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"Ein besonders widerwärtiges Tatmotiv"

SZ.de-Logo SZ.de 21.04.2017
Der Geschäftsführer des Fussballvereins Borussioa Dortmund Hans Joachim Watzke bei einem Bundesligaspiel im April. © AFP Der Geschäftsführer des Fussballvereins Borussioa Dortmund Hans Joachim Watzke bei einem Bundesligaspiel im April.

Der Bundesinnenminister zeigt sich bestürzt und bedankt sich bei den Ermittlern. Beim BVB in Dortmund hofft man auf eine schnelle Aufklärung des Anschlags.

Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus ist man beim Verein erleichtert über den Ermittlungserfolg. "Dafür bedanken wir uns in aller Form und hoffen, dass in dem Tatverdächtigen nun der Verantwortliche für den niederträchtigen Anschlag auf unsere Spieler und Staff-Mitglieder gefasst werden konnte", erklärten Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball in einer Mitteilung.

Der Verein bedankt sich in der Mitteilung weiter für die Unterstützung, die Verein und Spieler seit dem Anschlag erfahren haben. "Der überwältigende Zuspruch hat uns viel Kraft gegeben", sagt Watzke.

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer äußerte im Namen der Mannschaft die Hoffnung, bald die tatsächlichen Hintergründe des Anschlags erfahren zu können. "Für alle, die im Bus saßen, wären diese Informationen wichtig, denn sie würden den Verarbeitungsprozess deutlich erleichtern."

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht die Festnahme als Erfolg. Er bedankte sich bei den beteiligten Polizisten und mahnte: "Jetzt geht es darum, Beweise zu sichern und mögliche Hintergründe aufzuklären." Zum möglichen Motiv, wonach der mutmaßliche Täter wohl auf einen durch den Anschlag verursachten Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt haben soll, zeigte sich der Minister bestürzt und erklärte: "Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre das ein besonders widerwärtiges Tatmotiv."

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger nannte die Festnahme auf Twitter eine "gute Nachricht für den Fußball dank intensiver Ermittlungen von GBA, BKA und NRW-Polizei".

Anderthalb Wochen nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hatte die Polizei am Freitagmorgen im Raum Tübingen einen 28-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der mutmaßliche Täter soll am Tag des Anschlags mit Hilfe eines dafür eigens aufgenommenen Verbraucherkredits 15 000 Optionsscheine des an der Börse gehandelten BVB mit einer sogenannten Put-Option erworben haben.

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