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Liveticker: IS bekennt sich zu Anschlag am Breitscheidplatz

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 21.12.2016 berliner-zeitung
IMG_6073: Berliner Zeitung/Maike Schultz © Berliner Zeitung/Maike Schultz Berliner Zeitung/Maike Schultz

21.14 Uhr: "Niemand wird ruhen"

Nachdem sich die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staats zu dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz bekannt hat, dringt Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf Besonnenheit. „Diese angebliche Bekennung des sogenannten Islamischen Staates - das ist ja in Wahrheit eine Terrorbande - haben wir gerade erst bekommen“, sagte der CDU-Politiker. „Wir sollten die Sicherheitsbehörden ihre Arbeit machen lassen. Die arbeiten mit Hochdruck. Und niemand wird ruhen, bis nicht der Täter oder die Täter gefasst sind“, sagte der Minister.

20.53 Uhr: "Nicht zu Hause einschließen"

Michael Müller warnt nach dem Anschlag am Breitscheidplatz vor Panikmache. "Richtig ist: Die Augen offen zu halten, sich umzusehen, wachsam zu sein“, sagte Müller im Brennpunkt der ARD. Man könne sich aber in der Öffentlichkeit bewegen. „Es gibt keinen Grund für Angst oder sich zu Hause einzuschließen.“ Die Weihnachtsmärkte in der Stadt würden zusätzlich gesichert, etwa durch Betonklötze, um Nachahmungstaten zu vermeiden.

20.42 Uhr: Jugendliche Opfer

Unter den bislang 12 Toten des Lkw-Anschlags von Berlin sind nach Angaben von Innenminister de Maizière (CDU) keine Kinder, aber möglicherweise Jugendliche und auch Ausländer. Die Identifizierung der Toten sei zum Teil sehr kompliziert, bis Dienstagnachmittag seien lediglich 6 von ihnen identifiziert worden.

20.32 Uhr: Neue Hinweise?

Auch nach der Freilassung eines Verdächtigen tappen die Ermittler laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nicht im Dunklen. Es gebe Fahndungsansätze und deswegen sei er zuversichtlich, dass es Fortschritte in den Ermittlungen geben werde, sagte der Minister am Abend im ZDF. „Es ist nicht auszuschließen, dass der Täter flüchtig ist“, ergänzte de Maizière. Er bekräftige, es habe vorab keine konkreten Hinweise auf einen geplanten Anschlag auf den Markt gegeben. Der Berliner Polizei sei kein Vorwurf zu machen. Sie habe auch in der Krise gut reagiert.

20.20 Uhr: IS bekennt sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz für sich in Anspruch genommen. Das IS-Sprachrohr Amak meldete am Dienstag im Internet, ein IS-Kämpfer sei für den Angriff verantwortlich gewesen. 

20.12 Uhr: Krisendienst

„Wir haben schon in der Vergangenheit gelernt zusammenzustehen in Berlin und das werden wir jetzt wieder tun“, sagt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in der rbb-„Abendschau“. Für die Seelsorge betroffener Bürger hat die Stadt einen Krisendienst eingerichtet: Er ist unter der Nummer 030/3906300 oder online unter www.berliner-krisendienst.de erreichbar.

20 Uhr: Auch BVB schweigt Vor der Bundesliga-Partie gegen Augsburg herrscht im BVB-Stadion Stille.

19.55 Uhr: Schweigeminute bei Hertha

Hertha BSC spielt am Mittwoch um 20 Uhr gegen Darmstadt. Das Heimspiel im Olympiastadion wird mit einer Schweigeminute beginnen. Besucher sollen sich wegen verstärkter Taschenkontrollen auf längere Wartezeiten einstellen, hieß es in der „Abendschau“. Auch das Sicherheitskonzept für die Silvesterparty am Brandenburger Tor soll nun noch einmal überarbeitet werden.

19.52 Uhr: Gauck im Kondolenzbuch

„Wir trauern, wir stehen einander bei, wir verteidigen uns, wir verfallen nicht dem Haß." Diese Worte schrieben Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt ins Kondolenzbuch in der Gedächtniskirche.

19.40 Uhr: Rechte Trittbrettfahrer

Nicht nur im Internet, wo Medien mit Hetz-Kommentaren gegen Flüchtlinge überhäuft werden, machen sich Rechte die Katastraophe vom Breitscheidplatz zu Nutze. In Berlin will am Mittwoch eine rechte Gruppe eine Demonstration mit dem Titel "Grenzen dicht machen - An Merkels Händen klebt Blut" abhalten. Sie soll direkt am Bahnhof Zoo staren, in unmittelbarer Nähe des Tatort. Auch registrierte die Poliezi zwei fremdenfeindliche Übergriffe in Berlin.

19.25 Uhr: Hintergründe der Tat

Mit der Freilassung sind die Hintergründe eines der verheerendsten Anschläge in der bundesdeutschen Geschichte wieder offener. Der oder die Täter könnten noch auf freiem Fuß sein. Ermittler und Politik gehen von einem terroristischen Hintergrund aus, rätseln aber über Motiv und Täter. Experten schließen aber auch andere Szenarien noch nicht gänzlich aus.

