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Sicherheitskonferenz: Die Mächtigsten der Welt in München

KURIER-Logo KURIER vor 6 Tagen ingrid.steiner

Drei Tage lang widmen sich Dutzende Staats- und Regierungschefs, darunter auch Kanzler Kurz, der Frage: Verliert der Westen an Bedeutung?

Massives Polizeiaufgebot in München vor dem Bayerischen Hof © APA/dpa/Sven Hoppe Massives Polizeiaufgebot in München vor dem Bayerischen Hof

Sie ist eines der größten Stelldicheins der mächtigsten Entscheidungsträger der Welt: Die alljährlich im Februar in München stattfindende Sicherheitskonferenz.

40 Staats- und Regierungschefs haben sich für dieses Wochenende angesagt – darunter auch Österreichs Kanzler Sebastian Kurz; mehr als hundert Außen- und Verteidigungsminister reisen am Freitag ebenso an wie Dutzende Wirtschaftsvertreter, darunter Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Unter vier Augen

Im luxuriösen Ambiente des Bayerischen Hofes wird hier auf öffentlichen Panels über die drängendsten Sicherheitsfragen diskutiert. Hinter den Kulissen aber, in kleinen Gesprächsrunden oder gar nur unter vier Augen können sich die wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträger untereinander geschützt und ohne fremde Lauscher austauschen.

Und zu besprechen gibt es vieles: Von den anhaltenden atmosphärischen Störungen zwischen USA und der EU (Verteidigung, Handelsstreit) über die aktuellen Krisen und Kriege (Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Libyen...); über Gefahren und neue Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz bis hin zum eigentlichen Thema der Konferenz: „Westlessness“.

Kanzler Sebastian Kurz als Teilnehmer der Sicherheitskonferenz (Bild von 2018) © APA/dpa/Andreas Gebert Kanzler Sebastian Kurz als Teilnehmer der Sicherheitskonferenz (Bild von 2018)

Dieses Wort, das es eigentlich so gar nicht gibt, steht aus Sicht der Konferenz-Veranstalter für den zunehmenden Bedeutungsverlust des Westens. Politisch und militärisch, aber auch technologisch werde die Welt immer weniger westlich, lautet die These der Konferenz.

Den Erfinder und Veranstalter der Münchner Sicherheitskonfrenz, den früheren Topdiplomaten Wolfgang Ischinger, empört dieser unübersehbare Einfluss- und Handlungsverklust zutiefst. Er sei „zutiefst aufgewühlt“ über das „unverzeihliche Versagen“ der internationalen Gemeinschaft in Syrien, sagte Ischinger. „Wir haben mehr Krisen, mehr schlimme Krisen, mehr grauenhafte Vorgänge, als man sich das eigentlich vorstellen kann.“

Die logische Folge dieser Entwicklung: Andere Regionen werden mächtiger. Ein Beschleuniger dieser Entwicklung ist vor allem China. Die Führung in Peking lässt die Welt Chinas enorm gewachsene wirtschaftliche Macht auch auf anderen Bereichen immer deutlicher spüren.

Diesem Thema wird sich auch Kanzler Kurz heute Nachmittag bei einer Podiumsdiskussion mit Kanadas Premier Trudeauwidmen.

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