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Waschbär hält Flugzeug auf – sieben Stunden Verspätung

Marco Polo-Logo Marco Polo 15.05.2018 Jonathan Berg
© Shutterstock

Verspätungsgrund: Waschbär. In der über 80-jährigen Geschichte von Air Canada ist so etwas noch nie vorgekommen. Zumindest sei kein derartiger Vorfall bekannt, sagte Unternehmenssprecherin Angela Mah im Anschluss. Die denkwürdige Begebenheit trug sich in Saskatoon in der kanadischen Provinz Saskatchewan zu. Ein Waschbär hatte es sich in einem Luftschacht einer Air-Canada-Maschine gemütlich gemacht. Das Tier wurde während der Vorbereitungen für den Abflug entdeckt. Leider machte der Waschbär keine Anstalten, die Maschine freiwillig zu verlassen.

Waschbär tritt den Rückzug an

Die 79 Passagiere des Flugs nach Toronto warteten noch am Gate und bemerkten schnell die ungewöhnlichen Aktivitäten auf dem Rollfeld. Mitarbeiter inspizierten die Unterseite des Flugzeugs und machten Fotos. „Die Leute haben zunächst geraten, was es sein könnte“, sagte Passagier Damien Lee dem kanadischen Online-Magazin „Huffington Post“. Dem Bericht zufolge nahmen auch die Piloten das Problem in Augenschein. Tierfänger seien gerufen und Außenpaneele des Flugzeugs entfernt worden.

Bei der „Verfolgung“ kamen laut dem Augenzeugen auch Lasso-ähnliche Hilfsmittel zum Einsatz. „Es war ein großer Spaß“, meinte Lee – trotz der am Ende rund siebenstündigen Verspätung. „Was soll man machen? Das hat ja niemand mit Absicht getan.“ Am Ende blieb die bereitgestellte Transportbox ungenutzt. Der Waschbär sprang aus dem Flugzeug und rannte davon. Das Tier blieb laut der Air-Canada-Sprecherin unverletzt.

Wie kam der Waschbär an Bord?

Für die Verantwortlichen ist es allerdings weiterhin ein Rätsel, wie der Waschbär in die Klimaanlage des Flugzeugs geraten war. Laut dem Bericht ist es offenbar nicht völlig ausgeschlossen, dass das Tier schon auf dem Hinflug aus Toronto an Bord war. Das sei zwar nicht sonderlich wahrscheinlich, sagte ein Manager des Flughafens. Andererseits seien Waschbären in der Gegend nicht heimisch.

Die Passagiere wurden nicht nur mit der kuriosen Geschichte entschädigt. Air Canada bot ihnen neben einer Mahlzeit einen Rabatt für einen künftigen Flug an, wie Radio Canada berichtete.

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Von Jonathan Berg

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