19.13 Uhr: Grund für Freilassung

Von der Bundesanwaltschaft heißt es: "Die bisherigen Ermittlungsergebnisse ergaben keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten. Dieser machte in einer polizeilichen Vernehmung umfangreiche Angaben, bestritt jedoch eine Tatbeteiligung. Eine lückenlose Verfolgung des LKW-Fahrers nach dem durchgeführten Anschlag ist durch Augenzeugen nicht erfolgt. Die durchgeführten kriminaltechnischen Untersuchungenkonnten eine Anwesenheit des Beschuldigten während des Tatgeschehens im Führerhaus des Lkw bislang nicht belegen."

19.01 Uhr: Kein Haftbefehl

Der nach dem Anschlag zunächst festgenommene Verdächtige ist wieder frei. Es sei kein Haftbefehl erlassen worden, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstagabend in Karlsruhe mit.

18.49 Uhr: Gottesdienst endet

Der Gedenkgottesdienst an die Opfer des Anschlags von Montag in der Kaiser-Wilhelm-Gedenkkirche endet mit dem Segen.

18.47 Uhr: Müller spricht

Jetzt spricht der Regierende Bürgermeister Michael Müller zu den Besuchern. Er dankt der Berliner Polizei, den Rettungsdiensten und Krankenhäusern. Die Tat sei ein Angriff auf unsere Art zu leben, auf die Demokratie. Der Anschlag sollte Angst und Hass verbreiten. „Hass darf nicht die Antwort auf Hass ein“, appelliert Müller an die Besucher des Gottesdienstes. „Verschiedene Religionen gehören zu unserer Stadt – wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.“

Müller fordert zum Zusammenstehen auf, die Demokratie, die Freiheit müsse verteidigt werden. Wichtig sei jetzt, Haltung zu bewahren. Berlin sei immer eine tolerante, weltoffenen Stadt. Die gemeinsamen Werte von Berlin dürfen nicht verloren gehen.

18.40 Uhr: Hass darf nicht triumphieren

Die Vertreter der Religionen appellieren in der Gedächtniskirche mit ihren Fürbitten an die Gemeinsamkeit und den Zusammenhalt aller Menschen. Die Kraft der Versöhnung sei stärker als der Hass, ist die Botschaft. Hass, Terror und Gewalt könne Menschen nicht auseinanderbringen – über die Grenzen der Religionen hinweg. Die Botschaft der Religionsvertreter ist klar: Der Hass darf nicht triumphieren.

18.37 Uhr: Landesfarben am Tor

18.33 Uhr: Syrer am Brandenburger Tor

Anas Albasha, 24, ist vor zwei Jahren aus Aleppo nach Berlin geflohen. Mit Freunden hat er am Brandenburger Tor die Aktion "Little lights for Aleppo" organisiert - durch Zufall ausgerechnet für den Tag nach dem Anschlag. Die Polizei hat sie nun gebeten, auf die andere Seite des Tors zu gehen - offenbar aus Sorge vor Konflikten mit Flüchtlingsgegnern. "Unsere Gedanken sind heute bei den Deutschen", sagt der Syrer. 

18.29 Uhr: Markus Dröge dankt Rettungskräften

Der Gottesdienst in der Gedächtniskirche wird mit klassischen Kirchenliedern, Johann Sebastian Bach und Gospel musikalisch umrahmt. Der Evangelische Bischof Markus Dröge dankt den Rettungskräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Er betet für die Familien und Angehörigen, die Trauernden. Der Terror dürfe uns nicht entzweien, sagt er in seiner Predigt. „Wir lassen uns nicht zur Unmenschlichkeit verführen.“

18.25 Uhr: Entscheidung bis Mitternacht

Bis Mitternacht wird definitiv über einen Haftbefehl gegen den festgenommenen Verdächtigen von Berlin entschieden. „Um 24.00 Uhr ist für uns die Zeit abgelaufen“, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank. Grund ist Paragraf 128 der Strafprozessordnung „Vorführung bei vorläufiger Festnahme“. Darin heißt es, der Festgenommene sei, sofern er nicht wieder in Freiheit gesetzt werde, unverzüglich, spätestens am Tage nach der Festnahme, dem Richter bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk er festgenommen worden ist, vorzuführen. Hält der Richter die Festnahme nicht für gerechtfertigt oder ihre Gründe für beseitigt, so ordnet er die Freilassung an.

18.23 Uhr: Erzbischoff Koch

Der katholische Erzbischof Hainer Koch gedenkt in der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz auch den Menschen in Aleppo, den Geflüchteten, den Menschen auf der Flucht. 

18.17 Uhr: Berliner Landesfarben

18.03 Uhr: Gedächtniskirche

Der Gottesdienst in der Gedächtniskirche hat begonnen, die Kirche ist voll. Angela Merkel, Wolfgang Schäuble, Norbert Lammert, Joachim Gauck und weitere Politiker besuchen den Gedenkgottesdienst. Auch der Berliner Senat ist nahezu gänzlich vertreten. Zahlreiche Glaubensvertreter sind anwesend und gestalten gemeinsam den Gedenkgottesdienst. 

