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Wie Barisic zum Trainer in Karabük wurde

KURIER-Logo KURIER 17.02.2017 Andreas Heidenreich, Alexander Huber

Ex-Rapid-Coach Zoran Barisic übernimmt mit neuem Trainerteam Karabükspor in der Türkei.

Zoran Barisic wird künftig wieder auf der Trainerbank zu sehen sein. Der ehemalige Rapid-Trainer wird neuer Coach bei Kardemir Karabükspor in der Türkei, wo er einen Vertrag bis 2018 unterschrieben hat.

Der Klub schaffte 2016 den Wiederaufstieg in die SüperLig, feierte zuletzt Siege gegen Galatasaray sowie Besiktas und liegt derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz.

Der Barisic-Deal wurde am späten Donnerstagabend auf der Klub-Homepage offiziell verkündet. Zuvorgekommen ist den Türken jedoch ein Klub aus dem Burgenland. Und zwar der SC ESV Parndorf.

Was der Ostligaklub damit zu tun hat? Bei den Burgenländern war bis gestern Norbert Schweitzer Cheftrainer, auf der Homepage der Parndorfer wurde sein Abgang vermeldet. Schweitzer wird Barisic als Assistent begleiten, die beiden arbeiteten bereits vor einigen Jahren bei den Rapid Amateuren gemeinsam.

Der Dolmetscher

Als zweiten Co-Trainer nimmt Barisic Murat Topal mit. Der türkisch-stämmige Wiener, der unter anderem beim Wiener Sportklub gespielt hat, könnte aufgrund seiner Sprachkenntnisse zur Schlüsselfigur werden.

Neuer Job, neues Team: Barisic bei Karabükspor © APA/GEORG HOCHMUTH Neuer Job, neues Team: Barisic bei Karabükspor

Das Trio reiste am Donnerstag via Istanbul nach Antalya, wo am Samstag Antalyaspor der nächste Gegner ist. Am heutigen Freitag erfolgt, ebenso in Antalya, die offizielle Vorstellung des neuen Trainers aus Wien.

Der 46-jährige Barisic wird in Karabük Nachfolger des Kroaten Igor Tudor, der vor wenigen Tagen von Galatasaray abgeworben wurde.

Bei Rapid wurde der Vertrag des Wieners im Juni 2016 aufgelöst. Seither hat Barisic einige Angebote abgelehnt. Im Herbst war er auch als Nachfolger von Joe Zinnbauer in St. Gallen im Gespräch. Doch der Ex-HSV-Coach rettete seinen Job mehrmals in letzter Sekunde. Abgesagt hat Barisic Wacker-Sportdirektor Ali Hörtnagl für den damals vakanten Posten in Innsbruck. "Ich fühle mich Rapid noch so verbunden, dass meine nächste Station im Ausland liegen sollte", sagte der Coach damals.

Anfragen aus teils exotischen Fußball-Ländern wurden ebenso abgelehnt. "Ich will möglichst sicher sein, dass ich über längere Zeit etwas aufbauen kann. Ich sehe mich nicht als Feuerwehrmann und weiß, dass der Schritt nach Rapid besonders wichtig ist", erklärte Barisic.

Mit den Monaten stieg die Ungeduld – aber auch die Chance, sein bei Rapid nicht gefragtes Wunsch-Trainerteam "mitzunehmen". Dazu hätten Video-Analyst Stefan Oesen und Thomas Hickersberger gehört. Hickersberger dürfte ein Türkei-Engagement in der aktuellen Situation abgelehnt haben.

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