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Finaler Autopsiebericht: Julen starb durch Sturz in Mondscheinloch

KURIER-Logo KURIER 15.04.2019 Redaktion kurier.at

Den Rettern war zuletzt vorgeworfen worden, den Tod des Zweijährigen verursacht zu haben. Die Autopsie entlastet sie nun.

Die vergebliche Rettungsmission hielt Spanien wochenlang in Atem. © APA/AFP/JORGE GUERRERO Die vergebliche Rettungsmission hielt Spanien wochenlang in Atem.

Der kleine Julen ist vor drei Monaten im südspanischen Totalan unmittelbar nach seinem Sturz in einen engen Brunnenschacht an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Der Zweijährige habe am 13. Jänner nach dem Unglück nur noch wenige Minuten gelebt, ergab jetzt der Abschlussbericht der Pathologen, die die Autopsie durchgeführt hatten.

Julen direkt nach Sturz verstorben

Die Experten schlossen aus, dass der Einsatz der Retter mit einer Spitzhacke für den Tod des Kindes mitverantwortlich sein könnte, wie im Februar in einem Bericht spekuliert worden war. Verfasst hatte das Schriftstück der Architekt Jesus Maria Flores, der bereits in der Vergangenheit den Rettungseinsatz kritisiert hatte. Die Anwälte des Finca-Besitzers, auf dessen Grundstück der Unfall passierte, hatten diese These daraufhin der zuständigen Richterin unterbreitet.

Die Zeitung " El Mundo" zitierte am Montag Justizkreise, wonach bei der Obduktion aber keine entsprechenden Wunden am Schädel des Kindes gefunden worden seien und die Arbeiten mit der Hacke zudem erst vier Stunden nach dem Sturz begonnen hätten. Zu diesem Zeitpunkt sei Julen bereits tot gewesen.

Der Bub war in ein über 100 Meter tiefes, illegal gegrabenes Bohrloch gefallen. Seine Leiche wurde zwei Wochen später in 70 Metern Tiefe gefunden, nachdem Helfer in mühsamer Arbeit einen Parallelschacht gebohrt hatten.

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