17.58 Uhr: Gesang am Brandenburger Tor

17.56 Uhr: Merkel kommt an

17.43 Uhr: Brandenburger Tor

Am Pariser Platz leuchtet das Brandenburger Tor bereits in schwarz-rot-gold. Bisher haben sich erst wenig Besuch eingestellt, rund 50 Menschen stehen vor dem Wahrzeichen, zünden Kerzen an oder legen Blumen nieder.

17.30 Uhr: Polnischer Spediteur

Noch immer ist unklar, was genau sich im Führerstand des Lkws abspielte, bevor das Fahrzeug in die Menschen fuhr. Ariel Zurawski, dem die polnische Speditionsfirma des Sattelschleppers gehört, musste in der Nacht in der örtlichen Polizeistation seinen erschossenen Cousin identifizieren. „Es war mit Sicherheit zu sehen, dass er gekämpft hatte“, beschreibt Zurawski das drastische Polizeifoto gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Es waren Stichwunden zu sehen.“ Dann zeigt er den Journalisten ein Foto seines Cousins auf dem Handy, das nur wenige Stunden vor dessen Tod in einem Berliner Bistro aufgenommen worden sein soll. Zurawski schluckt.

17.16 Uhr: Kondolenzbücher

17.01 Uhr: Gedächtniskirche

Die Gedächtniskirche ist bereits gut gefüllt, berichtet unsere Reporterin von dort. Dort beginnt um 18 Uhr der Gedenkgottesdienst für die Opfer. Am Breitscheidplatz legen Menschen weiter Blumen nieder und zünden Kerzen an.

16.50 Uhr: Trauer am Breitscheidplatz

Bechara Sassine ist mit seiner Frau zum Breitscheidplatz gekommen. Vor drei Tagen hat er auf dem Markt noch Kaffee getrunken, einfach so, Weihnachtsmärkte sind schön, er hat selbst auf einem gearbeitet. Jetzt sagt er: "Wir dürfen uns jetzt nicht unterkriegen lassen."  Als arabischer Christ aus dem Libanon sei er mit dem Konflikt verschiedener Glaubensrichtungen aufgewachsen. Und dann sagt er: "Aber mit dem Glauben hat es nichts zu tun. Das sind Fanatiker. Und Fanatiker wissen nicht was Anstand ist. Sie wissen nicht was Würde ist." 1982 ist der nach Berlin gezogen. Warum? "Ich wollte ein Abenteuer erleben.“

16.41 Uhr: Polizei-Schweigeminute

16.32 Uhr: Sechs Opfer identifiziert

Laut BKA-Präsident Holger Münch sind bisher sechs Personen identifiziert, sie sollen alle Deutsche sein. Von den 48 Verletzten, die am Abend in Berliner Krankenhäusern behandelt wurden, seien 25 Patienten weiter in stationärer Behandlung, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

16.23 Uhr: Sicherheitsmaßnahmen

Die Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen in Berlin deutlich erhöht. Die Zahl der Einsatzkräfte an Bahnhöfen sowie an den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld sei verstärkt worden, sagte ein Sprecher. Zudem wurde die Fahndung in einem 30 Kilometer breiten Streifen an der Grenze zu Polen intensiviert. Die Beamten seien teils mit Maschinenpistolen und Schutzwesten ausgerüstet und zeigten diese auch offen.

16.13 Uhr: Rosenthaler Platz

Entwarnung in Mitte:

16.07 Uhr: Hashtags

Auf Twitter kursieren mittlerweile Hashtags mit verschiedenen Schreibweise des Tatorts. Vielleicht, weil sich auch zahlreiche Nutzer aus dem Ausland Anteil nehmen?

15.54 Uhr: Täter flüchtig

Weiter verhören? Gehen lassen? Die Entscheidung über den weiteren Umgang mit dem festgenommenen Tatverdächtigen fällt möglicherweise noch heute. „Es ist möglich, dass wir heute Abend entscheiden: Er ist es aus unsere Sicht nicht“, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank. BKA-Chef Münch sagte, es gelte die Ergebnisse der Spurensicherung abzuwarten. Laut Polizeipräsident Klaus Kandt seien Beschreibungen des geflüchteten Täters noch nicht konkret genug.

15.43 Uhr: Tempelhof

Die Ermittler äußerten sich in der Bundespressekonferenz zu der Razzia in der Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof am frühen Morgen. Es sei eine Durchsuchungsaktion gewesen, die "sich auf den aktuellen Verdächtigen bezieht“, sagte BKA-Präsident Holger Münch. Dieser ist nach aktuellem Stand jedoch wahrscheinlich nicht der Täter. Man habe allerdings ein Handy gefunden, das man nun auswerte, sagte Polizeipräsident Kandt.

15.28 Uhr: Rosenthaler Platz

15.16 Uhr: Mehrere Täter?

Polizeipräsident Klaus Kandt hält es nicht zwingend für notwendig, dass mehrere Personen in den Anschlag involviert waren. Es könnte auch ein Einzeltäter gewesen sein. Die Tat „war logistisch nicht anspruchsvoll“, sagte Kandt während der Bundespresskonferenz.

