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Klopp beendet das traurigste Kapitel beim FC Liverpool

WELT-Logo WELT vor 3 Tagen
2014 verspielt der FC Liverpool durch einen Ausrutscher von Steven Gerrard gegen Chelsea die Meisterschaft. Ein Vorfall, der für Jürgen Klopp vor dem Spiel an diesem Sonntag irrelevant ist. Quelle: Omnisport © Omnisport 2014 verspielt der FC Liverpool durch einen Ausrutscher von Steven Gerrard gegen Chelsea die Meisterschaft. Ein Vorfall, der für Jürgen Klopp vor dem Spiel an diesem Sonntag irrelevant ist. Quelle: Omnisport

Die englische Premier League erlebt den spannendesten Zweikampf um die englische Fußball-Meisterschaft seit Jahren. Die Konkurrenten FC Liverpool und Manchester City gaben sich im Schlussspurt keine Blöße. Liverpool besiegte am 34. Spieltag den FC Chelsea mit 2:0 (0:0) und ist weiterhin Tabellenführer.

Im 200. Pflichtspiel von Klopp als Liverpool-Coach sorgten die Offensivstars Sadio Mané (51. Minute) und Mohamed Salah (53.) für die Tore und den ausgelassenen Jubel von Trainer und Fans. Salah gelang ein Traumtor, als er den Ball aus mehr als 20 Metern in die linke obere Ecke donnerte. „Seit drei Spielen ist er eindeutig in Fahrt“, schwärmte Klopp von seinem ägyptischen Stürmer.

Liverpools Trainer Jürgen Klopp © AFP Liverpools Trainer Jürgen Klopp

Nach der Führung hatte die Klopp-Elf großes Glück: Chelseas Eden Hazard tunnelte Liverpool-Torwart Alisson, traf aber nur den linken Pfosten. Kurz darauf verhinderte Alisson mit einer Parade den möglichen Anschlusstreffer durch Hazard.

Meisterschaft bis zum Schluss spannend

Klopp zeigte sich nach dem wichtigen Sieg erleichtert. Er feierte seine Offensive („Die drei da vorne waren außergewöhnlich“) ebenso wie das gesamte Team („Die Jungs haben es sensationell gemacht“). Der Trainer strotzte vor Selbstvertrauen.

„Wir können endlich das ,Ausrutscher‘-Kapitel zuschlagen“, sagte der Coach in Bezug auf die vergeigte Meisterschaft 2014, als Liverpool den Titel noch aus den Händen gleiten ließ, weil der damalige Kapitän Steven Gerrard ausrutschte, den Ball verlor und Chelsea ein Tor schoss. Dieses Mal erwiesen sich die Blues nicht als Stolperstein.

In der zweiten Halbzeit gab es am Sonntag eine ähnliche Szene wie damals, Liverpools Andy Robertson rutschte aus, doch das Missgeschick blieb folgenlos. Robertson lachte, und auch Klopp nahm es mit Humor. „Robbo ist ausgerutscht, und nichts ist passiert“, sagte der Deutsche süffisant.

City macht es spannend

Liverpool, so scheint es, hat seine Dämonen mit diesem Sieg über den FC Chelsea besiegt. Doch um das Titeltrauma endgültig zu bewältigen, müssten die Reds die erste Meisterschaft seit 1990 gewinnen. Dagegen hat jedoch Manchester City etwas.

Die Citizens unter Trainer Pep Guardiola, der in dieser Saison noch die Chance auf vier Titel hat, waren in London durch einen Doppelpack von Nationalspieler Raheem Sterling (15./63.) in Führung gegangen. Luka Milivojevic (81.) machte es mit seinem Tor für die Gastgeber aber noch einmal spannend, bevor der eingewechselte Gabriel Jesus (90.) die drei Punkte für Man City endgültig klarmachte.

City liegt nun zwar wieder zwei Punkte hinter dem FC Liverpool, hat jedoch noch ein Nachholspiel auszutragen. Am 24. April geht es im Derby gegen den Stadtrivalen Manchester United.

„Liverpool hat eine großartige Mannschaft und großes Selbstvertrauen – aber das haben wir auch“, sagte Sterling, nach dessen Ansicht die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden wird.

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