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Ursula Stenzel kandidiert nicht mehr bei der Wien-Wahl

Die Presse-Logo Die Presse vor 3 Tagen
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Die nicht amtsführende Wiener FPÖ-Stadträtin Ursula Stenzel wird bei der kommenden Wien-Wahl - geplant ist diese für den 11. Oktober - nicht mehr kandidieren. Das verkündet sie einer Vorabmeldung zufolge in einem Interview mit "Oe24.tv", das am Freitagabend ausgestrahlt wird. Sie wolle Platz für Jüngere machen. Einen Wechsel zum „Team HC Strache“ schließt sie demnach aus.

"Nein, ich will bei der Wien-Wahl im Oktober nicht mehr antreten. Ich werde meine Aufgabe erfüllen, solange ich noch mein Mandat habe. Aber jetzt ist Zeit, dass Jüngere an die Reihe kommen", so Stenzel. "Ab einem gewissen Alter muss man nicht mehr in der Politik sein. Jetzt soll es einen Generationswechsel in der Freiheitlichen Partei geben."

„Tief betroffen, dass er gegen FPÖ antritt“ 

Einen Wechsel zur neuen Partei des Ex-FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache, dem „Team HC Strache“ (vormals „Die Allianz für Österreich“, Anm.), schloss Stenzel dezidiert aus. "Das 'Team HC Strache' ist überflüssig. Ich bin erschüttert und tief betroffen, dass er gegen die FPÖ antritt."

Die FPÖ Wien bestätigte Stenzels Entscheidung. Sie habe den "höchstpersönlichen Beschluss" gefasst, nicht mehr zu kandidieren. "Wir nehmen das zur Kenntnis und es ist für uns eine Ehre, dass eine Grande Dame der Wiener Kommunalpolitik die freiheitliche Familie über Jahre hinweg mit ihrer Expertise im Bereich des Stadtbildschutzes sowie im Bereich Kultur unterstützt hat", sagte Landesparteisekretär Michael Stumpf. Sie werde diese Aufgabe bis zum Schluss der Gesetzgebungsperiode wahrnehmen und bleibe "selbstverständlich auch nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik ein Teil der freiheitlichen Familie", versprach er weiters.

Stenzel, früher Moderatorin der ORF-Nachrichtensendung „Zeit im Bild“, wechselte 1996 in die Politik - sie ging als ÖVP-Mandatarin ins Europaparlament. 2005 kehrte sie nach Wien zurück und wurde Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt. Die ÖVP nominierte Stenzel 2015 nicht mehr; sie wechselte zur FPÖ und wurde freiheitliche Gemeinderatsabgeordnete.

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