15.18 Uhr: Merkel am Tatort

Bundeskanzlerin Angela Merkel legt in der Zwischenzeit gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller, dem Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Innenminister Thomas de Maiziere Blumen für die Opfer am Tatort nieder.

15.08 Uhr: Lückenhafte Verfolgung

Polizeipräsident Klaus Kandt sagt bei der Pressekonferenz in Berlin: "Der Fahrer ist ein Stückweit verfolgt worden, so dass uns der Beginn des Fluchtweges bekannt geworden ist." Der Festgenommene habe dann zur Beschreibung gepasst, aber immer abgestritten, dass er es war. Die verdächtige Person stand laut Kandt nicht lückenlos vom Fahrzeug bis zur Festnahme unter Beobachtung.

15.00 Uhr: Hintergrund unklar

Laut Generalbundesanwalt Peter Frank ist noch unklar, ob der Anschlag von Berlin einen islamistischen Hintergrund hat. „Wir haben noch kein Bekennervideo“, betonte er. Aus dem gewählten Ziel und dem Vorgehen des Täters könne man auf ein islamistisches Motiv schließen. Dies sei aber keine unumstößliche Annahme. Man müsse weiter in alle Richtungen ermitteln.

14.47 Uhr: Terror und Kinder

Schon uns Erwachsene verunsichert der Terroranschlag in Berlin. Doch wie reden wir am besten mit unseren Kindern darüber und können wir ihnen die Angst nehmen? Lesen Sie hier unser Ratgeber-Stück zum Thema.

14.43 Uhr: Nicht der Täter

Generalbundesanwalt Peter Frank geht beim Anschlag von einem terroristischen Hintergrund aus. Bei einer Pressekonferenz in Berlin sagt er zu dem festgenommenen Tatverdächtigen Naved B.: „Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass er nicht der Täter ist bzw. nicht zur Tätergruppe gehört.“

14.30 Uhr: Schweigeminute

Regierungschef Michael Müller (SPD) kündigt für die Opfer des Anschlags um 15.00 Uhr eine landesweite Schweigeminute an. Die Flaggen des Landes werden als Zeichen der Trauer auf halbmast gesetzt. Das Brandenburger Tor wird um 18.00 Uhr in den Farben der Bundesrepublik (schwarz-rot-gold) sowie in den Berliner Landesfarben (rot und weiß) beleuchtet.

14.19 Uhr: Keine Spuren

Nach Informationen der Berliner Zeitung wurden bei dem festgenommenen Naved B. keine Spuren der Tat gefunden. Ermittlern zufolge habe man weder Blut- noch DNA-Spuren im Lkw entdeckt, die von ihm stammen. Auch Schmauchspuren, die von Pulverdämpfen zurückgelassen seien nicht an seinen Händen gefunden worden. Der Fahrer des Lkw, der offenbar weiter auf der Flucht ist, hatte den Beifahrer nach bisherigen Erkenntnissen erschossen.

14.14 Uhr: Gauck spricht

Bei einer Pressekonferenz in Berlin sagt Bundespräsident Joachim Gauck: "Unser Zusammenhalt wird stärker, wenn wir angegriffen werden." Deutschland bleibe ein Land der Freiheit, des Zusammenhalts und des inneren Friedens.

14.10 Uhr: Papst Franziskus

Papst Franziskus drückt sein Mitgefühl aus. In einem Telegramm des Vatikans an den Berliner Erzbischof Heiner Koch heißt es, die Gewalttat habe tiefe Betroffenheit in ihm ausgelöst. „Papst Franziskus verbindet sich mit allen Menschen guten Willens, die dafür arbeiten, dass der mörderische Wahnsinn des Terrorismus keinen Platz in unserer Welt hat“. Das katholische Kirchenoberhaupt bete für die Verstorbenen und für die Genesung der Verletzten.

14.00 Uhr: Polen trauert

Polens Regierungschefin Beata Szydlo hat den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt als „große Tragödie“ bezeichnet. „Mit großem Schmerz und Trauer haben wir zur Kenntnis genommen, dass das erste Opfer der abscheulichen Gewalttat ein polnischer Staatsbürger war“, sagte Szydlo am Dienstag zum Tod eines polnischen Lkw-Fahrers, mit dessen Wagen der mutmaßliche Täter die Bluttat begangen hatte. Es wurde vermutet, dass der Lkw zuvor gestohlen worden war. Szydlo sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Deutschen ihr Mitgefühl aus. Sie appellierte: „Europa muss sich im Kampf gegen den Terrorismus vereinen.“ Es sei Pflicht der Politiker, ihre Bürger zu schützen.

