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Sport aktuell

Ralph Hasenhüttls erster Auftritt war ein launiger

KURIER-Logo KURIER 06.12.2018 Redaktion kurier.at

Der erste österreichische Premier-League-Trainer wurde am Donnerstag beim FC Southampton vorgestellt.

Die Macher: Klub-Boss Ralph Krueger (links) mit seinem neuen Cheftrainer Ralph Hasenhüttl © APA/AFP/Ian Kington Die Macher: Klub-Boss Ralph Krueger (links) mit seinem neuen Cheftrainer Ralph Hasenhüttl

Donnerstag um 13 Uhr nach englischer Zeit hatte Ralph Hasenhüttl seinen ersten Auftritt in seinem neuen Job als Trainer des FC Southampton. Der 51-jährige Österreicher stellte sich in seiner ersten Pressekonfernz den Fragen der Journalisten. Und es wurde ein launiger Auftritt mit etlichen Lachnern. So sagte er: „Die Titanic ist hier weggefahren. Ich hoffe, ich krache nicht in den ersten Eisberg, der auf mich wartet.“ Oder: „Ich weiß, dass es keine Garantien gibt. Wenn du Garantien haben willst, musst du eine Waschmaschine kaufen.“

Eine der ersten Fragen drehte sich um die Bezeichnung als „Alpen-Klopp“. Hasenhüttl sagte: „Ich mag so etwas nicht, ich will mein eigener Charakter sein.“ Aber in dem Fall lobt er Klopp, tadelte aber den Trainer von Liverpool auch. Der hatte Anfang der Woche den Namen Hasenhüttl erklärt: „Hase heißt Rabbit, Hüttl hat keine Bedeutung.“ Hasenhüttl erklärte, dass er darüber gelacht habe, aber dass Hüttl sehr wohl eine Bedeutung hat. „Aber Klopp ist wohl schon so lange hier, dass sein Englisch besser ist, als sein Deutsch.“ Mit Klopp saß er im Trainerkurs für die UEFA-Pro-Lizenz. „So wie er bei Dortmund spielen hat lassen, hat meinen Stil beeinflusst.“

Mittwoch hatte der FC Southampton zur Mittagszeit bestätigt, dass Ralph Hasenhüttl einen Vertrag bis 2021 unterschrieben habe. Am Abend verfolgte der Neue das Spiel seiner neuen Mannschaft im Wembley-Stadion. Hasenhüttl sah eine 1:3-Niederlage. „Was mich beeindruckt hat, waren wie unsere Fans unser Team unterstützt haben. Ich glaube nicht, dass das in Deutschland nach so einer klaren Niederlage passieren würde.“

Beeindruckend

An der Seitenlinie der Mannschaft aus der Hafenstadt stand Kelvin Davis, zuvor Assistent des gefeuerten Trainers Mark Hughes. Davis wird auch im Betreuerstab von Hasenhüttl einen Platz haben und ein wichtiges Wort bei der Vorbereitung auf das erste Spiel seines neuen Chefs haben. Der ehemalige Saints-Tormann war beeindruckt vom ehemaligen Mittelstürmer. „Ich habe Ralph vor dem Spiel getroffen. Er ist ein Typ, der dich mit seiner Statur und seinem Wissen beeindruckt.“

Schon am Samstag spielen die „Saints“, wie der Klub liebevoll genannt wird, in Cardiff. Die Mannschaft aus Wales liegt auf Rang 16 zwei Plätze und nur zwei Punkte vor Southampton. Und zumindest die englischen Wettbüros glauben an einen erfolgreichen Einstand des Österreichers, handeln Southampton als leichten Favoriten.

Als erste Maßnahme hat er das Donnerstag-Training auf den Nachmittag verlegt, damit die Spieler frischer sind, wenn er beginnt, mit ihnen seine Vorstellungen umzusetzen. Hasenhüttl: „Im Fußball zählen Resultate und die müssen wird bald liefern. Aber ich kann auch versichern, dass wir bald den Fußball sehen werden, den ich mir vorstelle. Ambitionierten Fußball, einen Fußball mit Plan, und eine Art von Fußball, die uns allen gefällt.“ Freitag wird noch einmal trainiert, dann geht es zum Spiel nach Wales.

FC Southampton: Das Geld kommt aus China

Gegründet 1885 als St. Mary’s YMA, spielt der FC Southampton seit 2012 ununterbrochen in der Premier League. Größter Rivale ist der FC Portsmouth (South Coast Derby). 80 Prozent der Anteile hält die chinesische Gao-Familie, Präsident ist der ehemalige Eishockey-Spieler und -trainer Ralph Krueger.

Das St. Mary’s Stadium fasst 32.500 Zuschauer. Größte Erfolge: Vizemeister 1984, FA-Cup-Sieg 1976. 2017/’18 belegte man Rang 17.

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