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Kitz-Abfahrt: Feuz kürt sich zum Double-Sieger, Mayer Dritter

KURIER-Logo KURIER 24.01.2021 Christoph Geiler

Der Schweizer hat auch in der zweiten Abfahrt die Nase vorne. Matthias Mayer landet wie schon am Freitag auf dem Podest.

© APA/HELMUT FOHRINGER

Kein Rettungshubschrauber in der Luft. Kein Läufer im Fangnetz. Keine gefährlichen Szenen beim Zielsprung. Keine hitzigen Debatten im Ziel. Und keine Überraschungen auf dem Siegespodest – verglichen mit dem turbulenten Rennen am Freitag verlief die zweite Abfahrt auf der Streif äußerst unspektakulär und unaufgeregt.

Doch das heißt nicht, dass die Streif am Sonntag, um es mit den Worten von Slalomstar Manuel Feller zu sagen, eine „Märchenwiese“ gewesen wäre. Eine schlechte Bodensicht bereitete den Läufern Probleme, „es war so dunkel, man hat schlichtweg nichts gesehen“, sagte Beat Feuz, der im Nebel von Kitz’ abermals alles überstrahlte.

Mehr als ein Jahrzehnt lang war der Schweizer dem prestigeträchtigen Abfahrtssieg auf der Streif hinterhergefahren, nun gelangen ihm auf der schwierigsten Strecke der Welt zwei Triumphe innerhalb von 48 Stunden.

Beat Feuz krönte sich in Kitzbühel zum Double-Sieger.  © EPA/CHRISTIAN BRUNA Beat Feuz krönte sich in Kitzbühel zum Double-Sieger. 

Starke Routiniers

Das Double brachte dem 33-Jährigen, der aufgrund seines kompakten Körperbaus mehr liebevoll als verspottend Kugelblitz genannt wird, prompt einen neuen Kosenamen ein: Kugelblitz von Kitz’. Feuz, der mit Frau und Kind in Tirol lebt, ist erst der siebente Abfahrer, der an einem Hahnenkammwochenende zwei Abfahrten gewinnen konnte.

Der bald 34-Jährige führte eine Riege an Routiniers an: Auf den ersten sieben Plätzen waren ausschließlich Abfahrer jenseits der 30 zu finden, der zweitplatzierte Franzose Johan Clarey, der in Kitzbühel immer im Vorderfeld zu finden ist, hat vor zwei Wochen gar schon seinen 40. Geburtstag gefeiert.

„Die Routine macht hier herunter schon einiges aus“, sagt Matthias Mayer (30). Wie schon am Freitag war der Kärntner abermals der beste Österreicher, dem zweiten Rang ließ der Doppel-Olympiasieger einen dritten Platz folgen.

Matthias Mayer schaffte diesmal nicht wie im Vorjahr den Sprung nach ganz oben.  © APA/HELMUT FOHRINGER Matthias Mayer schaffte diesmal nicht wie im Vorjahr den Sprung nach ganz oben. 

Große Konstanz

Mayer haderte erst gar nicht mit dem Nebel, der bei seiner Fahrt noch dichter war als bei Feuz und Clarey, vielmehr freute er sich über seine Konstanz auf höchstem Niveau. In den letzten drei Weltcup-Abfahrten war der Afritzer immer auf dem Stockerl. „Mir taugt das Skifahren gerade wirklich sehr“, sagt Mayer vor dem Super-G auf der Streif am Montag (10.20 Uhr / KURIER.at-Liveticker).

Das können andere Österreicher von sich gerade nicht behaupten. Während sich Otmar Striedinger (8.) und Daniel Hemetsberger (10.) für einen Platz im WM-Aufgebot empfahlen, blieb Vincent Kriechmayr erneut weit unter seinen Möglichkeiten und Erwartungen.

Am Donnerstag hatte der Oberösterreicher noch das Abschlusstraining dominiert, in den Rennen reichte es dann nur zu den Plätzen neun und 17. Aber was soll erst Hannes Reichelt sagen: Der Routinier kommt nach seinem Kreuzbandriss nicht in Fahrt und wurde am Sonntag nur 30. So wird’s eng mit einem WM-Ticket.

© REUTERS/LEONHARD FOEGER

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