Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Europas beliebteste Urlaubsländer und ihre Einreise- und Corona-Regeln

DW-Logo DW 10.01.2022 Anne Termèche, Martin Koch, Andreas Kirchhoff

Wer derzeit in Europa reisen will, muss mit Einschränkungen rechnen. Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich rasant aus, sodass viele Länder ihre Maßnahmen wieder verschärfen. Hier einige Regeln im Überblick.

Provided by Deutsche Welle © Wolfgang Kumm/dpa/picture alliance Provided by Deutsche Welle

Urlaub in Europa ist möglich - mit aller gebotenen Vorsicht. Aufgrund der Delta- und Omikron-Varianten verschärfen viele Länder allerdings wieder ihre Einreise- und Corona-Regeln. Nach wie vor kann sich die Situation in einem Land von heute auf morgen ändern, was von Touristen und Reiseveranstaltern, Hotels und Gastronomen enorme Flexibilität erfordert.

Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und diesen Anmelde-Nachweis bei der Einreise mit sich führen.

Was Deutschland-Urlauber wissen müssen

Erforderlich für die Einreise nach Deutschland sind entweder ein negativer Corona-Test, Impf- oder Genesungsnachweis. Seit dem 1. Juli ist das EU-Impfzertifikat in Kraft, es vereinfacht die Einreisebestimmungen für Deutschland und das Reisen innerhalb Europas.

Zu den Einreisedokumenten gehört neben dem Pass nun auch die elektronische Einreiseanmeldung und ggf. ein negativer Corona-Test © Boris Roessler/dpa/picture alliance Zu den Einreisedokumenten gehört neben dem Pass nun auch die elektronische Einreiseanmeldung und ggf. ein negativer Corona-Test

In ganz Deutschland gilt seit Dezember 2021 unabhängig von der aktuellen Inzidenz für den Zutritt zum Einzelhandel, zu Kultur- und Freizeitveranstaltungen die 2G-Regel (geimpft, genesen). Großveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist überall dort Pflicht, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Im öffentlichen Nahverkehr sowie Zügen gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Außerdem dürfen nur zehn Personen im privaten Kreis zusammenkommen, solange alle geimpft oder genesen sind.

Am 07. Januar haben Bund und Länder beschlossen, dass in der Gastronomie künftig bundesweit die 2G-Plus-Regel (geimpft oder genesen mit Test) eingeführt werden soll. Ein genaues Datum, ab wann die Regel gelten soll, wurde noch nicht festgelegt.

Jedes Bundesland kann darüber hinaus je nach Infektionslage eigene Regeln festlegen. Das Kompetenzzentrum des Bundes informiert über die aktuellen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes.

Test- und Quarantänepflichten in Europa

Die Wahl des Reiseziels will gut überlegt sein. Denn für deutsche Urlauber sind sowohl bei der Einreise in das Urlaubsland als auch bei der Rückkehr nach Deutschland Testpflichten und Quarantäneregeln zu beachten.

Entscheidend ist dabei die Einstufung des Reiseziels als Hochrisikogebiet oder als Virusvariantengebiet durch das Auswärtige Amt. Reiserückkehrer aus einem Virusvariantengebiet müssen in eine 14-tägige Quarantäne, die nicht verkürzt werden kann. Bei Rückkehr aus einem Hochrisiko-Gebiet beträgt die Quarantänezeit zehn Tage, die nach frühestens fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden kann. Informationen darüber, welche Länder in Europa und weltweit wie eingestuft sind, bietet das Robert Koch-Institut in seiner stets aktuellen Übersicht.

Ab 4. Januar 2022 werden zunächst keine Virusvariantengebiete mehr ausgewiesen. Diese Regionen werden fortan als Hochrisikogebiete geführt.

Der Corona-Impfpass, auf den sich die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament verständigt haben, ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft und enthält neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen. Ab 1. Februar 2022 werden die EU-Impfzertifikate für Reisen durch die EU allerdings neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig.

Seit dem 1. Juli gibt es den digitalen europäischen Impfpass © Weber/Eibner-Pressefotopicture alliance Seit dem 1. Juli gibt es den digitalen europäischen Impfpass

Um Reisenden in Europa einen besseren Überblick über mögliche Beschränkungen zu verschaffen, hat die EU eine Corona-Ampel eingeführt. Danach wird die EU in grüne, orange und rote Zonen eingeteilt. Hinzu kommt noch die Farbe grau für Regionen, aus denen nicht genug Daten vorliegen.

