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Lagarde hält jüngste EZB-Prognosen trotz Lockdowns aufrecht

APA-LogoAPA 13.01.2021 dkm
Vorhersagen gehen von Lockdown-Schritten bis März aus © APA (AFP/POOL) Vorhersagen gehen von Lockdown-Schritten bis März aus

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht laut Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde trotz neuer Maßnahmen zur Eindämmung des Virus-Geschehens in vielen Ländern zu ihren Konjunkturprognosen für das laufende Jahr. "Ich denke, unsere letzten Projektionen im Dezember sind immer noch sehr klar plausibel", sagte Lagarde am Mittwoch in einem Interview auf dem Digitalforum "Reuters Next". Sie beruhten auf Annahmen, die immer noch zutreffend seien.

Die Vorhersagen gingen unter anderem von Lockdown-Schritten bis Ende des ersten Quartals aus. Trotz eines mühsamen Starts der Impfkampagnen gibt es Lagarde zufolge Grund zum Optimismus für das neue Jahr.

Aus Sicht der EZB-Chefin wäre es ein Grund zur Sorge, sollten beispielsweise Lockdown-Maßnahmen über das erste Quartal hinaus erforderlich sein und die Impfkampagnen ins Stocken geraten. Die Währungshüter der EZB hatten wegen der zweiten Pandemiewelle und den erneuten scharfen Eindämmungsmaßnahmen im Dezember ihre Wachstumsprognosen für 2021 deutlich gesenkt. Sie rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,9 Prozent. Noch im September hatten sie 5,0 Prozent prognostiziert.

Es habe einige Unsicherheiten gegeben "die uns mit einer dunklen Wolke über unseren Köpfen in die Zukunft blicken ließen", sagte Lagarde. Dazu habe der Brexit gezählt, der Ausgang der US-Wahlen und die Frage der Zulassung von Impfstoffen. Doch inzwischen gilt aus Sicht der früheren Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF): "Einiges davon ist geklärt worden."

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