13.45 Uhr: Hackescher Markt

Am Hackeschen Markt hat es am frühen Nachmittag einen Polizeieinsatz gegeben. Ein Transporter, dessen Fahrer versucht haben soll, vor der Polizei zu fliehen, landete nach kurzer Verfolgung auf den Straßenbahnschienen. Der Vorfall ereignete sich an der Ecke Dircksenstraße/Spandauer Brücke. Zeugen sprachen von einer Verfolgungsjagd. Die Unfallstelle ist abgesperrt, viele Rettungskräfte im Einsatz. Laut Polizei handelte es sich jedoch nur um eine Fahrerflucht nach einem Verkehrsunfall und hat nichts mit dem Terroranschlag am Breitscheidplatz zu tun.

13.35 Uhr: Polizeipräsident

Bei einer Pressekonferenz in Berlin erklärt der Polizeipräsident Klaus Kandt: "Es ist nach meinem Stand unsicher, ob es der Fahrer war." Es werde jetzt mit allen Kräften geklärt, inwieweit sich der Tatverdacht erhärte. Falls sich herausstelle, dass der Verdächtige nicht der Täter sei, werde natürlich weiter ermittelt.

Kandt kündigte außerdem eine robuste Präsenz der Polizei an den Eingängen von Weihnachtsmärkten an. Polizisten würden dort mit Maschinenpistolen und Schutzwesten postiert. Steinbarrieren würden aufgebaut. An der Gefährdung durch islamistische Terroristen habe sich nichts geändert. „Das Schlimmste ist eingetreten.“

13.20 Uhr: Falscher Mann?

Wie die Welt berichtet, soll die Berliner Polizei den falschen Tatverdächtigen gefasst haben. Das habe die Zeitung von ranghohen Sicherheitskreisen erfahren. Die Angaben des mutmaßlichen Täters seien als korrekt erachtet worden. Der wahre Täter soll demnach noch auf freiem Fuß und bewaffnet sein.

13.09 Uhr: Unklare Herkunft

Noch immer ist nicht ganz klar woher der Festgenommene wirklich stammt. Deutschland hatte nach der tödlichen Lastwagenfahrt Kontakt mit pakistanischen Behörden aufgenommen. Eine Quelle des pakistanischen Außenministeriums, die anonym bleiben will, sagte, dass „Deutschland mit dem Außenministerium in Kontakt getreten“ war, nachdem die „Herkunft des Täters nach Pakistan zurückverfolgt wurde“.

Pakistanische Behörden seien gebeten worden, zwei Datensätze zu überprüfen: Beide tragen den gleichen Namen: Navid Balutsch (unterschiedliche Schreibweisen). Aber es gibt offenbar zwei Geburtsdaten und zwei Geburtsorte - einer in Afghanistan, in der Provinz Nimruz und einer in Pakistan. Beide Quellen bestätigten nicht, dass der Verdächite Pakistaner sei. Er könne auch ein afghanischer Flüchtling sein, der in Pakistan gelebt habe.

12.50 Uhr: Kein Zweifel

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) geht mittlerweile eindeutig von einem Terror-Anschlag aus. „Wir haben keinen Zweifel mehr, dass es sich bei dem schrecklichen Ereignis gestern Abend um einen Anschlag gehandelt hat“, sagte er in Berlin.

12.40 Uhr: sexueller Übergriff

Nun git es auch Hinweise, durch welches Delikt der Verdächtige bereits polizeibekannt ist. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen ist Naved B. der Polizei im Zusammenhang mit einem sexuellen Übergriff vom Juli 2016 bekannt. Dabei soll es auch zu Beleidigungen gekommen sein. Einen entsprechenden Eintrag gebe es in der Inpol-Datenbank, dem länderübergreifenden Informationssystem der Polizei.

12.26 Uhr: Tatwaffe

Die Waffe, mit der der polnische Beifahrer des Lkws erschossen wurde, soll kleinkalibrig sein, so die DPA. Ob sie von den Ermittlern bereits gefunden wurde, war noch unklar. Im Führerhaus des Lkws sei zudem blutverschmierte Kleidung gefunden worden. Bei dem später festgenommenen Tatverdächtigen Naved B. sei dagegen keine mit Blut befleckte Kleidung gefunden worden. Unklar bleibt demnach zunächst auch, ob dies darauf hindeuten könnte, dass der Mann noch im Lkw die Kleidung gewechselt haben könnte.

12.21 Uhr: Über Passau

Immer mehr Details zum mutmaßlichen Täter kommen ans Licht. Wie die DPA aus Sicherheitskreisen erfahren hat, soll Naved B. am 31. Dezember 2015 in einer Gruppe von etwa 15 Flüchtlingen nach Deutschland eingereist sein. Seine Personalien seien von der Bundespolizei im bayerischen Passau aufgenommen worden. Am 19. Februar habe er dann in Berlin einen Asylantrag gestellt. Der Verdächtige sei im Asylverfahren als renitent aufgefallen, sei nicht zu Anhörungen nicht erschienen und habe erklärt, er verstehe die deutsche Sprache nicht.

12.18 Uhr: Zentralrat d. Muslime

Tief bestürzt ist auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). „Der ZMD wird sich mit all seinen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass die böse Saat, Panik, Hass und Zwietracht zwischen den gesellschaftlichen Gruppen und Religionen zu stiften, niemals aufgeht“, sagte der Verbandsvorsitzende Aiman Mazyek in Berlin. Die Tat erinnere an die Attentate von Brüssel, Paris und Istanbul, „was uns Muslime zutiefst betroffen macht“, fügte er hinzu. Den Täter müsse „die volle Härte unserer Gesetze treffen“.

