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Terrorverdacht nicht bestätigt: Pizzalieferant wieder frei

KURIER-Logo KURIER 11.01.2019 patrick.wammerl

Der 36-jährige wurde am Freitag aus der U-Haft entlassen. Seine Frau und sein Onkel verweigerten die Aussage.

Symbolbild © APA - Austria Presse Agentur Symbolbild

Jener Terrorverdächtige Syrer, der von seiner Partnerin angeschwärzt wurde, in Syrien einen Sprengstoffanschlag auf einen Militärbus verübt zu haben, ist seit Freitag wieder frei. Es bestehe kein dringender Tatverdacht mehr, erklärt sein Anwalt Wolfgang Blaschitz. Der 36-jährige Khaled A. wurde Freitagmittag nach einer Haftprüfungsverhandlung am Landesgericht Wiener Neustadt aus der U-Haft entlassen.

Kurz vor Weihnachten hatten für den vierfachen Vater die Handschellen geklickt, nachdem der Verfassungsschutz gegen ihn ermittelt hatte. Seine Frau hatte sich von ihm getrennt und Anzeige erstattet, nachdem sie der 36-Jährige geschlagen haben soll. Der Polizei gegenüber präsentierte sie ein Video aus Syrien aus dem Jahr 2013, in dem Männer behaupteten, dass Khaled A. ein Attentäter gegen das Assad-Regime sei.

Frau und Onkel verweigerten Aussage

Weder die Frau noch der Onkel des Mannes konnten die Anschuldigungen gegen den 36-Jährigen weiter aufrecht erhalten. Beide verweigerten die Aussage im Zuge des Ermittlungsverfahrens. "Es ist auch kein passender Anschlag zu den Hinweisen auf dem Video dokumentiert. Alle Personen die auf dem Propagandavideo zu sehen sind, sind nicht mehr am Leben. Es kann niemand dazu befragt werden", so Wolfgang Blaschitz. Die Haftrichterin sah daher keine weiteren Haftgründe mehr. Laut Blaschitz handelte es sich bei den Vorwürfen um einen Racheakt der Ex-Partnerin.

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