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Von Stenzel bis Mölzer: FPÖ präsentiert Historikerkommission

Die Presse-Logo Die Presse 13.02.2018

Die Affäre rund um ein Liederbuch mit einschlägigen Texten der Burschenschaft "Germania zu Wiener Neustadt" hat den Stein ins Rollen gebracht: Udo Landbauer trat nach der Niederösterreich-Wahl aus all seinen politischen Funktionen zurück, die Bundes-FPÖ steht vor der Konfrontation mit ihrer Geschichte, respektive jener des "Dritten Lagers". Um sie zu erforschen, kündigte Vizekanzler Heinz-Christian Strache eine Historikerkommission an - gestern, Montag, wurde im freiheitlichen Kreis über das konkrete Vorgehen und die möglichen Mitglieder der Kommission beraten. Heute, Dienstag, verkündete Generalsekretär Harald Vilimsky die Ergebnisse des einstimmigen, blauen Beschlusses.

© Ursula Stenzel / Bild: (c) Clemens Fabry (Presse)

Wilhelm Brauneder soll die Kommission leiten, kündigte Vilimsky an. Weiters stellte er die Mitglieder einer blauen "Koordinierungsgruppe" vor: der freiheitliche Ehrenobmann Hilmar Kabas, Volksanwalt Peter Fichtenbauer, die ehemalige ÖVP- und nunmehrige FPÖ-Funktionärin Ursula Stenzel, die Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller, Bundesparteiobmann-Stellvertreter Harald Stefan, Norbert Nemeth, Klubdirektor des freiheitlichen Parlamentsklubs, der Vorarlberger Abgeordnete Rainhard Bösch sowie der freiheitliche Publizist Andreas Mölzer.

Der Livestream von der Pressekonferenz:

Karner appelliert: "Keine klaren Zielvergaben"

Stefan Karner, Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, hatte Dienstagvormittag im Ö1-"Morgenjournal" für eine "sehr breite, objektive Kommission" geworben, in der "sehr viele aus unterschiedlichen Richtungen eingebunden werden". Weiteres wesentliches Erfordernis laut Karner: "Keine klaren Zielvorgaben." Vielmehr müsse "inhaltsoffen" gearbeitet werden können. Insofern wäre er sehr dafür, das DÖW in die Arbeit einzubinden, "aber auch andere, die sich mit Fragen des 'Dritten Lagers' beschäftigt haben", beispielsweise Juristen. Denn, nur bei entsprechender Breite "schafft das auch der freiheitlichen Partei die Gewissheit, dass man die Ergebnisse bereitstellen kann".

Eine Prognose, wie lange die Historikerkommission wohl beschäftigt sein wird, wollte Karner nicht abgeben. Das hänge von Mitgliederzahl, den Zugang zu Archiven, aber auch davon ab, wie "tief" gegraben werden soll. Bewerten könne man die Arbeit dann erst mit dem Endbericht.

>>> Bericht im Ö1-"Morgenjournal"

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