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Europa League: Das Wunder von Salzburg blieb aus

KURIER-Logo KURIER 14.03.2019 stephan.blumenschein
Gulbrandsen (vo.) drehte mit seinem Treffer die Partie.  © APA - Austria Presse Agentur Gulbrandsen (vo.) drehte mit seinem Treffer die Partie. 

Österreichs Meister schlägt SSC Napoli nach einer starken Leistung 3:1, scheidet mit einem Gesamtscore von 3:4 aber aus.

Mit erhobenen Köpfen verabschieden sich die Salzburger von der europäischen Bühne.  © REUTERS/LEONHARD FOEGER Mit erhobenen Köpfen verabschieden sich die Salzburger von der europäischen Bühne. 

Salzburg verabschiedete sich gegen den italienischen Topklub SSC Napoli aus der Europa League mit Anstand und Würde, der 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel war allerdings wie erwartet eine doch zu große Bürde.

Vor 29.520 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena gewannen die Salzburger nach einer bravourösen Vorstellung mit 3:1. Damit hat Österreich die Niederlande im UEFA-Länderranking wieder überholt und hat die Chance auf einen Champions-League-Fixplatz für das Jahr 2020 gewahrt.

Je drei Veränderungen hätte es bei beiden Teams laut offizieller UEFA-Aufstellung im Vergleich zum Hinspiel geben sollen, je zwei unfreiwillig, je eine freiwillig. Doch nur bei Salzburg gab es die aus. Es begannen Minamino, Mwepu und Europacup-Debütant Szoboszlai statt Daka, Schlager und Junuzovic.

© APA - Austria Presse Agentur

Kurzfristiger Ausfall

Bei Napoli wurde dann doch nur zwei Spieler gewechselt. Eigentlich sollte Kapitän Insigne in der Startelf stehen, doch der Stürmer fiel kurzfristig aus, für ihn begann wie schon vor acht Tagen im Stadio San Paolo Mertens. Chiriches und Luperto ersetzten die gesperrten Innenverteidiger Maksimovic und Koulibaly.

Die Salzburger begannen, wie eine Mannschaft beginnen sollte, die einem 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel nachlaufen muss: engagiert und couragiert. Die Neapolitaner schauten sich das Ganze einmal an, schoben perfekt ihre beiden Viererketten hin und her und ließen den Gegner nicht in jene Zone kommen, in der das eigene Tor gefährdet werden könnte.

Nach sieben, acht Minuten hatten die Italiener dann auch Lust, sich aktiv an der Partie zu beteiligen. Sofort wurden sie gefährlich. Ein Kopfball von Milik war das erste Warnsignal (10.).

Artistisch: Milik brachte die Gäste mit einem Kunstschuss in Front. © APA - Austria Presse Agentur Artistisch: Milik brachte die Gäste mit einem Kunstschuss in Front.

Drei Minuten später war es dann der polnische Teamstürmer, der jenes Auswärtstor schoss, vor dem die Salzburger so Angst hatten: Nach einem Mwepu-Fehler im Mittelfeld kam der Ball über einige Umwege zum freistehenden Milik, der spektakulär einschoss (14.).

Nach dem 0:1 war Salzburg im Koma, wurde aber von den Italienern wieder aufgeweckt: Allan beging einen fürchterlichen Fehlpass, Szoboszlai kam an den Ball und konnte Dabbur freispielen, der traf – 1:1 (25.). Nun fehlten Österreichs Serienmeister aber immer noch vier Tore, um ins Viertelfinale aufzusteigen. Und kurz danach wären es fast fünf gewesen. Denn erneut patzte die Defensive in Person von Ramalho. Ein Schuss von Ruiz ging an die Stange (28.).

Danach war aber Salzburg am Drücker, auch, weil Napoli sehr tief stand, aber trotzdem Fehler machte: Nach einer Ecke kam Onguéné ungehindert zum Kopfball, verfehlte das Tor aber doch deutlich (37.). Der Zweite der Serie A wackelte. Ein Schuss von Minamino ging am Tor vorbei (43.). Es ging mit dem 1:1 in die Pause.

Nach dem Wechsel war die flotte Partie, der aber irgendwie das gewisse Extra fehlte, ein Hin und Her – zunächst aber ohne die großen Höhepunkte in den beiden Strafräumen. Die Gäste wussten, dass die Matchuhr für sie laufen würde und taten nur mehr das Notwendigste.

Gulbrandsen-Tor

Dann fiel es aber doch, das zweite Salzburger Tor. Nach einem Stanglpass von Ulmer war der eingewechselte Gulbrandsen zur Stelle – 2:1 (65.). Nun erinnerte einiges an das 4:1 gegen Lazio vor elf Monaten, als Salzburg in vier Minuten drei Tore hatte erzielen können. Doch Wolf ließ die Chance auf den dritten Treffer ungenützt (66.).

Salzburg drückte, hatte eine Reihe von Halbchancen. Dem dritten Treffer wirklich nahe kam man aber erst in der 88. Minute: Ein Seitfallzieher von Dabbur ging an die Stange. In der Nachspielzeit sollte es dann doch noch fallen, das 3:1: Es traf just Routinier Leitgeb, der eigentlich nur alle heilige Zeiten netzt.

"Es ist eine Mischung aus großer Enttäuschung natürlich, aber auch Stolz auf die Mannschaft, Stolz auf das Publikum hier. Weil das Spiel war zu Ende, und das Stadion war noch ziemlich voll, obwohl wir ausgeschieden sind. Ich glaube, die Jungs haben heute extrem viel investiert und probiert. Trotzdem sind wir ganz bitter bestraft worden für einen Fehler", sagte Rose.

© APA - Austria Presse Agentur


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