Liveticker: Felix Firme, Christine Dankbar, Sabine Deckwerth, Robert John, Antje Kraschinski, Klara Niederbacher, Michaela Pfisterer, Corinne Plaga, Clemens Schnur, Maike Schultz, Aleksandar Zivanovic

12.08 Uhr: Ruhe bewahren

"Es geht zunächst darum Ruhe zu bewahren", sagt der Pfarrer der Gedächtniskirche Martin Germer. Er hat bereits gestern mit Schaustellern gesprochen, die er bereits seit Jahren kennt. Einer berichtete davon, dass er in dem einen Moment noch Glühwein ausgeschenkt hat, im nächsten waren Blutlachen zu sehen. "Die Menschen sind fassungslos und erschrocken", sagt Pfr. Martin Germer. Nun sind die Menschen in Schock und Trauer, als Gemeinde organisiere man jetzt die Abläufe, die Verarbeitung solcher Ereignisse dauere längere Zeit.

12.08 Uhr: Konzert abgesagt

Heute Abend sollte eigentlich Vicky Leandros in der Gedächtniskirche ein Weihnachtskonzert geben. Das Konzert wurde abgesagt.

11.57 Uhr: Naved B. leugnet

Der festgenommene Terror-Verdächtige Naved B. leugnet die Tat. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die DPA, der 23-Jährige streite bisher alles ab.

11.50 Uhr: IS und Al Nusra

Nach Informationen aus Ermittlungskreisen stammt der 23-jährige Täter Navid B. aus Belutschistan. In dem Iranischen Hochland, das sich über den Süden Afghanistans und den Südwesten Pakistans erstreckt, rekrutieren die Terrororganisationen IS und Al Nusra ihre Mitglieder.

11.30 Uhr: Gedenken

Peter Sabisch hat gegenüber der Gedächtniskirche vorsichtig Blumen niedergelegt. "Ich bin hier, weil ich Gedenken will", sagt der Berliner. Er wohnt am Ku'damm. Er trauert, Angst hat er nicht. " die Märkte sollen aufbleiben, nur ein wenig mehr Polizei Präsenz zeigen, das fände ich gut." So ein Anschlag könnte überall passieren, es wäre nicht ratsam, sich aus Angst zu blockieren.

11.20 Uhr: Sicherheitskonferenz

Die Betreiber der Weihnachtsmärkte in Berlin-Mitte treffen sich mit dem Bezirk und der Polizei um 12 Uhr zu einer Sicherheitskonferenz. Dort wird besprochen, ob die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt am heutigen Tag geschlossen bleiben. Die meisten Märkte hatten bereits am späten Vormittag geöffnet, könnten aber wieder geschlossen werden. Am Morgen hatten sich die Veranstalter darauf verständigt, sich nicht dem Terror zu beugen und Märkte zu öffnen – mit ruhiger Musik und ohne Bühnenprogramm.

11.08 Uhr: Flüchtling als Täter

Die Bundeskanzlerin erklärte: „Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat. Dies wäre besonders widerwärtig, gegenüber den viele Deutschen, die tagtäglich in der Flüchtlingshilfe engagiert sind und gegenüber den vielen Menschen die unseren Schutz tatsächlich brauchen und die sich um Integration in unser Land bemühen.“ Die Schreckensnachricht erreichte Merkel bei einer Feier am Montag für Integrationshelfer.

11.05 Uhr: Merkels Presserklärung

Bei ihrer Presseerklärung im Kanzleramt erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel,man müsse von einem Terroranschlag ausgehen. Merkel will den Tatort am Dienstagnachmittag besuchen, um zusammen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ihre Anteilnahme zu bekunden.Der Vorfall sei eine grausame, letztlich unbegreifliche und besonders widerwärtige Tat, auch gegenüber den vielen Flüchtlingshelfern in Deutschland und jenen, die sich um Integration bemühen. „Sie wird bestraft werden. So hart es unsere Gesetze verlangen“. Die Bundeskanzlerin dankte auch den Rettungskräften und Ermittlern für ihre Arbeit. Sie habe großes Vertrauen in die Arbeit der Ermittler.

11.00 Uhr: Unterstützung der USA

Bundeskanzlerin Merkel telefonierte auch mit US-Präsident Barack Obama. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit, Obama habe die Unterstützung der USA zur Aufklärung der Hintergründe der Tat zugesichert. Er habe seine tiefe Anteilnahme ausgedrückt und die Bundeskanzlerin gebeten, den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl zu übermitteln. Den Verwundeten habe  er rasche Genesung gewünscht. Seibert sprach von einem „mutmaßlichen Anschlag“.