Hilfreich ist auch die 'Re-open EU'-App der EU-Kommission. Sie bietet aktuelle Informationen etwa zur Gesundheitssituation, Sicherheitsvorkehrungen oder Reisebeschränkungen, und zwar für alle EU-Staaten sowie die Mitglieder des grenzkontrollfreien Schengenraums Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Die Corona- und Einreiseregeln der beliebtesten Urlaubsziele (alphabetische Reihenfolge):

Dänemark

Dänemark gilt aus deutscher Sicht als Hochrisikogebiet. Die Regierung hat die Maßnahmen verschärft, große Teile des öffentlichen Lebens werden wieder heruntergefahren. Theater, Kinos, Zoos, Vergnügungsparks und Sportstätten müssen geschlossen bleiben. Restaurants dürfen nur noch bis 23 Uhr öffnen, ein Besuch ist nur nach der 3G-Regel möglich. Denn trotz Impfrate von knapp 80 Prozent steigen die Fallzahlen seit Anfang Oktober konstant. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz bei rund 2378. Die strengeren Regeln gelten zunächst bis Mitte Januar.

Seit 27. Dezember müssen auch vollständig geimpfte Einreisende einen negativen Corona-Test vorweisen.

Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen: Zierlich von Gestalt, aber eine der größten Sehenswürdigkeiten Dänemarks © picture-alliance /F. Rumpenhorst Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen: Zierlich von Gestalt, aber eine der größten Sehenswürdigkeiten Dänemarks

Frankreich

Auch Frankreich gilt als Hochrisikogebiet und versucht mit strengeren Impfregeln und Maßnahmen das Virus zu bekämpfen. Nachtclubs und Diskotheken sind bis vorerst 24. Januar geschlossen. Die Auslastung der Lokale ist auf 50 Prozent begrenzt. Der Zugang zu Kulturstätten, Fernzügen, Reisebussen, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren ist nur noch mit Impf- bzw. Genesungsnachweis möglich. Alternativ ist ein negativer PCR- oder Antigentest erlaubt, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ab voraussichtlich 15. Januar sind negative Tests nicht mehr ausreichend.

Außerdem muss der "pass sanitaire" mitgeführt werden. Das ist ein Nachweis über die vollständige Impfung gegen COVID-19, die Genesung von der Infektion oder einer aktuellen negativen Testung. Dieser wird ebenfalls voraussichtlich am 15. Januar durch den neuen Impfpass "pass vaccinal" ersetzt.

Der Eiffelturm in der französischen Hauptstadt Paris ist für Besucher geöffnet © Joel Saget/dpa/AFP/picture alliance Der Eiffelturm in der französischen Hauptstadt Paris ist für Besucher geöffnet

Der pass sanitaire kann nach EU-Vorgaben digital auch über eine der deutschen Apps (CovPass oder Corona-Warn-App) oder in Papierform erfolgen. Für Touristen, die nicht vollständig geimpft sind, wird der Frankreich-Urlaub teuer: Die Tests sind nicht mehr kostenlos.

Wer aus Europa nach Frankreich einreist, muss eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben und einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Ebenfalls akzeptiert wird eine Impfbescheinigung oder ein Nachweis über die Genesung, der nicht älter als sechs Monate ist. Detaillierte Informationen zu den geltenden Maßnahmen und Einreisebedingungen bietet das französische Außenministerium.

Die Akropolis von Athen, Griechenlands wohl bekanntestes Gebäude © Vasilis Rebapis/Eurokinissi/ANE/picture alliance Die Akropolis von Athen, Griechenlands wohl bekanntestes Gebäude

Griechenland

Griechenland reiht sich in die Reihe der Hochrisikogebiete ein. Die Einreise nach Griechenland auf dem See-, Luft- und Landweg ist grundsätzlich für alle Personen ab 5 Jahre nur mit einer Bescheinigung in digitaler oder schriftlicher Form über einen negativen PCR-Test (darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen) oder einen Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) eines anerkannten Testlabors aus dem Abreiseland möglich. Der auf dem Zertifikat angegebene vollständige Name muss mit dem Namen im Ausweisdokument übereinstimmen. Wegen der Omikron-Variante müssen auch Reisende, die eine vollständige Impfung nachweisen können, einen Test vorzeigen. Außerdem muss ein Einreise-Formular ausgefüllt werden.

