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Sport aktuell

Warum Hannes Reichelt daheim die Fenster putzen muss

KURIER-Logo KURIER 25.03.2020 Christoph Geiler

Dem Ski-Star gelingt gerade erfolgreich der Spagat zwischen Hausarbeit und Therapie.

© APA/EXPA/JOHANN GRODER

"Langweilig wird mir im Moment nicht", sagt Hannes Reichelt. Dafür sorgt allein schon Söhnchen Niklas, der im April seinen ersten Geburtstag feiert und den Ski-Star ordentlich auf Trab hält. Aber immerhin kann der 39-Jährige mittlerweile wieder mit dem Kleinen Schritt halten. In den ersten Tagen nach seiner Knie-OP - Reichelt war Ende Dezember in Bormio gestürzt und hatte sich das Kreuzband gerissen - war ihm Niklas noch davon gelaufen.

Drei Monate sind seit dem Sturz vergangen und rein körperlich schreitet die Genesung perfekt voran. "Meinem Knie geht's gut", sagte Reichelt im Interview auf der ÖSV-Homepage. Wobei der Salzburger seine täglichen Therapie-Einheiten auf Grund der Corona-Krise inzwischen allein in den eigenen vier Wänden absolvieren muss und nicht wie gewohnt den Physiotherapeuten seines Vertrauens besuchen kann. "Die Quarantäne macht die Therapie nicht einfacher", gesteht Reichelt.

Natürlich verfolgt auch der Routinier intensiv die Entwicklungen dieser Tage und macht sich so seine Gedanken. Seine Frau Larissa kommt aus Südtirol und ist Ärztin, dementsprechend sensibilisiert war Hannes Reichelt bereits vor Wochen, wie er im Gespräch erklärt. "Larissa hat viele italienische Medien verfolgt, wir haben uns bereits darauf eingestellt, dass die Quarantäne auch bei uns kommt. Es ist krass, was in Italien abläuft, vor allem wenn man einen Bezug zu diesem Land hat. Ich hoffe, dass es bei uns nicht so schlimm wird."

Wenn er gerade nicht trainiert oder mit Sohn Niklas spielt, stellt Hannes Reichelt dieser Tage auch seine Qualitäten als Hausmann unter Beweis. "Fensterputzen sollte ich auch noch", sagte der Salzburger. "Meine Frau hat sich vor einiger Zeit die Schulter gebrochen und ist auch etwas eingeschränkt." Deshalb wird nun Reichelt zum großen Saubermann.

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