10.55 Uhr: Tod bestätigt

Der polnische Speditionsbesitzer Ariel Zurawski bestätigt den Tod seines Fahrers. Er habe seinen Cousin auf einem Polizeifoto identifiziert, sagte er im polnischen Fernsehen. Der Frau des Lkw-Fahrers, die am Montag als letzte gegen 15.00 Uhr mit ihrem Mann telefonisch gesprochen haben soll, wurde es das Foto nicht gezeigt. In den Stunden vor der Tat war der Pole nicht mehr zu erreichen. Es sei zu drastisch gewesen. Der Verstorbene hinterlässt auch ein 17-jähriges Kind.

10.40 Uhr: Weihnachtsmärkte

Innenminister von Bund und Ländern haben sich in einer Telefonschaltkonferenz beraten. Das Bundesinnenministerium teilt mit: „Zwischen den Teilnehmern bestand Einigkeit darüber, dass Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen weiterhin stattfinden sollen.“ Vor Ort solle je nach Lage über angemessene Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit entschieden werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière erklärt: „Egal was wir im weiteren Verlauf noch über die genauen Hintergründe und Motive der Täter erfahren, wir dürfen und wir werden uns unser freiheitliches Leben nicht nehmen lassen.“

In Berlin sollen die Weihnachtsmärkte heute dennoch geschlossen bleiben. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel hat die Betreiber laut Bundesinnenministerium um diesen Schritt gebeten. Begründung: Rücksichtnahme auf die Opfer und deren Angehörige.

10.30 Uhr: Pakistan

Währenddessen verdichten sich die Hinweise auf Pakistan als Herkunftsland des Tatverdächtigen. Vollständig geklärt ist das Geburtsland des Mannes allerdings immer noch nicht. Der RBB hatte zuvor berichtet, der Tatverdächtige könne auch aus Afghanistan stammen.

10.18 Uhr: Naved B.

Der Tatverdächtige wurde laut DPA mit Berufung auf Sicherheitskreise als mutmaßlicher Flüchtling Naved B. identifiziert. Er soll 23 Jahre alt sein und zwei Alias-Namen geführt haben, die dem erstgenannten Namen sehr ähnlich seien.

10.08 Uhr: Merkel im Kanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt um 11 Uhr im Kanzleramt vor die Presse. Das Bundespresseamt kündigte eine Erklärung „zur gestrigen Tat am Breitscheidplatz in Berlin“ an. Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) erklärte: „Es war ein schrecklicher Abend für Berlin und ganz Deutschland. Wir trauern um die Toten und sind in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten. Ich danke den Rettungskräften und der Polizei. Für eine weitere Bewertung müssen die Ergebnisse der Ermittlungen abgewartet werden.“

10.08 Uhr: Kraftfahrer erschossen?

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter erklärt, unter den Toten vom Breitscheidplatz befinde sich auch eine Person, die erschossen wurde. Es könnte sich um den polnischen Kraftfahrer handeln, der Opfer und kein Täter sei, so Schröter.

10.00 Uhr: Trauer

Am Tatort wurden Blumen für die Opfer niedergelegt. Eine Frau fährt auf dem Fahrrad an den Blumen vorbei, bekreuzigt sich währenddessen, weint und betet. Der Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer, ist auch da. Er geht gleich in die Kirche, um mit seinen Mitarbeiern zu sprechen. Heute Abend findet ein Trauergottesdienst statt.

9.50 Uhr: Terrorismus-Experte

„Deutsche haben bislang sehr viel Glück gehabt“, sagt der Terrorismus-Experte Peter Neumann im Interview. Die Ereignisse in Berlin bewertet er zwar vorsichtig, er wäre aber nicht überrascht, wenn die Tat tatsächlich ein terroristischer Anschlag wäre.

Das ganze Interview finden Sie hier.

9.44 Uhr: Berliner Senat

Auch der Berliner Senat berät heute über die Lage nach dem Vorfall am Breitscheidplatz. Um 10.00 Uhr werden Innensenator Andreas Geisel (SPD), die Sicherheitskräfte und die Staatsanwaltschaft der Landesregierung berichten, wie der aktuelle Ermittlungsstand aussieht und welche Maßnahmen getroffen werden.

9.35 Uhr: Mutiger Zeuge

Ein mutiger Zeuge soll der Polizei bei der Fahndung nach dem Täter geholfen haben. Der Polizeisprecher Winfrid Wenzel erklärte laut Welt.de der Zeuge sei dem Flüchtenden kurz nach der Tat gefolgt und habe die Notrufzentrale ständig über die Position des Mannes informiert. Die Polizei hat das bisher noch nicht bestätigt.

9.26 Uhr: Stahllieferung

Ein Spediteur sagte gegenüber TVN24, es sei geplant gewesen aus Italien transportierte Stahlkonstruktionen Dienstagfrüh in Berlin auszuladen. Der polnische Fahrer war demnach sein Cousin. Er sei seit etwa 16 Uhr nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen. Am Abend wurde er dann tot im Wagen aufgefunden.

