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Flucht vor dem Megasturm im Südosten der USA

dw.com-Logo dw.com 13.09.2018 dw.com
Provided by Deutsche Welle © Reuters/NASA/@astro_ricky Provided by Deutsche Welle

Noch tobt "Florence" über dem Atlantik, doch bald soll der Sturm auf die Küste der USA treffen. Bis zu fünf Millionen Menschen könnten betroffen sein. Die Behörden warnen vor dem stärksten Sturm seit Jahrzehnten.

Die Menschen an der Ostküste der USA bereiten sich auf einen besonders schweren Hurrikan vor. Der Sturm namens "Florence" nähert sich den Küstenstaaten North und South Carolina, wie das Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Er bringt Winde mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde. "Florence" könnte der stärkste Hurrikan seit Jahrzehnten werden, warnt die Katastrophenschutzbehörde FEMA. Vor allem die starken Sturmfluten und Regenmengen könnten Menschen in Lebensgefahr bringen und Häuser zerstören.

Millionen auf der Flucht

Nach jüngsten Prognosen des nationalen Hurrikan-Zentrums wird der Sturm die gefährdeten Küstengebiete von North oder South Carolina zwischen Donnerstag und Freitag erreichen. Einen genaueren Zeitpunkt, wann er auf Land trifft, nannte die Behörde nicht. Erste starke Winde könnten sich bereits von Donnerstagmorgen (Ortszeit) in den Küstengegenden bemerkbar machen. Für beide Staaten sowie für Virginia gab das Hurrikan-Zentrum eine Warnung vor lebensbedrohlichen Sturmfluten und Regenfällen aus.

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Bis zu 1,7 Millionen Menschen entlang eines 400 Kilometer langen Küstengebietes sollten sich auf Anweisung der Behörden in Sicherheit bringen. Viele folgten offenbar dem Aufruf, denn die Behörden registrierten viel mehr Verkehr als normalerweise üblich. Auf Straßen, die von der Küste wegführen, bildeten sich lange Staus, nachdem die Behörden die Evakuierung angeordnet hatten. Andere Bewohner machten ihre Häuser und Geschäfte sturmsicher, um vor Ort dem Hurrikan zu trotzen.

North Carolinas Gouverneur Roy Cooper warnte jedoch, es wäre ein großer Fehler, den Hurrikan in den eigenen vier Wänden aussitzen zu wollen. Die Menschen in den Evakuierungsgebieten müssten "jetzt raus". "Das ist kein Sturm, in dem die Leute ausharren sollten", sagte er vor Journalisten. "Das ist ein historischer Sturm, wie man ihn vielleicht nur einmal im Leben erlebt."

Lebensgefährliche Fluten

Seit Jahrzehnten habe ein Hurrikan kein so großes Zerstörungspotenzial mehr gehabt, warnen Behörden. Ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Jeff Byard, sagte: "Dieser Sturm wird uns nicht nur streifen. Er wird ein Volltreffer." Die Behörden rechneten damit, dass insgesamt bis zu fünf Millionen Menschen ihre Häuser vorübergehend verlassen müssen. Die Prognosen der Meteorologen lassen Schlimmes befürchten: Sie warnen vor extremen Regenfällen, großflächigen Stromausfällen, lebensgefährlichen Sturmfluten und Überschwemmungen.

"Sturmfluten haben das größte Potenzial, die größte Zahl an Menschen zu töten. Und sie haben das größte Zerstörungspotenzial», hieß es von der FEMA. Die erwarteten Regenmassen zwischen 38 und 76 Zentimetern könnten ferner Flüsse über die Ufer treten lassen und Erdrutsche auslösen, warnte das Hurrikan-Zentrum.

Die drei besonders gefährdeten Bundesstaaten South Carolina, North Carolina und Virginia hatten vorsichtshalber bereits am Sonntag den Notstand ausgerufen, um sich für den Sturm zu wappnen. Am Dienstag tat dies die Bürgermeisterin von Washington D.C., Muriel Bower, auch für die US-Hauptstadt. Diese grenzt nördlich an Virginia.

Trump warnt Kongress vor

"Dieser Hurrikan wird sehr stark sein, sogar stärker als das, was man in Jahrzehnten gesehen hat", sagte auch US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Journalisten im Weißen Haus in Washington. Die Sicherheit seiner Landsleute habe im Moment höchste Priorität. Er appellierte an die Menschen vor Ort, den Anweisungen der Behörden zu folgen: "Wenn Sie aufgefordert werden zu gehen, dann raus da." Außerdem forderte Trump den US-Kongress auf, sich darauf vorzubereiten, eventuell Hilfsgelder zu genehmigen.

Weiter südlich im Atlantik bewegt sich der Sturm "Isaac" auf die Karibikinseln zu. Ungefähr 1500 Kilometer östlich von "Isaac" tobt derzeit auch noch Hurrikan "Helene" mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde im Atlantik. Wegen seines prognostizierten Nordkurses, der ihn in kältere Gewässer führt, birgt er aber kaum Gefahr, jemals Land zu erreichen.

pgr/ww (dpa, afp)

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