In Griechenland steigen die COVID-19-Fälle an, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 2427 Neuinfektionen. Im Land herrschen strenge Maßnahmen für Ungeimpfte. Für sie sind öffentliche Räume wie Kinos, Theater, Museen, Bars und Tavernen auch mit negativen Schnell- oder PCR-Test tabu. Restaurants und Cafés müssen spätestens um Mitternacht schließen. In den Innenbereichen gilt 2G, in den Außenbereichen 3G. Auf Visit Greece sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Die Tower Bridge ist eines der Wahrzeichen von London - Großbritannien selbst gilt als Hochrisikogebiet © picture-alliance/AP Photo/T. Hicks Die Tower Bridge ist eines der Wahrzeichen von London - Großbritannien selbst gilt als Hochrisikogebiet

Großbritannien

Großbritannien, Nordirland, alle Kanalinseln sowie die britischen Überseegebiete galten aus deutscher Sicht bis Anfang 2022 als Virusvariantengebiete, seit dem 04. Januar sind sie wieder als Hochrisikogebiete eingestuft. Bei Rückreise nach Deutschland ist also keine Quarantäne für Geimpfte und Genesene mehr nötig.

Auch für Einreisende gibt es Erleichterungen: Ab dem 07.01. sind keine Tests mehr vor der Einreise nach England notwendig. Weiterhin muss binnen 48 Stunden nach Einreise ein Test gemacht werden - allerdings kein PCR-Test mehr, sondern nur noch ein Schnelltest. Für Geimpfte fällt auch die Quarantäne bis zum Erhalt eines negativen PCR-Testergebnisses weg. Für alle Einreisende gilt grundsätzlich die Pflicht zur elektronischen Anmeldung.

In Großbritannien wurde das mehrstufige Ampelsystem abgeschafft, stattdessen erfolgt nur noch eine Einteilung in risikoreiche Regionen (rot) und sichere Regionen (nicht rot). Für Einreisende aus "roten" Ländern gelten weitaus schärfere Regeln. Sie müssen sich beispielweise nach Ankunft auf eigene Kosten in zehntätige Hotel-Quarantäne begeben.

Im Land selbst ist die hochansteckende Omikron-Mutante dominierend. In allen öffentlichen Innenräumen bis auf Restaurants, Pubs und Fitnessstudios gilt deshalb eine obligatorische Maskenpflicht. Seit dem 15. Dezember gibt es einen COVID-Pass, der bei vielen Veranstaltungen und bei Nachtclubs vorgelegt werden muss. Alternativ genügt ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln.

Italien

In Italien liegt die 7-Tage-Inzidenz bei rund 1836. Im ganzen Land gilt bis März der Notstand.

Rund 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren sind vollständig geimpft. Für Einheimische und Gäste ist der sogenannte "Grüne Pass" entscheidend - dazu zählt auch das in Deutschland ausgestellte EU-Corona-Impfzertifikat: Bei praktisch allen Aktivitäten im Innenbereich - Bars, Restaurants, Museen, Sportevents - wird der Pass verlangt.

Italien stuft seine Regionen je nach Infektionsgeschehen in weiße, gelbe, orange oder rote Zonen ein. Derzeit gibt es nur weiße und gelbe Zonen. Führt eine gefährliche Infektionslage zu einer veränderten Einstufung, kann das Reisen innerhalb Italiens je nach Region eingeschränkt werden. Personen mit einem COVID-19-Pass dürfen sich uneingeschränkt in allen Zonen aufhalten.

Seit dem 16. Dezember müssen alle Reisenden aus EU-Staaten unabhängig von ihrem Impfstatus bei Ankunft einen negativen Corona-Test vorweisen. Auch müssen alle Reisen über ein Online-Formular angemeldet werden.

In ganz Italien gilt weiterhin die Maskenpflicht an öffentlichen Orten, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ein Mund-Nase-Schutz ist in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Dazu kann es vor dem Betreten von Einrichtungen, wie Behörden und Geschäften, zu Temperaturmessungen kommen. Seit dem 10. Januar gilt in Hotels, Kongresszentren, Restaurants, Skilisten und den Transportmitteln im Nah- und Fernverkehr die 2G-Regel. Diskotheken und Tanzlokale bleiben geschlossen.

In den einzelnen Regionen und Kommunen können zudem individuelle Regeln und Beschränkungen erlassen werden.

