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Japanischer Weltraumtourist Maezawa hofft auf "nicht allzu hartes" Training

AFP-LogoAFP 09.10.2018 Von Richard CARTER
Yusaku Maezawa mit einer Miniaturrakete und einem Astronautenhelm: Der japanische Milliardär und zukünftige Weltraumtourist Yusaku Maezawa hofft auf ein nicht allzu hartes Training für seine geplante Mondumrundung. Es gebe noch keinen genauen Plan, "aber Elon Musk hat gesagt, dass es nicht allzu hart werden dürfte", sagte der 42-Jährige in Tokio. © Bereitgestellt von AFP Der japanische Milliardär und zukünftige Weltraumtourist Yusaku Maezawa hofft auf ein nicht allzu hartes Training für seine geplante Mondumrundung. Es gebe noch keinen genauen Plan, "aber Elon Musk hat gesagt, dass es nicht allzu hart werden dürfte", sagte der 42-Jährige in Tokio.

Der japanische Milliardär und künftige Weltraumtourist Yusaku Maezawa setzt darauf, dass die Vorbereitungen auf seine Mondumrundung nicht allzu anstrengend werden. "Bisher wurde noch nicht entschieden, was für einem Training ich mich unterziehen muss, aber Elon Musk hat gesagt, dass es nicht allzu hart werden dürfte", sagte der 42-Jährige am Dienstag vor Journalisten in Tokio. Bewältigen will der Mode-Unternehmer das Training dank des in seiner Firma üblichen Sechs-Stunden-Tages.

Maezawa gestand bei der Pressekonferenz ein, dass er von den Vorbereitungen auf seinen Weltraumtrip in einigen Jahren noch keine klare Vorstellung habe. Englisch sei wahrscheinlich "ein Muss", sagte er auf Japanisch.

Auf die Frage, wie er das Training in seinen Terminplan einbauen werde, verwies der Gründer und Chef des größten japanischen Online-Modehändlers Zozotown auf den Sechs-Stunden-Tag in seiner Firma. "Ich arbeite nicht von morgens bis abends", sagte Maezawa. Er gehe jede Woche nur an drei oder vier Tagen ins Büro und versuche, immer nach sechs Stunden nach Hause zu gehen.

Maezawa soll als erster Tourist mit einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von US-Milliardär Elon Musk den Mond umrunden. Die Mission ist für das Jahr 2023 geplant. Wieviel Geld der Milliardär für sein Abenteuer zahlt, bleibt ein Geheimnis. Er soll mit einer neuen Big-Falcon-Rakete von SpaceX ins All fliegen, deren Entwicklungskosten auf rund fünf Milliarden Dollar (4,35 Milliarden Euro) geschätzt werden.

Maezawa verfügt dem Magazin "Forbes" zufolge über ein Vermögen von 2,8 Milliarden Dollar. Damit rangiert er auf der "Forbes"-Liste der reichsten Japaner auf Platz 18. Der leidenschaftliche Kunstsammler will auch mehrere Künstler mit ins All nehmen. Die Verhandlungen darüber, wem diese Möglichkeit geboten wird, haben laut Maezawa allerdings noch nicht begonnen.

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Der Japaner schilderte, wie sehr er sich darauf freue, dem Mond näher zu kommen und aus dem All eine Gesamtsicht auf die Erde zu haben. "Das mit meinen eigenen Augen zu sehen - allein der Gedanke daran lässt mir jetzt Tränen in die Augen treten", sagte Maezawa.

Bereits im Mai 2017 hatte der Milliardär international für Schlagzeilen gesorgt, als er beim Auktionshaus Sotheby's in New York für 110,5 Millionen Dollar (96,1 Millionen Euro) ein Werk seines Lieblingsmalers Jean-Michel Basquiat kaufte. Zur Kunstsammlung von Maezawa gehören auch Werke von Pablo Picasso, Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Jeff Koons.

Dem SpaceX-Plänen zufolge werden Maezawa und seine Begleiter die ersten Menschen sein, die seit der letzten Apollo-Mission 1972 den Mond umrunden. Insgesamt umrundeten bislang 24 Menschen den Erdtrabanten - alle männlich, US-Bürger und weiß. Zwölf von ihnen setzten den Fuß auf den Mond.

Der Weltraumtrip dürfte Maezawa berühmt machen. "Ich war früher bekannt als 'Maezawa, der Mode-Typ' und jetzt wird das umgeschrieben in 'Maezawa, der zum Mond fliegt'", sagte der Milliardär.

Der britische Unternehmer Richard Branson sagte derweil in einem Interview mit CNBC in Singapur, sein privates Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic werde voraussichtlich schon "binnen Wochen, nicht Monaten" den ersten Flug ins All starten und schon wenig später auch bemannte Flüge. Er selbst werde hoffentlich in den kommenden Monaten an Bord eines solchen Fluges sein.

Bis in die Nähe des Mondes geht es bei Virgin Galactic vorerst aber nicht: Die Passagiere sollen vielmehr die Schwerelosigkeit im All nur wenige Minuten genießen. Bransons Unternehmen befindet sich in einem Wettlauf mit dem US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos, solche Flüge als erstes Unternehmen anzubieten.

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