9.20 Uhr: Lkw gestohlen?

Der polnische Sender TVN24 berichtet, der Lastwagen der Spedition bei Gryfino nahe Stettin könnte am Montagnachmittag in Berlin entführt worden sein. Seit Montagmittag habe der Wagen vor einer Berliner Firma geparkt. GPS-Daten hätten gezeigt, dass er ab etwa 16 Uhr mehrmals gestartet worden sei. Dies könnten Versuche eines mutmaßlichen Entführers gewesen sein, den LKW zu steuern. Seinen Standort in Berlin habe der Lkw dann gegen 19.45 Uhr endgültig verlassen.

9.05 Uhr: BKA übernimmt

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Auftrag des Generalbundesanwalts die Ermittlungen übernommen.

8.56 Uhr: Sondersitzung

Der Innenausschuss des Bundestags plant am Mittwoch gegen Mittag eine Sondersitzung zu dem Vorfall. Diese Information stammt laut DPA aus Koalitionskreisen.

8.39 Uhr: Hangar gestürmt

Am frühen Dienstagmorgen gegen 4.00 Uhr gab es einen SEK-Einsatz in der Flüchtlingsunterkunft am ehemaligen Flughafen Tempelhof. Wie ein Ermittler gegenüber der Berliner Zeitung erklärte, war der Tatverdächtige dort gemeldet.

8.20 Uhr: Trauerflaggen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ordnet die bundesweite Trauerbeflaggung der Bundesbehörden an. Das Ministerium teilte mit: „Dies geschieht als Zeichen der Anteilnahme nach der Gewalttat auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am gestrigen Abend.“

7.55 Uhr: Flüchtlingsunterkunft

Der festgenommene Tatverdächtige soll im Februar nach  Erkenntnissen der Behörden als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist sein. Er soll in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Derzeit gehe man davon aus, dass es aus Afghanistan oder Pakistan komme.

7.45 Uhr: Termine am Dienstag

Für heute sind folgende Termine angesetzt: Um 8.00 Uhr spricht Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im ZDF-„Morgenmagazin“. Um 11.30 Uhr wird ein Kondolenzbuch in der Gedächtniskirche ausgelegt und um 12.00 Uhr mittags wird ein Gedenkgottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale mit Erzbischof Heiner Koch stattfinden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller wird um 13.00 Uhr mit Innensenator Andreas Geisel (beide SPD) sowie Polizeipräsident Klaus Kandt eine Pressekonferenz geben. Am Abend um 18.00 Uhr wird in der Gedächtniskirche zum Trauergottesdienst eingladen.

7.30 Uhr: Infos zum Täter

Der mutmaßliche Fahrer des Lkws, der derzeit verhört wird, könnte aus Pakistan stammen, berichtet das RBB-Inforadio. Der Täter sei am 31. Dezember 2015 nach Passau in Deutschland gereist und der Polizei bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt. Der Sender beruft sich auf Sicherheitskreise. Gegen Mitternacht wurde aus Sicherheitskreisen noch berichtet, der Mann stamme aus Afghanistan.

7.00 Uhr: Spurensicherung

Am Dienstagmorgen soll der LKW laut der Deutschen Nachrichtenagentur zur Spurensicherung abgeholt werden. Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren und die Polizei weist wieder darauf hin, aus Pietätsgründen keine Fotos vom Tatort zu machen.

6.48 Uhr: Reaktion aus Nizza

Der Bürgermeister von Nizza vergleicht den Vorfall mit der Todesfahrt vom 14. Juli in Südfrankreich. „Gleiche Vorgehensweise. Gleiche blinde Gewalt. Gleicher Hass auf glückliche Menschen“, schreibt Philippe Pradal von der republikanischen Partei in der Nacht zum Dienstag auf Twitter.Ein Tunesier hatte am französischen Nationalfeiertag ebenso einen Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade von Nizza gelenkt und 84 Menschen getötet.

6.45 Uhr: Identität unklar

Wer tatsächlich der Fahrer des Lkws war, ist weiterhin unklar. Am Montagabend wurde der mutmaßliche Fahrer am großen Stern festgenommen. Da der Mann jedoch laut DPA (Deutsche Presseagentur) unterschiedliche Namen verwendet hatte, konnte seine Identität nicht zweifelsfrei geklärt werden. Ein weiterer Mann, der auf dem Beifahrersitz des Lkws saß, war laut Polizei vor Ort gestorben. 

6.35 Uhr: Vermutlich terroristisch

Erstmals spricht die Polizei von einem Verdacht auf einen Terroranschlag. Auf Twitter schreibt sie: „Alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt.“

6.30 Uhr: Mit Vorsatz

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass der Lkw am Montagabend vorsätzlich auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Charlottenburg gesteuert wurde.

6.25 Uhr: Ereignisse vom Montag

Am Montagabend raste am Breitscheidplatz gegen 20 Uhr ein Lkw in eine Menschenmenge am Weihnachtsmarkt. Der Vorfall erinnert stark an den terroristischen Anschlag in Nizza am 14. Juli. Die Ereignisse vom Montag können Sie in unserer Chronik nachlesen. (mit dpa)

Liveticker: Klara Niederbacher, Felix Firme, Daniela Vates, Uwe Aulich, Aleksandar Zivanovic, Elmar Schütze und Andreas Kopietz.

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