Ein Skywalk im Naturpark Biokovo, Kroatien © Nikolina Tomasovic Bock/DW Ein Skywalk im Naturpark Biokovo, Kroatien

Kroatien

Das beliebte Reiseland gilt aktuell aus deutscher Sicht als Hochrisikogebiet. Die Einreise aus Deutschland sowie aus der EU und dem Schengenraum ist mit Vorlage eines Impfzertifikats, einer Genesungsbestätigung oder eines Corona-Tests möglich. Über alle Einreisemodalitäten informiert das kroatische Innenministerium.

Bei der Einreise werden darüber hinaus die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. Um Wartezeiten bei der Einreise zu verhindern, empfiehlt das kroatische Innenministerium, die Kontakt- und Aufenthaltsdaten vorab online zu hinterlegen.

Für öffentliche Verkehrsmittel besteht eine Fahrgastkappung. Auch Geschäfte dürfen nur eine begrenzte Anzahl an Gästen einlassen. Außerdem besteht in geschlossenen Räumen eine Mundschutz-Pflicht. Zudem darf nachts kein Alkohol verkauft werden. In Kroatien aber ist der Besuch von Restaurants und Bars ohne 3G-Nachweis möglich, bei größeren Veranstaltungen wird dieser jedoch verlangt.

Auch auf Malta steigen die Corona-Infektionen © Bruno Coelho/Zoonar/picture alliance Auch auf Malta steigen die Corona-Infektionen

Malta

Malta hat zwar eine der höchsten Impfquoten der EU mit fast 85 Prozent, doch auch hier sind die Zahlen hoch: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei etwa 1190. Malta gilt als Hochrisikogebiet. Zur Einreise sind eine digitale Anmeldung und der Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Tests nötig. Wer das nicht vorweisen kann, muss nach der Einreise 14 Tage in ein kostenpflichtiges Quarantäne-Hotel.

Risikoländer werden von Malta in zwei Kategorien ausgewiesen und entweder in der sogenannten "red list" oder "dark red list" geführt. Deutschland ist derzeit auf der "red list". Personen, die sich 14 Tage vor Einreise ausschließlich in Ländern der "red list" oder in Ländern, die auf keiner der beiden Listen geführt werden, aufgehalten haben, dürfen einreisen. Eine Einreise aus einem Land der "dark red list" ist nur in Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen möglich und bedarf der vorherigen Genehmigung durch die maltesischen Behörden.

Einrichtungen wie Geschäfte, Dienstleistungsbetriebe, Kinos und Theater sind geöffnet. Restaurants und Bars ist es gestattet, Gäste ohne Impfnachweis abzulehnen - wenn sie das tun, dürfen sie als Belohnung von der Regierung länger geöffnet haben, die Tische näher zusammenrücken und Leute an der Bar bedienen.

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich rasant aus - die Niederlande sind wieder im Lockdown © Patrick Post/AP/picture alliance Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich rasant aus - die Niederlande sind wieder im Lockdown

Niederlande

Die Niederlande befinden sich bis 14. Januar wieder im Lockdown. Fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure sind geschlossen. Ausgenommen sind nur Läden wie Supermärkte oder Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Jeder Haushalt darf nur noch zwei Gäste empfangen. Die Omikron-Variante breitet sich rasant aus, die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz in den Niederlanden liegt bei über 1040.

Die Niederlande werden von deutscher Seite als Hochrisikogebiet eingestuft. Die Niederlande selbst stufen Deutschland ebenfalls als Hochrisikogebiet ein und haben die Einreiseregeln angepasst: Erforderlich bei der Einreise von Deutschland in die Niederlande ist der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung. Alle Flugreisenden unabhängig von der Einstufung der Herkunftsregion, müssen vor Reiseantritt zusätzlich ein Gesundheitsformular ausfüllen und mit sich führen.

Reisen nach Norwegen sind nach dem EU-Ampelsystem möglich - für Deutschland gilt die Stufe © Gerhard Zwerger-Schoner/picture-alliance/imageBROKER Reisen nach Norwegen sind nach dem EU-Ampelsystem möglich - für Deutschland gilt die Stufe

Norwegen

Norwegen ist von COVID-19 weiterhin betroffen und gilt als Hochrisikogebiet. Das skandinavische Land richtet sich ebenfalls nach dem Ampelsystem der EU. Die Bundesrepublik ist damit als "dunkelrot" eingestuft worden. Nur noch Besucher mit einem digitalen COVID-Zertifikat können einreisen. Ohne diesen Nachweis ist die Einreise aus Deutschland nur noch in Ausnahmefällen möglich und mit Test- und Quarantänepflichten verbunden.

