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Sport aktuell

Rechenspiele für ÖHB-Männer gegen Nordmazedonien verboten

KLEINE ZEITUNG-Logo KLEINE ZEITUNG 13.01.2020 Kleine Zeitung
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Österreichs Handball-Männer stehen bei der Heim-EM mit einem Bein in der Hauptrunde. Im abschließenden Vorrundenspiel am Dienstag (18.15 Uhr/live ORF Sport+) gegen Nordmazedonien kann sich Rot-Weiß-Rot sogar eine Niederlage leisten, für Teamchef Ales Pajovic sind Rechenspiele aber verboten. Für ihn ist der "Angstgegner" vom Balkan zwar Favorit, ein Sieg aber das klare Ziel.

Die jüngere Vergangenheit brachte mehrere Duelle mit den Nordmazedoniern, Österreich zog fast immer den Kürzeren. In der WM-Quali 2013 reichte nach einer Niederlage in Skopje ein 30:27 im Rückspiel in Wien nicht, bei der EM 2014 gab es ein 21:22, bei der WM 2015 ein 31:36. "Wir haben eigentlich keine gute Erfahrung mit ihnen", gab Rückraummann Janko Bozovic zu, bei den angesprochenen Partien stets dabei.

Diesen "Fluch" vor Heimpublikum in der Wiener Stadthalle zu brechen, ist das erklärte Ziel der Österreicher, die mit den Erfolgen über Tschechien und die Ukraine einen idealen Turnierstart erwischten. Ein Sieg würde nicht nur Prestige, sondern in jedem Fall auch zwei Punkte für die Hauptrunde bringen. Pajovic ist sich der Gefahr aber bewusst. Denn der Gegner verfügt über viel Erfahrung und war seit 2012 bei jeder EM- bzw. WM-Endrunde vertreten.

Vor allem die Achse zwischen dem 39-jährigen Rückraumbomber Kiril Lazarov (über 230 Teamspiele) und Kreisläufer Stojance Stoilov, der gute 110 kg auf die Waage bringt und 2017 sowie 2019 mit Vardar Skopje die Champions League gewann, gelte es, in den Griff zu bekommen. "Tschechien und die Ukraine haben damit viele Probleme gehabt, das müssen wir besser lösen", betonte Pajovic, der auch die "sehr gute" 5:1-Abwehr des Gegners hervorhob.

Die Nordmazedonier konnten im bisherigen Turnierverlauf allerdings noch nicht richtig überzeugen. Zum Auftakt gab es gegen die Ukraine nur dank eines Lazarov-Tors in der Schlusssekunde einen 26:25-Erfolg, am Sonntag unterlag man den Tschechen mit 25:27. Der Druck im letzten Spiel von Gruppe B ist für die Truppe von Coach Danilo Brestovac also groß. Und verstecken müssen sich der bestens aufgelegte Nikola Bilyk (21 Tore) und Co. nach zwei guten Vorstellungen ohnehin nicht. "Die Jungs haben nach zwei Siegen Selbstvertrauen, und wir haben unsere Halle hier", erklärte Pajovic.

Sollte Österreich verlieren, würde der Abend allerdings zur Nervenprobe werden. Dann kommt es auf die nachfolgende Partie zwischen Tschechien und der Ukraine an. Gewinnt die Ukraine oder gibt es ein Remis, wird der ÖHB-Auswahl jede Niederlage "verziehen". Im Fall eines tschechischen Siegs reichte eine ÖHB-Niederlage mit bis zu drei Toren Unterschied, erzielt man zumindest 25 Tore, dann auch eine mit vier Treffern. Sollte Österreich mit fünf oder mehr Toren verlieren, wäre man ausgeschieden.

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