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Drogen-Kurier (30) legte spektakuläre Flucht hin

Heute 24.01.2023
xxx © iStock xxx

Eine Verfolgungsjagd endete zunächst mit einer Anzeige, jetzt sitzt der 30-jährige Raser im Gefängnis. Der Grund: Er führte heiße Ware mit.

Es war eine spektakuläre Fahrt, die im tschechischen Studanky (Bezirk Cesky Krumlov) an der Grenze zu Oberösterreich ihren Anfang nahm. Der Salzburger versuchte kurz nach 22.30 Uhr mit bis zu 170 km/h, vor der Polizei zu flüchten.

Auf die Anhalte-Versuche pfiff der Mann aus dem Bezirk St. Johann im Pongau. Er schaffte es auch ins Mühlviertel. In Bad Leonfelden (Bezirk Urfahr-Umgebung) war dann aber vorläufig Endstation: Der 30-Jährige kam mit dem Auto von der Straße ab.

Dann rannte er davon. Die tschechische Polizei hatte Glück: Eine zufällig anwesende Diensthunde-Streife kam ihr zu Hilfe. 

Die Vierbeiner und die Beamten fanden den Mann schließlich. Er war bei Minusgraden in einen mit Eis und Schnee bedeckten Teich gestürzt, konnte sich aber wieder ans Ufer retten. Dann versteckte er sich bei einer Hütte. Dort wurde er festgenommen.

Nun sitzt der 30-Jährige, der keinen Führerschein hatte, in der Justizanstalt Linz. Der Grund dafür: In seinem Auto wurden in einer Schachtel 100 Gramm Suchtmittel gefunden. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um die Modedroge Crystal Meth handelt. "Da ist diese Menge schon viel", sagte eine Sprecherin zu "Heute".

Im Moment werde gerade geprüft, ob es sich tatsächlich um das Suchtgift handelt. Außerdem wurde laut Polizei eine Hausdurchsuchung angeordnet. Danach wird entschieden, ob der Mann auf freiem Fuß angezeigt wird oder in Untersuchungshaft kommt, sagte die Sprecherin.

Die Anzeichen sind oft leicht zu erkennen: Schweißperlen auf der Stirn, auffällige Fahrweise oder ein süßer Geruch aus dem Pkw. Bei Verkehrskontrollen sind es häufig diese kleinen, aber typischen Anzeichen, die Drogenlenker überführen.

Jetzt wurden neue Zahlen veröffentlicht, die es in sich haben: Alleine in Oberösterreich wurden im vergangenen Jahr 1.800 Lenker – vor allem Autofahrer – wegen Suchtmittel-Konsum aus dem Verkehr gezogen. Die Zahl hat sich seit 2017 um 421 Prozent erhöht.

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