Österreich gilt nicht mehr als Hochrisikogebiet © Bildagentur-online/Nardi-AGF/picture alliance Österreich gilt nicht mehr als Hochrisikogebiet

Österreich

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich liegt derzeit bei etwa 596. Über 72 Prozent der Bevölkerung sind geimpft. Österreich gilt nicht mehr als Hochrisikogebiet, ein neuer Lockdown ist erstmal nicht in Sicht. Restaurants, Hotels, Theater und Kinos sind für Geimpfte und Genesene unter strengen Auflagen geöffnet. Der 2G-Nachweis muss kontrolliert und FFP2-Masken getragen werden. Um 22 Uhr ist Sperrstunde. Drinnen dürfen maximal 25 Personen miteinander feiern. Ab dem 11. Januar gilt eine Maskenpflicht im Freien. Auch für die Skigebiete gibt es strenge Regeln. Wintersportler müssen einen Nachweis über die Impfung oder Genesung vorlegen, um Seilbahnen und Gondelbahnen zu benutzen. In diesen Verkehrsmitteln müssen FFP2-Masken getragen werden. Après-Ski-Lokale bleiben trotz Lockdown-Ende bis auf Weiteres geschlossen. Um die Infrastruktur in Angesicht der Omikron-Variante nicht zu gefährden, reagiert die österreichische Regierung mit kürzeren Quarantänepflichten. So können sich Kontaktpersonen von Infizierten nach dem fünften Tag aus der Quarantäne freitesten.

Eine Impfpflicht wird heftig diskutiert, rechtlich steht der Plan auf wackeligen Füßen.

Wegen Omikron hat Österreich außerdem seine Einreisebestimmung verschärft. Seit dem 20. Dezember gilt die 2Gplus-Regel. Ohne weiteres darf nur noch ins Land, wer dreifach geimpft ist. Für doppelt Geimpfte sowie für Genesene gilt zusätzlich eine Pflicht zum PCR-Test. Wer bei der Einreise kein negatives Testergebnis hat, muss sich registrieren und unverzüglich in Quarantäne. Die Quarantäne darf beendet werden, sobald ein negatives Testergebnis vorliegt.

Trotz Einschränkungen ist Urlaub in Portugal möglich © Nicole Ris/DW Trotz Einschränkungen ist Urlaub in Portugal möglich

Portugal

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Portugal liegt derzeit auf rund 1670, die Bevölkerung ist zu rund 90 Prozent durchgeimpft. Seit dem 1. Dezember 2021 gilt der Nationale Notstand, der strengere Maßnahmen umfasst. Seit dem 25. Dezember ist das Land als Hochrisikogebiet. In Innenräumen von Kultureinrichtungen, Kinos und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden. In Restaurants, touristischen Einrichtungen, kulturellen Veranstaltungen, Hotels und Fitness-Studios gilt die 3G-Regel. Bei Großveranstaltungen und beim Besuch von Diskotheken und Bars müssen auch vollständig Geimpfte einen negativen Test vorweisen. Personen, mit Booster-Impfung, die mindestens 14 Tage zurückliegt, sind davon ausgenommen.

Seit dem 1. Dezember befreit ein Digitales COVID-Zertifikat der EU bei der Einreise nicht mehr von der Testpflicht. Diese Maßnahme ist zunächst bis zum 9. Februar 2022 beschränkt. Außerdem müssen Einreisende über den Luftweg eine elektronische Reiseanmeldung ausfüllen. Es wird auch Fieber gemessen.

Abweichende Einreisebestimmungen gelten für die autonomen Regionen Madeira und Azoren. Dort müssen Einreisende vorab verpflichtend eine Gesundheitserklärung abgeben. Kinder unter zwölf werden in die Erklärung des mitreisenden Erwachsenen aufgenommen. Bei Einreise muss ein aktueller PCR-Test vorgelegt werden (nicht älter als 72 Stunden) oder vor Ort ein kostenloser Antigen-Schnelltest absolviert werden. Im letzteren Fall ist eine Selbstisolation im Hotel bis zum Ergebnis des Tests Pflicht. Ausgenommen von der Testpflicht sind Geimpfte und Genesene. Auf den Inseln der Azoren gelten zum Teil jeweils unterschiedliche Bestimmungen in Sachen Ausgangssperren und Beschränkungen im öffentlichen Leben. Nähere Informationen dazu bieten die Regionalregierungen der Azoren und Madeiras.

