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Erneut zahlreiche Flugausfälle bei Air Berlin

SZ.de-Logo SZ.de 14.09.2017
Auch am Mittwoch werden Passagiere wieder an Serviceschaltern von Air Berlin warten wie hier in Tegel. © dpa Auch am Mittwoch werden Passagiere wieder an Serviceschaltern von Air Berlin warten wie hier in Tegel.

Auch für Mittwoch haben sich fast 150 Piloten und First Officers krank gemeldet. Wieder werden Tausende Passagiere betroffen sein.

Wegen zahlreicher Krankmeldungen bei der insolventen Fluglinie Air Berlin fallen auch an diesem Mittwoch vermutlich wieder zahlreiche Flüge aus. Es lägen 149 Krankmeldungen von Kapitänen und First Officers vor, hieß es in einem internen Brief der Vorstandschefs an die Piloten. Wie viele Flüge tatsächlich betroffen sind, will das Unternehmen am Mittwochmorgen bekanntgeben. Der Flughafen Düsseldorf teilte bereits mit, Air Berlin habe für Mittwoch 30 von 182 Starts und Landungen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gestrichen.

Bereits am Dienstag hatten sich etwa 200 Kollegen zumeist kurzfristig krank gemeldet. Mehr als 100 Flüge fielen aus, Tausende Passagiere waren betroffen. Die Kosten für die Airline beliefen sich nach internen Berechnungen auf etwa fünf Millionen Euro. Das Management sprach von einer existenzbedrohenden Situation für die Airline und kritisierte, ein Teil der Belegschaft spiele mit dem Feuer.

Druck auf Piloten nimmt zu

Der Druck auf die Piloten nimmt zu, die Arbeit wieder aufzunehmen. "Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten an den Gesprächen um die Zukunft von Air Berlin die Nerven behalten und versuchen, das Beste für die Beschäftigten zu erreichen", sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) der Bild. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte, "den Flugbetrieb jetzt bestmöglich aufrechtzuerhalten und nicht die Kunden in Mitleidenschaft zu ziehen".

Der Vorstand, die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und der Betriebsrat rief die gesunden Mitarbeiter dazu auf, zur Arbeit zu kommen. Die Unternehmensführung betonte: "Wir laufen massiv Gefahr, den Investorenprozess, den wir mit dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung begonnen haben, nicht mehr zu einem möglichst positiven Ende zu führen." Um Investoren nicht zu verschrecken und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten, sei es "entscheidend, den Flugbetrieb kurzfristig zu stabilisieren".

Ein Generalbevollmächtigter verhandelt derzeit mit der Lufthansa und weiteren Interessenten über einen Verkauf der Fluggesellschaft. An diesem Freitag endet die Bieterfrist, eine Entscheidung soll am 21. September fallen.

Die verlustreiche Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, nachdem ihre arabische Großaktionärin Etihad die Zahlungen eingestellt hatte.

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