahrzeug steigen. Eine Hotel-Mitarbeiterin, die zunächst im Gespräch mit einem Polizisten darauf bestand wie immer den Personaleingang in der Dumbastraße benützen zu wollen, wich dann doch auf einen der anderen Zugänge aus.

Aufgrund der Beschreibung des Bankräubers fielen in der Nähe des Tatorts gleich mehrere Personen ins Auge. Zahlreiche Radfahrer waren am Ring-Radweg wegen der Kälte mit Schal vor dem Gesicht unterwegs. Genauere Hinweise auf den Täter könnten die Bilder aus den Überwachungskameras liefern. Das Landeskriminalamt übernahm laut Maierhofer die weiteren Ermittlungen.

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