Die Schweiz hat in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel eingeführt © Jungfraubahnen 2019 Die Schweiz hat in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel eingeführt

Schweiz

Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Schweiz liegt bei rund 1727 bei einer Impfquote von rund 67 Prozent. Das Land gilt als Hochrisikogebiet. Seit dem 20. Dezember gilt in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel bei einem Besuch in Restaurants, Bars, Fitnesscentern und Kultureinrichtungen. Außerdem gilt eine Maskenpflicht.

Die Regeln für die Einreise in die Schweiz wurden wieder gelockert. Bisher mussten alle Einreisenden, auch Geimpfte, einen negativen PCR-Test vorlegen. Ausnahmen galten für Grenzgänger. Seit dem 20. Dezember werden auch Antigen-Schnelltests akzeptiert, die nicht älter als 24 Stunden sind. Geimpfte und Genesene müssen zudem keinen zweiten Test vier bis sieben Tage nach der Einreise mehr machen. Für Ungeimpfte bleibt diese Pflicht bestehen. Grundsätzlich gilt für alle Einreisenden die Pflicht, ein Einreiseformular auszufüllen. Um zu entscheiden, ob in einem Staat oder Gebiet ein erhöhtes Ansteckungsrisiko herrscht, werden in der Schweiz die Neuansteckungen pro 100.000 Personen in den letzten 14 Tagen angeschaut. Wenn diese Inzidenz eines Landes um mindestens 60 höher ist als die Inzidenz in der Schweiz, kommt das Land auf die "schwarze Liste".

In der Region Madrid ist die Omikron-Variante auf dem Vormarsch © Susana Vera/REUTERS In der Region Madrid ist die Omikron-Variante auf dem Vormarsch

Spanien

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien liegt bei etwa 1860, 81 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Corona geimpft. Das Land, einschließlich der Balearen und der Kanarischen Inseln, wird aus deutscher Sicht als Hochrisikogebiet eingestuft.

Die Einreise-Regeln nach Spanien orientieren sich an der Corona-Ampel der EU. Deutschland gilt derzeit als Risikogebiet. Personen aus Deutschland müssen deshalb bei Einreise entweder einen vollständigen Impfschutz, ein negatives Testergebnis oder eine Genesung von COVID-19 nachweisen. Diese Regeln gelten auch für Einreisende auf dem Landweg über Frankreich.

Reisende, die nach Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einreisen - auch Transitreisende - müssen ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt. Dieser muss beim Check-in und bei der Einreise vorgelegt werden.

In Spanien gilt im Freien wieder eine generelle Maskenpflicht. Abstände müssen gewahrt werden, auch am Strand.

Die jeweils aktuellen Einreise- und Corona-Bestimmungen für alle Teile Spaniens kann man bei den Corona-Hotlines der Regionen erfragen

Tschechische Republik

Auch Tschechien, seit dem 14. November als Hochrisikogebiet eingestuft, setzt das europäische Ampel-System um, Deutschland ist der roten Kategorie zugeordnet. Für Geimpfte und Genesene, die über einen in Tschechien anerkannten Impf- oder Genesenennachweis verfügen, entfällt die Test- und Quarantänepflicht, nicht aber die Pflicht zur Einreiseanmeldung.

Das winterliche Istanbul © Lokman Akkaya/AA/picture alliance Das winterliche Istanbul

Türkei

Wegen gestiegener Corona-Infektionen gilt die Türkei aus deutscher Sicht als Hochrisikogebiet. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich nach der Einreise nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne begeben, die mit einem entsprechenden Negativ-Test auf fünf Tage verkürzt werden kann. Für Geimpfte und Genesene entfällt bei Einreise nach Deutschland die Quarantänepflicht.

Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Flugreisende müssen innerhalb von drei Tagen vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Die Kontrolle erfolgt bei Einreise bzw. beim Check-In. Danach wird den Reisenden ein Genehmigungscode ("HES-Code") mitgeteilt, der bei Kontrollen im Land vorgezeigt werden muss.

Cafés, Restaurants und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet, es gibt keine Ausgangsbeschränkungen. Eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, im Nahverkehr und Supermärkten gilt weiter.

Autor: Anne Termèche, Martin Koch, Andreas Kirchhoff

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Deutsche Welle

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon